Regierungen, Deutschland

ROSTOCK / ERFURT - Tausende haben am Montagabend in deutschen Städten gegen Corona-Maßnahmen protestiert.

13.12.2021 - 22:40:01

Proteste gegen Corona-Maßnahmen in mehreren deutschen Städten. In Rostock etwa gingen nach Angaben der Polizei knapp 3000 Menschen auf die Straße. Abstandsgebote und Maskenpflicht wurden bei einem Marsch durch die Innenstadt kaum eingehalten. In Magdeburg versammelten sich etwa 3500 Menschen, in Gummersbach rund 500.

ROSTOCK/ERFURT - Tausende haben am Montagabend in deutschen Städten gegen Corona-Maßnahmen protestiert. Trotz eines Verbots zogen in Mannheim nach Schätzungen der Polizei bis zu 2000 Menschen ohne Masken und ohne Abstand durch die Stadt. Ein Sprecher sagte, rund 800 von ihnen hätten es geschafft, ins Zentrum vorzudringen. Erst als die Polizei sehr starke Kräfte zusammengezogen habe, habe sich die Lage allmählich beruhigt. Drei Polizisten seien leicht verletzt worden, als eine Gruppe versucht habe, eine Polizeikette zu durchbrechen.

In Rostock gingen nach Angaben der Polizei knapp 3000 Menschen auf die Straße. Abstandsgebote und Maskenpflicht wurden bei einem Marsch durch das Zentrum kaum eingehalten. In Magdeburg versammelten sich etwa 3500 Menschen, in Gummersbach rund 500.

In Thüringen waren der Polizei rund 14 Versammlungen mit Hunderten Teilnehmern bekannt. Ein Sprecher sagte, an verschiedenen Orten seien der Einsatz von Pyrotechnik sowie Rangeleien festgestellt worden.

In Sachsen ging die Polizei am Abend in mehreren Orten gegen Proteste vor. In Freiberg kesselte die Polizei rund 100 Menschen in der Nähe eines Supermarktparkplatzes zunächst ein, musste die Protestierenden dann aber doch weiter gehen lassen. Aufgrund der Nähe zu den Geschäften sei nicht festzustellen gewesen, ob es sich bei den Personen um Teilnehmer oder um Kunden der Märkte handelte, sagte ein Sprecher der Polizei. Damit sei der Kessel rechtswidrig gewesen. In Dresden stellte die Polizei in der Innenstadt rund 100 Personen fest. Bei einem Dutzend konnten die Identitäten geklärt werden. Es sollen Ordnungswidrigkeitsverfahren eröffnet werden.

Teils werden Proteste von Gegnern staatlicher Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung angemeldet und Auflagen eingehalten. Teils werden Verbote und Regeln aber auch gezielt missachtet. Politiker, Polizei und Verfassungsschützer hatten sich zuletzt besorgt über eine Radikalisierung gezeigt, insbesondere im extremistischen Teil der Protestierenden. Nach Einschätzung von Experten mischen bei den Protesten auch rechtsextreme Gruppen mit, die seit Jahren auch gegen Migration und staatliche Strukturen mobilisieren. Bei solchen Protesten waren in den vergangenen Wochen wiederholt auch Journalisten beschimpft oder attackiert worden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Baerbock in Kiew - Treffen mit Vertretern der OSZE-Beobachtermission. Neben Gesprächen mit deutschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mission war in Kiew auch ein Treffen mit dem Sonderbeauftragten des OSZE-Vorsitzes in der Ukraine, Mikko Kinnunen, geplant. Anschließend wollte Baerbock das Denkmal für die "Himmlische Hundertschaft" am Maidan im Zentrum Kiews besuchen. Dort wird der Toten der proeuropäischen Revolution von 2014 gedacht. KIEW - Außenministerin Annalena Baerbock hat sich zu Beginn ihres Antrittsbesuchs in der Ukraine mit Vertretern der dortigen Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) getroffen. (Wirtschaft, 17.01.2022 - 09:46) weiterlesen...

Bericht: Johnson sagt wegen 'Partygate' vor interner Ermittlerin aus. Der Regierungschef habe der hohen Beamtin Sue Gray Rede und Antwort gestanden, schrieb die Zeitung "Daily Telegraph" am Montag. LONDON - Begleitet von neuen Vorwürfen in der "Partygate"-Affäre hat der britische Premierminister Boris Johnson einem Bericht zufolge vor einer internen Ermittlerin ausgesagt. (Wirtschaft, 17.01.2022 - 09:18) weiterlesen...

Geburten in China sinken erneut - Bevölkerung wächst kaum noch. Wie das Pekinger Statistikamt am Montag berichtete, wuchs die chinesische Bevölkerung im abgelaufenen Jahr um 480 000 Menschen. Die Gesamtbevölkerung wurde mit 1,4126 Milliarden angegeben. Die Zahl der Geburten ging laut der offiziellen Angaben erneut drastisch um 11,5 Prozent auf 10,62 Millionen zurück. Damit rutschte auch die Geburtenrate im bevölkerungsreichsten Land mit 7,52 Neugeborenen auf 1000 Menschen weiter ab. Sie lag so niedrig wie seit mindestens 1978 nicht mehr. PEKING - Chinas Bevölkerung ist 2021 erneut nur noch sehr langsam gewachsen. (Wirtschaft, 17.01.2022 - 07:41) weiterlesen...

Scholz reist nach Spanien - Gespräche über Corona-Bekämpfung. In Madrid wird er von Ministerpräsident Pedro Sánchez zu einem Gespräch und Mittagessen empfangen. Zu den Hauptthemen zählt die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Spanien ist nach Frankreich, Polen und Italien das vierte Land, in dem Scholz einen Antrittsbesuch absolviert. Außerdem hatte der SPD-Politiker sich im Dezember in Brüssel bei der Europäischen Union und der Nato vorgestellt. BERLIN - Bundeskanzler Olaf Scholz bricht am Montag zu seiner ersten Auslandsreise dieses Jahres nach Spanien auf. (Wirtschaft, 17.01.2022 - 06:35) weiterlesen...

Debatte über Impfpflicht - Ändert Omikron die Spielregeln?. "Omikron ändert die Spielregeln", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag, Stephan Thomae, der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). "Es ist jetzt nicht an der Zeit, einfach nur irgendetwas zu tun und möglichst harte Maßnahmen zu beschließen, nur um Handlungsbereitschaft zu beweisen. BERLIN - Die rasante Ausbreitung der zumeist mit eher milden Krankheitsverläufen verbundenen Omikron-Variante bestärkt Kritiker einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in ihren Bedenken. (Wirtschaft, 17.01.2022 - 06:34) weiterlesen...

Nordkorea setzt Raketentests fort. Am Montag seien zwei Raketen vom Sunan-Flughafen in der Hauptstadt Pjöngjang nach Osten in Richtung des Meers abgefeuert worden, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Dabei habe es sich vermutlich um ballistische Raketen von kurzer Reichweite gehandelt. UN-Resolutionen untersagen der selbst erklärten Atommacht Nordkorea die Erprobung ballistischer Raketen, die je nach Bauart auch einen Nuklearsprengkopf tragen können. SEOUL - Trotz neuer US-Sanktionen setzt Nordkorea seine Raketentests fort. (Wirtschaft, 17.01.2022 - 06:34) weiterlesen...