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TALLINN / RIGA / VILNIUS - Die Gesundheitsminister der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben die EU aufgefordert, einen transparenten Mechanismus zur Umverteilung von Coronavirus-Impfstoffen unter den EU-Mitgliedstaaten einzurichten.

11.03.2021 - 17:29:01

Baltenstaaten für Mechanismus zur Umverteilung von Corona-Impfstoffen. Damit soll schneller auf Corona-Notsituationen in einzelnen Ländern reagiert und die Impfstoffversorgung entsprechend angepasst werden können, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichen Brief an EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Auch könnten damit die auf EU-Ebene hergestellten und gelieferten Impfstoffe effizienter genutzt und nicht verwendete Impfstoffe vor deren Verfallsdatum neu verteilt werden.

BERLIN - Der Verlauf der Corona-Pandemie in Deutschland droht wieder an Dynamik zu gewinnen. Binnen eines Tages meldeten Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 14 356 Ansteckungen, wie aus Daten vom Donnerstag hervorgeht. Höhere Tageswerte waren zuletzt Ende Januar erfasst worden. Zudem hat die ansteckendere und wohl auch tödlichere Corona-Variante B.1.1.7 die Oberhand hierzulande gewonnen, das RKI beziffert den seit Wochen wachsenden Anteil auf mittlerweile circa 55 Prozent. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 11 912 Neuinfektionen und 359 neue Todesfälle registriert.

"Wir haben ganz klare Anzeichen dafür: In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler im Gespräch mit der UN-Journalistenvereinigung (ACANU) in Genf. "Ich bin sehr besorgt." Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken seien trotz Impfungen weiter dringend nötig.

Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) stieg mit 69,1 im Vergleich zum Vortag (65,4) an. Die Zahl der neuen Ansteckungen bundesweit war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Seit Mitte Februar sieht das RKI bei der Sieben-Tage-Inzidenz und den Fallzahlen jedoch tendenziell wieder einen Anstieg. Auf Intensivstationen ist der Rückgang der Zahl der Covid-19-Patienten gestoppt. Innerhalb von 24 Stunden wurden 321 weitere Todesfälle verzeichnet.

Eine britische Studie hatte kürzlich einen weiteren Hinweis dafür erbracht, dass die Variante B.1.1.7 deutlich tödlicher ist als das ursprüngliche Coronavirus. Die Forscher ermittelten ein rund 64 Prozent höheres Risiko im Vergleich zu anderen Corona-Varianten. Das absolute Todesrisiko in der untersuchten Gruppe war jedoch weiterhin gering. Es liege bei der Ausgangvariante bei 2,5 und bei B.1.1.7 bei 4,1 pro 1000 Infizierten, berichten die Forscher im "British Medical Journal". Das Team um Robert Challen von der University of Exeter hatte die Todesfälle von knapp 110 000 infizierten Menschen über 30 Jahre analysiert, die in Corona-Testzentren gekommen waren.

RKI-Chef Wieler sieht einen Wettlauf zwischen Impfkampagne und dem mutierenden Virus. Die Ziellinie sei aber in Sicht. Zum ersten Mal war am Donnerstag in RKI-Daten mehr als eine Viertelmillion Corona-Impfungen pro Tag verzeichnet, mit 257 671 für Mittwoch.

Noch ist der Wettlauf aber nicht beendet: Deutschland starte mit vergleichsweise hohen Inzidenzen in der jüngeren, mobilen und berufstätigen Bevölkerung in die dritte Welle, was die Virusbekämpfung erschwere, führte der RKI-Chef in einem Online-Vortrag aus. Das Ausgangsniveau vor der zweiten Welle war demnach deutlich niedriger. Bei den 20- bis 24-Jährigen zum Beispiel wurden Anfang August nur 11 Fälle pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche erfasst, nach neuestem Stand sind es 95 - mehr als in allen anderen Altersgruppen. Seit mehreren Wochen sieht das RKI aber in allen Gruppen unter 55 Jahren kontinuierliche Anstiege.

In welchem Umfeld sich die Menschen anstecken, kann laut dem Situationsbericht des Instituts derzeit oft nicht konkret ermittelt werden. Ausbrüche gebe es insbesondere in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, aber auch Privathaushalten, beruflichem Umfeld und anderen Lebensbereichen. Vor gut zwei Wochen, am 22. Februar, waren in einer Reihe von Bundesländern weitere Grundschulen und Kitas geöffnet worden, teils mit sogenanntem Wechselbetrieb.

Aus Sicht des Epidemiologen Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen kommen mehrere Faktoren zusammen. Er verweist auf den mittlerweile sehr hohen Anteil der ansteckenderen Variante. Zudem sei es bisher nicht gelungen, die Zahlen wieder so stark zu senken, dass eine wirklich enge, schnelle und effektive Kontrolle funktioniere, etwa durch Isolation oder Quarantäne von Infizierten und Information aller Kontakte. Hinzu komme: "Wir haben eine Lockerungsstimmung und natürlich damit einhergehend auch schon erste konkrete Maßnahmen der Lockerung."

Auch vermehrtes Schnell- und Selbsttesten könnte Zeeb zufolge eine Rolle spielen. Fällt das Ergebnis dabei positiv aus, muss es mit einer Laboruntersuchung nachgeprüft werden. Erst bei einer Bestätigung gehen Fälle dann auch in die RKI-Statistik ein. In den bisher verfügbaren Daten sticht allerdings noch keine sehr starke Zunahme bei den wöchentlichen PCR-Tests ins Auge: Vergangene Kalenderwoche waren es laut RKI-Bericht 1,13 Millionen, nach 1,17, 1,09 und 1,05 in den Wochen zuvor. Der Anteil positiver PCR-Tests bewegt sich seit circa einem Monat zwischen 6,1 und 6,4 Prozent, vergangene Woche waren es 6,2.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 532 947 nachgewiesene Corona-Infektionen in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 337 000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 72 810.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,96 (Vortag 0,97). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 96 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

@ dpa.de

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