Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Spanien, Italien

STRASSBURG - Mehr Lohn für schlecht bezahlte Beschäftigte will die Europäische Kommission in den kommenden Jahren erreichen.

14.01.2020 - 17:33:24

EU-Kommission strebt faire Mindestlöhne in Europa an. Die Brüsseler Behörde startete dafür am Dienstag ein Verfahren, um mit den Sozialpartnern über faire Mindestlöhne in Europa zu beraten. Man strebe dabei keinen einheitlichen europaweiten Mindestlohn an, sagte Arbeitskommissar Nicolas Schmit. Länder, in denen ausschließlich die Tarifpartner - Arbeitgeber und Gewerkschaften - die Löhne aushandeln, könnten bei diesem System bleiben.

"Die Mindestlöhne garantieren nicht in allen Ländern ein würdiges Leben", betonte Schmit zugleich. Das sollten sie jedoch tun. Jeder sechste Arbeitnehmer in Europa bekommt der Kommission zufolge nur ein geringes Einkommen, also weniger als zwei Drittel des mittleren Einkommens im jeweiligen Mitgliedsstaat. Die Zahl der Arbeitnehmer unter der Armutsgrenze sei auf 9,6 Prozent im Jahr 2018 gestiegen, von 8,1 Prozent im Jahr 2005.

Sechs Mitgliedsstaaten haben dem Kommissar zufolge derzeit keine gesetzliche festgelegten Mindestlöhne - dies seien meist Länder wie Schweden und Dänemark mit einem höheren Lohnniveau. Wenn die Gehälter in einem EU-Staat ausschließlich von den Tarifpartnern ausgehandelt würden, müssten diese Länder nach den Vorstellungen der Kommission auch keine Mindestlöhne einführen.

In den kommenden sechs Wochen will die Kommission Schmit zufolge mit den Sozialpartnern über das in Straßburg vorgelegte "Konzept für einen Vorschlag" beraten. Im Sommer wolle sie dann einen ausformulierten Gesetzesvorschlag vorlegen. Die Initiative für faire Mindestlöhne werde damit der erste Schritt, mit dem die Kommission unter Ursula von der Leyen ein sozialeres Europa schaffen wolle.

Weitere Pläne der Kommission betreffen die Aus- und Weiterbildung der Europäer. "120 Millionen Menschen müssen ausgebildet oder fortgebildet werden", sagte Schmit. Zudem will die Kommission ihrer Mitteilung zufolge gegen die Jugendarbeitslosigkeit vorgehen sowie eine gleiche Bezahlung von Frauen und Männern und die bessere Vermittlung von Behinderten in Arbeitsverhältnisse erreichen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH/ROUNDUP: Pillen werden knapp - Ärzte fordern internationale Lösung (Im 6. (Boerse, 23.01.2020 - 18:12) weiterlesen...

EZB stellt Strategie auf den Prüfstand - Zinstief bleibt zunächst. Erstmals seit 2003 will die Notenbank eine umfassende Überprüfung auf den Weg bringen. Das beschloss der EZB-Rat am Donnerstag nach einem entsprechenden Vorstoß der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde. FRANKFURT - Nach Jahren im Zinstief justiert die Europäische Zentralbank (EZB) ihre geldpolitische Strategie neu. (Wirtschaft, 23.01.2020 - 17:32) weiterlesen...

Ökonomen-Stimmen zur EZB-Zinssitzung. Auch sonst wurde die Geldpolitik nicht verändert. Der EZB-Rat beschloss jedoch eine Überprüfung der geldpolitischen Strategie. FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag wie erwartet ihre Zinsen nicht angetastet. (Boerse, 23.01.2020 - 16:29) weiterlesen...

EZB will Strategieüberprüfung noch 2020 abschließen. "Ich hoffe, dass wir im November oder Dezember über die Strategie entscheiden können", sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag in Frankfurt. Lagarde kündigte ein umfassende Überprüfung an, bei der auch Experten und Wissenschaftler beteiligt werden sollen. FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) will die Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie bis zum Jahresende abschließen. (Wirtschaft, 23.01.2020 - 16:13) weiterlesen...

INDEX-FLASH: Dax und EuroStoxx fallen mit US-Börsen auf Tagestief FRANKFURT/PARIS - Aus anfänglicher Zurückhaltung ist am Donnerstag beim Dax gab zeitgleich um 0,7 Prozent auf 3742,12 Zähler nach. (Boerse, 23.01.2020 - 16:09) weiterlesen...

EZB-Präsidentin sieht Stabilisierung der Konjunktur. Jüngste Konjunkturdaten hätten eine gewisse Stabilisierung des Wirtschaftswachstum gezeigt, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnertag auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Zinsentscheidung der Notenbank. Nach wie vor würden die Gefahren für den wirtschaftlichen Ausblick überwiegen, sagte Lagarde. Diese hätten zuletzt aber an Kraft verloren. FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht eine leichte Verbesserung der konjunkturellen Lage in der Eurozone. (Wirtschaft, 23.01.2020 - 15:18) weiterlesen...