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Regierungen, Golfstaaten

TEHERAN - Der Iran will trotz seines schrittweisen Ausstiegs aus dem Atomabkommen weiter mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zusammenarbeiten.

08.09.2019 - 14:38:24

Iran hält an Zusammenarbeit mit Atomenergiebehörde fest. Das sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif nach einem Treffen mit IAEA-Interimschef Cornel Feruta am Sonntag in Teheran. Der Iran erwarte von der IAEA, dass sie ungeachtet der politischen Entwicklungen auch weiterhin neutral und professionell ihren Aufgaben nachgehen werde, so Sarif laut Nachrichtenagentur IRNA.

Atomchef und Vizepräsident Ali-Akbar Salehi verteidigte die Entscheidung des Irans, nach dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomdeal stufenweise seine Verpflichtungen zu reduzieren. "Das Wiener Abkommen war und ist keine Einbahnstraße", sagte Salehi. Wenn die anderen fünf Vertragspartner - China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russlandnach - sich nicht an den Deal halten, müsse Teheran es auch nicht zu tun.

Der Iran hatte am Samstag bekanntgegeben, sich über eine weitere Vereinbarung aus dem Atomvertrag hinwegzusetzen. Demnach sollen moderne und schnelle Zentrifugen die Urananreicherung effektiver machen. Der Anreicherungsgrad ist ein zentraler Punkt des Atomabkommens, das ein iranisches Atomwaffenprogramm verhindern soll. Für den Bau von Atombomben wird auf 90 Prozent angereichertes Uran benötigt.

@ dpa.de

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