Siemens-Arbeitnehmer, Folgen

Seit Jahren wird über die Digitalisierung diskutiert, bei Siemens gibt es dazu nun erstmals eine größere Studie.

13.07.2018 - 21:23:43

Siemens-Arbeitnehmer lassen Folgen der Digitalisierung erforschen

Im Auftrag der IG Metall und des Gesamtbetriebsrats haben die Hans-Böckler-Stiftung und das unabhängige IMU-Institut mögliche Folgen für den Konzern erforscht. Die Autoren sprachen dazu mit Führungskräften und Betriebsräten und analysierten interne Dokumente, so der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

Demnach dürfte die Beschäftigtenzahl bei Siemens in Deutschland weitgehend stabil bleiben. Die heimischen Standorte könnten sogar wettbewerbsfähiger werden, weil sie über spezielles Know-how verfügen und höhere Umsätze erzielen können, so die Studie. "Der Konzern ist also gut beraten, die vorhandenen Werke zu erhalten oder sogar noch ausbauen", interpretiert IG- Metall-Finanzchef Jürgen Kerner die Ergebnisse. Schwierig werde es dagegen bei einfachen Arbeiten, etwa von Staplerfahrern oder Verwaltungsjobs. Hier dürften "zahlreiche Arbeitsplätze wegfallen". Allerdings könne der Effekt ausgeglichen oder gemindert werden, wenn das Personal umgeschult oder verrentet werde. Auch Maschinenüberwacher würden künftig weniger gebraucht ? weil die Software das selbst erledigt. Die härtesten Einschnitte erwarten die Wissenschaftler bei den Arbeitsbedingungen. Bei Siemens würden künftig komplette Abteilungen und Hierarchieebenen wegfallen und die Mitarbeiter stattdessen immer wieder zu neuen, flexiblen Teams zusammengespannt werden.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Ifo-Handelsexperte hält US-Strafzölle für verkraftbar Der Ifo-Handelsexperte Gabriel Felbermayr erwartet zwar, dass auch deutsche Firmen die Auswirkungen des US-chinesischen Handelsstreits spüren werden, hält sie aber für verkraftbar. (Wirtschaft, 18.09.2018 - 17:28) weiterlesen...

Porsche steigt bei Schweizer Start-up WayRay ein Der Automobilhersteller Porsche steigt als strategischer Lead-Investor bei dem Schweizer Technologie-Unternehmen WayRay ein. (Wirtschaft, 18.09.2018 - 16:54) weiterlesen...

Atomaufsicht fordert Sanierungskonzept für Neckarwestheim II Das Atomkraftwerk GKN II (Neckarwestheim) darf erst dann wieder ans Netz gehen, wenn der Betreiber EnBW ein Sanierungskonzept für die Dampferzeuger umgesetzt hat. (Wirtschaft, 18.09.2018 - 16:53) weiterlesen...

Brüssel verschärft Kartell-Ermittlungen gegen deutsche Autobauer Die EU-Kommission verschärft ihre Kartell-Ermittlungen gegen die deutschen Autobauer BMW, Daimler und den VW-Konzern. (Wirtschaft, 18.09.2018 - 10:29) weiterlesen...

Volkswagen und Daimler legen 5,6 Millionen Software-Updates vor Drei Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals haben allein Volkswagen und Daimler insgesamt 5,6 Millionen Software-Updates beim Kraftfahrtbundesamt vorgelegt. (Wirtschaft, 18.09.2018 - 09:27) weiterlesen...

Zoll stellt zahlreiche Verstöße gegen Mindestlohngesetz fest Der Zoll hat bei einer bundesweiten Kontrolle der Einhaltung der Mindestlohnregelungen Hunderte Verstöße festgestellt. (Wirtschaft, 17.09.2018 - 15:42) weiterlesen...