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Regierungen, Deutschland

SCHENGEN - Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat seine Forderung nach einer baldigen Aufhebung der Corona-Beschränkungen bekräftigt.

08.07.2021 - 15:34:30

Maas bekräftigt Corona-Vorstoß: Normalität in wenigen Wochen. In wenigen Wochen sei der Zeitpunkt erreicht, an dem alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. "Wenn das der Fall ist, gibt es keinen Grund mehr, keinen haltbaren Grund mehr, die Allgemeinheit mit Einschränkungen, wie wir sie aus der Vergangenheit kennen, zu belasten", sagte Maas am Donnerstag bei einem Besuch an der Grenze zu Luxemburg.

Wer geimpft sei, nehme niemandem mehr ein Intensivbett oder ein Beatmungsgerät weg. "Und deswegen wird es so sein müssen, dass die Beschränkungen fallen, wenn wir allen ein Impfangebot gemacht haben und die Menschen diese Angebote auch in Anspruch genommen haben."

Maas hatte diese Forderung bereits am Dienstag geäußert und mit August auch einen möglichen Zeitpunkt für die Aufhebung von Beschränkungen genannt. Er hat dafür zwar viel Zustimmung aus Union und FDP bekommen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) äußerten sich aber zurückhaltend. "Jetzt Zeitpunkte zu nennen, halte ich für schwierig", sagte Spahn dem Deutschlandfunk. Lambrecht sprach sich dafür aus, grundlegende Schutzvorgaben vorerst beizubehalten. "Auch eine Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Weitergabe des Virus", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Maas betonte dagegen: "Wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben." Es könne nicht sein, "dass wir in Zukunft uns weiter einschließen, Kontakte verbieten, Geschäfte zumachen. Im Übrigen sehe ich auch keinen Grund dafür, auch nicht in der Sache, wenn 70, 80 Prozent geimpft sind und gar nicht erkranken können in der Regel."

@ dpa.de

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