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TEHERAN - Der Interimschef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Cornel Feruta, ist am Sonntag in Teheran eingetroffen.

08.09.2019 - 12:27:25

Interimschef der Atomenergiebehörde in Teheran eingetroffen. Angesichts des weiteren Teilausstiegs des Irans aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 stehen laut Nachrichtenagentur Isna Gerspräche mit Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, Atomchef Ali-Akbar Salehi sowie Sicherheitsberater Ali Schamchani auf der Agenda. Es ist das erste Mal seit fast zwei Jahren, dass ein IAEA-Chef den Iran besucht.

Der Iran hatte am Samstag die dritte Stufe seines Teilausstiegs aus dem Wiener Vertrag begonnen. Im Zuge dessen will die iranische Atomorganisation (AEOI) an moderneren und schnelleren Zentrifugen arbeiten, um die Urananreicherung schneller und effektiver zu machen.

In den ersten beiden Phasen des Teilausstiegs hatte die AEOI ihren Uranvorrat von den im Vertrag erlaubten 300 auf 357 Kilogramm sowie die Urananreicherung von 3,67 auf 4,5 Prozent erhöht. Alle drei Phasen verstoßen gegen den Wiener Vertrag. Der Anreicherungsgrad ist ein zentraler Punkt des Atomabkommens, das ein iranisches Atomwaffenprogramm verhindern soll. Für den Bau von Atombomben wird auf 90 Prozent angereichertes Uran benötigt.

Teheran hält die Teilausstiege für legal und legitim, weil das Wiener Abkommen, besonders nach dem Ausstieg der USA im vergangenen Jahr, nicht mehr vertragsgerecht umgesetzt worden sei. Aber die AEOI hat gleichzeitig erklärt, dass sie ihre Zusammenarbeit mit der IAEA bis auf weiteres fortsetzen and bei einer vertragsgerechten Umsetzung auch zum Deal zurückkehren werde.

@ dpa.de

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