Regierungen, USA

TAIPEH / WASHINGTON - Kurz vor dem 50.

25.10.2021 - 05:56:27

USA unterstützen 'bedeutsame' Mitarbeit Taiwans in Vereinten Nationen. Jahrestag des Ausschlusses Taiwans aus den Vereinten Nationen an diesem Montag hat es Gespräche der USA mit Regierungsvertretern aus Taipeh gegeben, wie die demokratische Inselrepublik wieder richtig in den UN mitarbeiten kann. "Die Diskussionen konzentrierten sich darauf, die Fähigkeit Taiwans zu unterstützen, sich bedeutsam in den UN zu beteiligen", teilte das Außenministerium in Washington mit. Nach den online abgehaltenen Gesprächen am Freitag bedankte sich die Regierung in Taipeh für die "starke Unterstützung" der USA.

Nach US-Angaben ging es um "globale Herausforderungen" wie Gesundheit, Entwicklungshilfe, Klimawandel und Umweltverschmutzung, technische Standards und Wirtschaftskooperation. Die US-Vertreter hätten auch die Unterstützung der USA für eine "bedeutungsvolle Teilnahme" Taiwans in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Pariser Klimaabkommen bekräftigt, hieß es.

Vor 50 Jahren beschloss die UN-Generalversammlung am 25. Oktober 1971, die Regierung der kommunistischen Volksrepublik China als einzige rechtmäßige Vertretung des chinesischen Volkes anzuerkennen. Als Konsequenz wurden die Vertreter der in Taiwan ansässigen nationalchinesischen Republik China aus den UN ausgeschlossen.

Nach der Niederlage im Bürgerkrieg gegen die Kommunisten war die nationalchinesische Regierung nach Taiwan geflüchtet, während 1949 in Peking die kommunistische Volksrepublik gegründet wurde. Die kommunistische Führung betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Es lehnt offizielle Kontakte der USA zu Taiwan wie die Gespräche am Freitag entschieden ab.

Die damalige UN-Resolution 2758 behandelte aus Sicht der Regierung in Taipeh nur die Frage der Vertretung Chinas im UN-System. "Sie sagt weder, dass Taiwan ein Teil der Volksrepublik ist, noch autorisiert sie die Volksrepublik, das Volk Taiwans zu repräsentieren", sagte Außenamtssprecherin Joanne Ou am Montag in Taipeh.

@ dpa.de

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