Regierungen, USA

TAORMINA - Trotz der Appelle von Hilfsorganisationen haben die sieben reichen Industrienationen keine konkreten neuen Finanzzusagen für den Kampf gegen die akuten Hungersnöte in Afrika gemacht.

27.05.2017 - 15:26:25

G7 machen keine konkreten Finanzzusagen für Kampf gegen Hunger. Zum Abschluss des Gipfels in Taormina auf Sizilien versprachen die G7-Staaten am Samstag in der Abschlusserklärung nur allgemein, den Hilfsappell der Vereinten Nationen über 6,9 Milliarden US-Dollar "energisch unterstützen" zu wollen. Dafür sind bisher aber erst 30 Prozent zugesagt.

Die G7 zeigten sich lediglich "tief besorgt" über die Ernährungskrise, die durch Konflikte und Instabilität angefacht werde. Es drohten Hungersnöte für rund 20 Millionen Menschen im Südsudan, Somalia, Jemen und in Nigeria, heißt es in der Erklärung. Entwicklungsorganisationen waren enttäuscht. "Da haben die G7 ihre Führungsrolle und Verantwortung nicht wahrgenommen", sagte Jörn Kalinski von Oxfam. "Hier müssen konkrete Zahlen auf den Tisch."

Der Gipfel habe keine Lösungen für die globalen Probleme aufgezeigt, bemängelte auch Marwin Meier von World Vision. "Diese zwei Tage haben viele Kinder in den von einer Hungersnot betroffenen Ländern nicht überlebt."

@ dpa.de

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