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Umweltpolitik, EU

Sie liegen in Parks und verpesten die Weltmeere: Wegwerfprodukte aus Plastik.

02.07.2021 - 05:17:27

Wandel im Handel - Deutschland setzt EU-Verbot von Plastikartikeln um. Ab diesem Samstag greift ein EU-weites Verbot, das Plastikgeschirr und andere Einwegartikel aus dem Verkehr ziehen soll.

nicht immer ideal

Die Ersatzprodukte, die nun schon länger in den Regalen stehen, sind etwa Gabeln aus Bambus oder Strohhalme aus Papier. Nicht immer seien das gesunde Optionen, warnen Verbraucherschützer. Zum Teil seien Alternativ-Bestecke und Gefäße mit Chemikalien belastet und auch nicht vollständig biologisch abbaubar, kritisierte kürzlich etwa der europäische Verbraucherverband BEUC.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband weist auf seiner Webseite noch auf weitere Hürden hin. So sorge etwa die naheliegende Idee, Plastik einfach durch Papier zu ersetzen, zur Abholzung von Wäldern, die für den Klimaschutz eine Schlüsselrolle einnehmen. Von Aluminiumschalen rät die Zentrale wegen des hohen Energieverbrauchs ab.

Also alles doch viel komplizierter als gedacht? Umweltministerin Schulze betont immer wieder, dass es auch eine Frage der Mentalität sei, die sich ändern müsse. Die beste Alternative sei es, gar nicht erst auf Einwegprodukte zuzugreifen und Produkte mehrmals zu verwenden, sagt die Ministerin.

Eine gesetzliche Grundlage, die diesem Umdenken auf die Sprünge helfen soll, hat Schulze während ihrer Amtszeit noch auf den Weg gebracht: Ab 2023 werden Caterer, Lieferdienste und Restaurants in Deutschland dazu verpflichtet werden, neben Einwegartikeln auch Mehrwegbehälter als Alternative anzubieten. Ein weiterer Schritt, der den Weg aus der Wegwerfgesellschaft weisen soll.

@ dpa.de