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Regierungen, USA

TAIPEH / PEKING - Taiwans Regierung hat die massiv verstärkten Flüge chinesischer Militärmaschinen nahe der demokratischen Inselrepublik scharf kritisiert.

05.10.2021 - 06:08:30

Taiwan kritisiert chinesische Militärflüge: Peking 'geht zu weit'. "Taiwan muss wachsam sein, während China zu weit geht", sagte Regierungschef Su Tseng-chang am Dienstag vor Journalisten in Taipeh.

Der Premier reagierte auf die Rekordzahl von rund 150 chinesischen Militärflugzeugen, die allein in den vergangenen vier Tagen in Taiwans Identifikationszone für die Luftverteidigung (ADIZ) eingedrungen waren. Allein am Montag wurden 56 Flugzeuge gezählt - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Unter den Militärfliegern waren Kampfjets, Bomber, Transportmaschinen und Frühwarnflugzeuge.

Auch das Weiße Haus äußerte scharfe Kritik. Die "provokanten militärischen Aktivitäten" seien "destabilisierend, riskieren Fehlkalkulationen und untergraben Frieden und Stabilität in der Region", sagte Sprecherin Jen Psaki in Washington. Die USA würden Taiwan weiterhin unterstützen, ausreichende Fähigkeiten zur Selbstverteidigung aufrechtzuerhalten. Die Sprecherin beschrieb die Verpflichtung der USA gegenüber Taiwan als "felsenfest".

In Peking wurden die Flüge als Warnung an Taiwan und die USA verstanden. Außenamtssprecherin Hua Chunying sagte, die USA sollten aufhören, die Unabhängigkeitskräfte in Taiwan zu unterstützen. Die US-Regierung liefere Waffen an Taiwan, verstärke die offiziellen Beziehungen zu Taipeh und schicke Kriegsschiffe durch die Taiwanstraße. Diese "provokativen Schritte" würden Frieden und Stabilität untergraben. Peking habe "notwendige Gegenmaßnahmen" ergriffen.

Mit den Provokationen im Luftraum nahe Taiwan untermauert China seinen Herrschaftsanspruch über Taiwan, das sich selbst als unabhängig ansieht, aber von China international isoliert wird. Die kommunistische Führung betrachtet die freiheitliche Inselrepublik als "untrennbaren Teil" der Volksrepublik. Es droht mit einer gewaltsamen Eroberung, um eine "Wiedervereinigung" zu erreichen.

@ dpa.de

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