Regierungen, Italien

ROM - Italiens Ministerpräsident Mario Draghi hat nach dem Ende des Gipfeltreffens der 20 großen Wirtschaftsnationen die Ergebnisse verteidigt.

31.10.2021 - 19:04:26

Italiens Regierungschef Draghi verteidigt Ergebnisse des G20-Gipfels. "Dieser Gipfel war ein Erfolg", sagte der 74-Jährige auf der Abschluss-Pressekonferenz am Sonntagabend in Rom und hob das Bekenntnis der G20 zu dem Ziel von 2015 hervor, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Auch mit der Zusage, die Finanzierung der Kohle zur Stromgewinnung zu beenden, habe man ein wichtiges Ziel erreicht.

Klimaschützer zeigten sich von dem Ergebnis des zweittätigen Gipfels der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) in Rom dagegen enttäuscht. Die Abschlusserklärung enthält weder für die wichtige Kohlendioxidneutralität noch für den Ausstieg aus der Kohleverstromung ein konkretes Zieldatum. UN-Generalsekretär António Guterres, der am Sonntag vom G20- zum Klimagipfel in Glasgow weiterreiste, twitterte: "Ich verlasse Rom mit unerfüllten Hoffnungen

- aber wenigstens sind sie nicht beerdigt". Die G20-Gruppe ist für 80

Prozent der Emissionen weltweit verantwortlich.

Draghi sah in dem Gipfeltreffen eine Rückkehr zur Zusammenarbeit zwischen den Staaten. Einige Länder seien anfangs nicht gewillt gewesen, von ihren Positionen abzurücken, man habe sie aber dennoch "mit der richtigen Sprache" überzeugen können. Ohne Zusammenarbeit gehe man bei Themen wie Klima und Gesundheit nirgendwo hin. "Wir können das nicht alleine gewinnen", sagte der frühere Chef der Europäischen Zentralbank.

Die G20 will etwa für eine bessere Verteilung von Corona-Impfstoffen in der Welt sorgen, wie aus der Abschlusserklärung hervorgeht. Dies soll dabei helfen, das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erreichen, bis Jahresende 40 Prozent der Bevölkerung "in allen Ländern" zu impfen und bis Mitte 2022 eine Impfrate von 70 Prozent zu erreichen.

@ dpa.de

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