Regierungen, Nordkorea

SEOUL / PJÖNGJANG - Nordkoreas Test einer U-Boot-Rakete von Dienstag war nach eigenen Angaben nicht an die USA gerichtet.

21.10.2021 - 05:27:28

Nordkoreas Außenministerium: Raketentest war nicht an USA gerichtet. Ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang kritisierte die Reaktionen des UN-Sicherheitsrats und der USA auf den Raketentest als "unsinnig", wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag berichtete. Stattdessen handele es sich um einen "rechtmäßigen" Plan zur Stärkung der Selbstverteidigung.

"Es ist eine klare Doppelmoral, dass die Vereinigten Staaten uns anprangern, weil wir dasselbe Waffensystem entwickelt und getestet haben, das sie bereits haben oder entwickeln", wird der Außenministeriumssprecher von KCNA zitiert. Er zweifelte zudem die jüngste Aussage der US-Regierung an, dass man Nordkorea nicht feindselig eingestellt sei.

Nach den jüngsten Raketentest Pjöngjangs waren am Mittwoch Mitglieder des UN-Sicherheitsrats in New York hinter verschlossenen Türen zusammengekommen. "Der Raketenstart (...) ist Teil eines Musters von Provokationen durch Nordkorea", teilten die UN-Botschafter der Ratsmitglieder Frankreich, Irland und Estland am Mittwoch mit. Sie forderten das Land auf, sich an die ihm auferlegten UN-Sanktionen zu halten. Ähnlich äußerten sich auch die Vertreter der USA und Großbritanniens. Eine gemeinsame Stellungnahme gab es aber zunächst nicht.

Nordkoreas Staatsführung ließ am Dienstag bereits zum achten Mal in diesem Jahr eine ballistische Rakete testen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, soll es sich beim jüngsten Flugkörper um eine U-Boot-gestützte ballistische Rakete "neuen Typs" handeln, welche die "Verteidigungstechnologie des Landes auf ein hohes Niveau bringt und die Unterwassereinsatzfähigkeit unserer Marine verbessert".

UN-Resolutionen untersagen Nordkorea den Test von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen können.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Schwesig: Es führt kein Weg an der allgemeinen Impfpflicht vorbei. "Es führt kein Weg mehr an der allgemeinen Impfpflicht vorbei", sagte Schwesig am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin. Zuvor hatte sie an einer Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Lage teilgenommen, bei der auch das Thema Impfpflicht erörtert worden sei. SCHWERIN - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig unterstützt die Pläne des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (beide SPD) für eine Impfpflicht in Deutschland. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 21:40) weiterlesen...

UN-Generalsekretär fordert globalen Impfplan. "Der einzige Ausweg aus einer globalen Pandemie - und aus dieser ungerechten und unmoralischen Situation - ist ein globaler Impfplan", sagte Guterres am Dienstag bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen in New York. Jeder Mensch und jedes Land müssten gleichberechtigten Zugang zu Vakzinen und Behandlungsmöglichkeiten haben. NEW YORK - Angesichts der neuen Corona-Variante Omikron hat UN-Generalsekretär António Guterres eine engere internationale Zusammenarbeit bei den Impfungen gefordert. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 21:02) weiterlesen...

FDP: Vorschläge von Scholz finden 'uneingeschränkte Unterstützung'. "Die Vorschläge von Olaf Scholz in der heutigen Runde waren natürlich mit der FDP abgestimmt. Sie finden unsere uneingeschränkte Unterstützung", hieß es am Dienstagabend aus der Partei. Und: "Wir plädieren gemeinsam dafür, dass die Länder ihre bestehenden Möglichkeiten zur Kontaktbeschränkung nutzen. Zugleich wollen wir pauschale und flächendeckende Lockdowns vermeiden." Scholz hatte in den Stunden zuvor mit Kanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder über das weitere Vorgehen beraten. BERLIN - Die FDP steht hinter Vorschlägen des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) für den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 20:26) weiterlesen...

Biontech-Chef: Impfstoffe werden auch vor Varianten schützen können. Omikron sei nicht die erste Corona-Variante, die aufgetaucht sei, sagte Sahin am Dienstagabend in Mainz vor der Verleihung eines Preises an ihn und seine Frau. MAINZ - Biontech -Chef Ugur Sahin ist zuversichtlich, dass Corona-Impfstoffe auch im Fall von Omikron und folgenden weiteren Virus-Varianten vor schweren Krankheitsverläufen schützen werden. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 20:25) weiterlesen...

WHO für Corona-Tests statt Reisebeschränkungen. "Pauschale Reiseverbote werden die internationale Ausbreitung nicht verhindern, und sie stellen eine schwere Belastung für Leben und Existenzgrundlagen dar", erklärte die WHO am Dienstagabend in Genf. Solche Verbote könnten sich sogar negativ auswirken, indem sie Länder davon abhalten, Daten zu melden und auszutauschen. GENF - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die von der EU und anderen Ländern verhängten Reisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Variante Omikron kritisiert. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 20:05) weiterlesen...

Hessen verschärft massiv die Corona-Maßnahmen. "Wir stehen vor einer sehr, sehr ernsten Situation", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag in Wiesbaden nach einer Bund-Länder-Besprechung. Die Kontakte müssten deutlich eingeschränkt werden. Es gebe noch immer zu viele ungeimpfte Menschen. WIESBADEN - Angesichts der angespannten Lage verschärft Hessen erneut massiv die Corona-Regeln. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 19:18) weiterlesen...