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Vermischtes, VdT?V Verband der T?V e.V.

T?V-Verband: Nachr?stung zum Pedelec birgt Risiken f?r die Sicherheit

28.04.2021 - 11:47:59

T?V-Verband: Nachr?stung zum Pedelec birgt Risiken f?r die Sicherheit. Berlin - +++ Mit Umbausets k?nnen gew?hnliche Fahrr?der zu E-Bikes umger?stet werden +++ Nicht alle R?der sind geeignet: H?here Belastungen auf Rahmen und Teile sowie ein ver?ndertes Fahrverhalten bergen Gefahren +++ Umbaur?der verlieren ihre Herstellergarantie +++ T?V-Verband gibt Sicherheitshinweise f?r Nachr?stung zum ...

Berlin - +++ Mit Umbausets k?nnen gew?hnliche Fahrr?der zu E-Bikes umger?stet werden +++ Nicht alle R?der sind geeignet: H?here Belastungen auf Rahmen und Teile sowie ein ver?ndertes Fahrverhalten bergen Gefahren +++ Umbaur?der verlieren ihre Herstellergarantie +++ T?V-Verband gibt Sicherheitshinweise f?r Nachr?stung zum E-Bike +++

Der Markt f?r E-Bikes boomt - unter anderem wegen der Corona-Pandemie: Im Jahr 2020 sind 1,95 Millionen Elektrofahrr?der in Deutschland verkauft worden, ein Zuwachs von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Parallel dazu ist 2020 allerdings auch die Zahl der Verkehrsunf?lle mit Pedelec-Beteiligung um 19,1 Prozent gestiegen. 137 Pedelecfahrer:innen sind im vergangenen Jahr auf deutschen Stra?en ums Leben gekommen. "E-Bike-Fahrer:innen sollten die vergleichsweise hohen Geschwindigkeiten, die mit einem elektrischen Antrieb erreicht werden, nicht untersch?tzen", sagt Frank Schneider, Referent f?r Fahrzeugtypgenehmigung beim T?V-Verband. "Um sicher unterwegs zu sein, sind ein voll funktionsf?higes und verkehrstaugliches Elektrofahrrad sowie die passende Ausr?stung ein absolutes Muss." Eine preiswerte Alternative zu einem fertigen E-Bike sind Umbau-Sets, mit denen Verbraucher:innen gew?hnliche Fahrr?der zu Pedelecs umr?sten k?nnen. Vor dem Kauf sollten Interessierte jedoch genau pr?fen, ob das eigene Fahrrad dem Tuning gewachsen ist. Umbauwillige sollten ber?cksichtigen, dass die Herstellergarantie f?r das Fahrrad nach einer Umr?stung verf?llt und sie keine Materialfehler mehr beanstanden k?nnen. Der T?V-Verband informiert, was bei einem Umbau zu beachten ist und welche Fahrr?der sich f?r eine Umr?stung eignen.

H?lt das Fahrrad einer Aufr?stung stand?

"Einen Umbau zum E-Bike sollte nur in Betracht ziehen, wer sich mit Fahrradtechnik auskennt und die entstehenden Risiken realistisch einsch?tzen kann", sagt Schneider. "Durch den elektrischen Antrieb wirken andere Kr?fte auf Rad und Rahmen. Beispielsweise kann ein Mittelmotor f?r h?heren Kettenverschlei? sorgen und ein elektronischer Vorderradantrieb verlangt nach einer besonders stabilen Gabel." Grunds?tzlich gilt: Das Fahrrad sollte nicht zu alt sein. Im laufenden Betrieb k?nnen durch normalen Verschlei? und Materialerm?dung Sch?den entstanden sein, die mit blo?em Auge nicht zu erkennen sind. Ein wichtiger Faktor f?r die Stabilit?t des Rades ist das zus?tzliche Gewicht nach einem Umbau. "Bis zu neun Kilo wiegen Motor, Akku, Kabel und Bedienelement", erkl?rt Schneider. "Der Rahmen muss das Zusatzgewicht der technischen Ausstattung solide tragen k?nnen, ohne dass ein Rad wegbricht oder der Rahmen ins Schwenken kommt." Au?erdem k?nnen Roststellen und Materialbr?che bei einer E-Bike-Aufr?stung schnell fatal werden. Durch das zus?tzliche Gewicht und die hohe Geschwindigkeit besteht die Gefahr, dass die Achsen brechen oder die Bremsen nicht zuverl?ssig ziehen. F?r eine gute Bremswirkung auch bei schnellerer Fahrt sind an den meisten Fertig-Pedelecs moderne Scheibenbremsen verbaut. Dieser Standard sollte auch f?r umgebaute E-Bikes gelten.

Ist das Umbauset kompatibel mit dem eigenen Fahrrad?

Neben der Qualit?t m?ssen Fahrradfahrer:innen auch die Kompatibilit?t des normalen Fahrrades mit dem Nachr?stset pr?fen. Schneider: "Nicht jeder Nachr?stsatz passt zu jedem Rad. Beispielsweise sind viele Umbaus?tze nicht kompatibel mit R?cktrittbremsen." Ob sich Bremssystem, Rahmenform und -material sowie die Schaltung mit dem gew?nschten E-Bike-Set vertragen, h?ngt auch vom Motor ab. Es gibt drei Arten von Motoren: Front-, Mittel-, und Heckmotor. Je nach Motor-Typ entsteht an der haupts?chlich belasteten Position ein h?herer Verschlei?, was beim Umbau ber?cksichtigt werden sollte. "F?r das E-Bike Marke Eigenbau eignen sich ein Heckmotor oder ein Mittelmotor am besten", sagt Schneider. "Heckmotoren sind zwar nur mit Kettenschaltung und nicht mit einer R?cktrittbremse kompatibel, daf?r k?nnen die meisten Fahrr?der die Mehrbelastung an der Nabe gut bew?ltigen." F?r ein fast unver?ndertes, sportliches Fahrgef?hl empfehlen sich Mittelmotoren. Das Zusatzgewicht wird gleichm??ig verteilt und Mittelmotor-Nachr?stungssets sind sowohl mit Ketten- als auch mit Nabenschaltung kompatibel. Manche Sets k?nnen auch mit R?cktrittbremse kombiniert werden. Durch den Einbau eines Heckmotors verschiebt sich der Schwerpunkt des Fahrrads nach hinten, allerdings sind die Motoren leise und sorgen f?r ein stabiles Fahrgef?hl. Nachr?sts?tze mit Frontmotor sind relativ preisg?nstig und eignen sich f?r zahlreiche Fahrradtypen, beeinflussen aber das Lenkverhalten. "Frontmotoren verlagern viel Gewicht auf das Vorderrad, was die Gabel stark strapazieren und zu einer nerv?sen Lenkung f?hren kann", sagt Schneider. Daher sei hier besondere Vorsicht geboten.

Welche formalen Fallstricke gibt es in Bezug auf selbstgebaute E-Bikes?

Eine Nachr?stung ver?ndert das Fahrrad grundlegend. Durch den Motor wird das Fahrrad zur Maschine umgebaut und unterliegt damit, wie alle Pedelecs, der Maschinenrichtlinie. Damit Nachr?st-Pedelecs legal am Stra?enverkehr teilnehmen d?rfen, m?ssen sie den Anforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und der EMV-Richtlinie 2004/108/EG f?r elektromagnetische Vertr?glichkeit entsprechen. Schneider: "Die Pr?fungen best?tigen, dass das Pedelec allen Vorgaben entspricht ist. Die Nachweise ?ber die Konformit?t m?ssen die E-Bike-Fahrer bei Verkehrskontrollen oder bei Versicherungsf?llen vorweisen k?nnen." Achtung: Bei umger?steten Pedelecs verf?llt die urspr?ngliche Herstellergarantie. Denn durch den Umbau werden aus Fahrradbesitzern Hersteller. Fehlen die entsprechenden Nachweise bei einem Unfall, kann die Versicherung die Zahlung verweigern. Weitere Konsequenzen drohen, wenn die Motoren auch bei einer Geschwindigkeit von mehr als 25km/h elektrisch unterst?tzen. "In der StVO ist das Pedelec als Fahrrad eingestuft", erkl?rt Schneider. "Der Elektromotor unterst?tzt lediglich bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h und ausschlie?lich beim Tritt in die Pedale." Die sogenannten S-Pedelecs fahren 45 km/h schnell und sind f?hrerschein- und zulassungspflichtig. Fahrer:innen eines regul?ren E-Bikes, die schneller unterwegs sind, riskieren hohe Strafen und Punkte in Flensburg.

Weitere Informationen unter https://www.vdtuev.de

Methodik-Hinweis: Grundlage der Absatzzahlen von E-Bikes sind Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands. Quelle der Unfallzahlen ist das Statistische Bundesamt.

?ber den T?V-Verband: Der Verband der T?V e. V. vertritt die politischen und fachlichen Interessen seiner Mitglieder gegen?ber Politik, Verwaltung, Wirtschaft und ?ffentlichkeit. Der Verband setzt sich f?r technische und digitale Sicherheit bei Produkten, Anlagen und Dienstleistungen durch unabh?ngige Pr?fungen und qualifizierte Weiterbildung ein. Mit seinen Mitgliedern verfolgt der T?V-Verband das Ziel, das hohe Niveau der technischen Sicherheit in unserer Gesellschaft zu wahren und Vertrauen f?r die digitale Welt zu schaffen.

Pressekontakt:

Maurice Shahd Pressesprecher Verband der T?V e.V. (VdT?V) Friedrichstra?e 136 | 10117 Berlin T 030 760095-320, E mailto:presse@vdtuev.de http://www.vdtuev.de | http://www.twitter.com/vdtuev_news

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