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Regierungen, Golfstaaten

TEHERAN - Der zu den Hardlinern zählende ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sich vergeblich um Treffen mit hochrangigen Klerikern bemüht.

02.08.2020 - 13:28:30

Iran: Keinerlei Interesse der Kleriker auf Treffen mit Ahmadinedschad. Beobachter werten das als Rückschlag für sein Bemühen, im Mai 2021 erneut an der Präsidentenwahl teilzunehmen. "Die Kleriker haben nicht vergessen, was Ahmadinedschad während seiner Präsidentschaft alles angerichtet hat, und haben deshalb auch seine Anträge angelehnt", sagte Ajatollah Ali-Akbar Massudi dem Nachrichtenportal Khabar-Online am Sonntag.

Vergangene Woche hatte Ahmadinedschad die Stadt Ghom besucht, die zu den heiligen Städten der Schia zählt. Dort wollte er mehrere hochrangige Kleriker treffen, aber außer einem lehnten alle sein Gesuch ab. Beobachter brachten Ahmadinedschads Ghom-Reise in Zusammenhang mit seiner Absicht zu einer erneuten Kandidatur.

"Er war acht Jahre Präsident und hat nichts Positives gebracht, (...) und nun will er auch noch erneut kandidieren", sagte Massudi, der auch Professor am Theologischen Institut in Ghom ist. Aber sowohl die Kleriker als auch die Bürger hätten seine acht Präsidentenjahre nicht vergessen. "Ich schlage vor, dass Ahmadinedschad auf seine alten Tage zuhause bleibt und (um Gottes Vergebung) betet", sagte der Ajatollah.

Zu Beginn seiner Amtszeit von 2005 bis 2013 war Ahmadinedschad ein Liebling des Klerus, der Hardliner und der Konservativen im Parlament sowie von Teilen der Justiz. Gegen Ende kamen aber immer mehr Zweifel an seiner Politik auf. Sein Atomkurs führte zu Sanktionen gegen das Land und damit zu einer Wirtschaftskrise. Wegen seiner militärischen Drohungen gegen Israel sowie der Leugnung des Holocausts war der Iran international isoliert. Seine Unterstützer wandten sich immer mehr von ihm ab, selbst unter den Hardlinern war er am Ende umstritten.

@ dpa.de

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