Auto, Umweltverschmutzung

Stuttgart - Der Autobauer Porsche muss wegen einer illegalen Abschalteinrichtung rund 60.000 Diesel-Fahrzeuge der Modelle Macan und Cayenne zurückrufen.

18.05.2018 - 13:30:24

Abschalteinrichtung - Kraftfahrt-Bundesamt ordnet Rückruf von 60.000 Porsche an

Das habe das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeordnet, bestätigte das Bundesverkehrsministerium. Zuvor hatten der «Spiegel» und der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Aufgrund der Abschalteinrichtungen könne es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten Stickoxid-Emissionen kommen, hieß es. Porsche bestätigte, die entsprechenden Bescheide erhalten zu haben.

Konkret geht es laut Ministerium um 6755 Cayenne 4,2 Liter V8 TDI, davon 3954 in Deutschland, und 52 831 Macan 3,0 Liter V6 TDI, davon 15 180 in Deutschland. Beide haben die Abgasnorm Euro 6.

Allein beim Macan hätten die KBA-Prüfer fünf illegale Abschalteinrichtungen gefunden, die dafür sorgten, dass die Abgasreinigung nur im Labor voll funktioniere, berichteten «Spiegel» und Bayerischer Rundfunk.

Porsche hatte im Januar schon einmal mitgeteilt, dass in Abstimmung mit dem KBA an Software-Updates für die genannten Modelle gearbeitet werde und die Autos nach Freigabe in die Werkstätten gerufen werden sollen. Zuvor hatte die «Bild am Sonntag» damals über ein drohendes Zulassungsverbot für den Macan berichtet.

Vergangenen Sommer hatte das KBA bereits einen Zwangsrückruf für rund 21.500 Cayenne-V6-Diesel verhängt und vorübergehend auch ein Zulassungsverbot ausgesprochen. Die Diesel-Motoren in den Fahrzeugen stammen von Audi. Porsche selbst produziert keine.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Weitere Gerichtsentscheidung über Diesel-Fahrverbote. Vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen geht es um Fahrverbote in den Gelsenkirchen und Essen. Geklagt hat erneut die Deutsche Umwelthilfe. Der Verein kämpft für die Einhaltung des EU-weit gültigen Grenzwerts für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid. Derweil will das Bundeskabinett heute mit Blick auf Diesel-Fahrverbote Ausnahmeregelungen beschließen. Gelsenkirchen - Eine Gerichtsentscheidung könnte heute zu Diesel-Fahrverboten in weiteren deutschen Städten führen. (Politik, 15.11.2018 - 09:56) weiterlesen...

Gericht verhandelt über Fahrverbote in Ruhrgebietsstädten. Vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen geht es heute um Diesel-Fahrverbote in den Ruhrgebietsstädten Gelsenkirchen und Essen. Anlass sind weitere Klagen der Umweltschutzorganisation Deutsche Umwelthilfe. Derweil will das Bundeskabinett heute mit Blick auf Diesel-Fahrverbote Ausnahmeregelungen beschließen. Gelsenkirchen - Erneut verhandelt ein Gericht wegen zu schlechter Luftqualität über Fahrverbote in Großstädten. (Politik, 15.11.2018 - 06:38) weiterlesen...

Essen und Gelsenkirchen - Gericht verhandelt über Diesel-Fahrverbote im Ruhrgebiet. Anlass sind weitere Klagen der Umweltschutzorganisation Deutsche Umwelthilfe. Gelsenkirchen - Vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen geht es heute um Diesel-Fahrverbote in den Ruhrgebietsstädten Gelsenkirchen und Essen. (Wirtschaft, 15.11.2018 - 05:24) weiterlesen...

Ministerium fördert Umbau - Nachrüstungen für knapp eine Million Handwerker-Diesel Berlin - Rund 945 000 Dieselfahrzeuge von Handwerkern und Lieferdiensten kommen nach Einschätzung des Bundesverkehrsministeriums für mögliche Hardware-Nachrüstungen in besonders belasteten Städten in Betracht. (Wirtschaft, 13.11.2018 - 10:50) weiterlesen...

Hinweise auf Preisnachlässe - ADAC kritisiert amtliches Schreiben an Diesel-Besitzer Hat das Kraftfahrt-Bundesamt verunsicherte Dieselbesitzer nur informiert oder eher Werbung für deutsche Autohersteller gemacht? Der Autofahrerclub ADAC stimmt in die harsche Kritik am KBA ein. (Wirtschaft, 10.11.2018 - 12:36) weiterlesen...

Hinweise auf Preisnachlässe - ADAC kritisiert amtliche Schreiben an Diesel-Besitzer Berlin - Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) gerät wegen eines Briefs an Besitzer älterer Diesel zu Preisnachlässen für den Kauf sauberer Wagen zunehmend in die Kritik. (Wirtschaft, 10.11.2018 - 12:07) weiterlesen...