Haushalt, Steuern

ROM - Die italienische Regierung hält an ihren umstrittenen Haushaltsplänen für kommendes Jahr fest.

10.10.2018 - 17:09:36

Rom hält an umstrittenen Haushaltsplänen fest. Die Regierung wolle das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen und werde alles dafür tun, sagte Finanzminister Giovanni Tria am Mittwoch im Haushaltsausschuss des Parlaments.

ROM - Die italienische Regierung hält an ihren umstrittenen Haushaltsplänen für kommendes Jahr fest. Die Regierung wolle das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen und werde alles dafür tun, sagte Finanzminister Giovanni Tria am Mittwoch im Haushaltsausschuss des Parlaments. "Wir dürfen aber nicht denken: Wir haben das Vertrauen nicht, also setzen wir auch keinen Haushalt des Wachstums um."

ROUNDUP: 600 Zusagen für Russlandtag - Moskau schickt Vize-Industrieminister

SCHWERIN - Für den Russlandtag kommende Woche in Rostock haben sich wie beim Treffen vor zwei Jahren rund 600 Wirtschaftsvertreter angemeldet. Das Interesse auf beiden Seiten sei groß, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei in Schwerin am Mittwoch. Ein Wermutstropfen: Der russische Industrie- und Handelsminister Denis Manturow sagte seine Teilnahme ab. Darüber hatte zuvor der Sender NDR1 Radio MV berichtet. Stattdessen werde nun sein Stellvertreter Vasily Sergeevich Osmakov erwartet. Manturow, der 2016 nach Mecklenburg-Vorpommern gereist war, habe aus nachvollziehbaren Gründen wegen eines wichtigen Regierungstermins abgesagt, erklärte der Sprecher.

USA: Erzeugerpreise steigen schwächer als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Erzeugerpreise schwächer gestiegen als erwartet. Das Preisniveau auf Produzentenebene legte im September um 2,6 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat zu, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt eine Rate von 2,7 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Preise um 2,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Erzeugerpreise wie erwartet um 0,2 Prozent.

ROUNDUP 2: IWF sieht Finanzmärkte stabiler, aber dennoch anfällig

NUSA DUA - Aus Sorge vor einer neuen Finanzkrise und einem wachsendem Wohlstandsgefälle warnt der Internationale Währungsfonds (IWF) vor einer Lockerung der Regeln für die Finanzmärkte. Unter der geltenden Regulierung seien die Märkte und Finanzinstitute zehn Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise stärker als zuvor, sagte Tobias Adrian, Direktor für Geld- und Kapitalmärkte beim IWF, am Mittwoch in Nusa Dua (Indonesien). Allerdings seien neue Risiken hinzugekommen, etwa extrem hohe Immobilienpreise in Weltstädten wie London oder New York.

Merkel will Zusammenarbeit mit Chile ausbauen - Energie und Rohstoffe

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Chile intensivieren. Beide Staaten könnten im Bereich der erneuerbaren Energien und der Rohstoffe mehr tun, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem chilenischen Präsidenten Sebastian Pinera. "Chile verfügt über sehr große Rohstoffvorkommen im Bereich Silizium und auch im Bereich Kupfer." Die EU arbeite auch an einer Erneuerung des Handelsabkommens mit Chile und Deutschland unterstütze dies. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Chiles innerhalb der Europäischen Union.

Großbritannien: Wirtschaft stagniert im August

LONDON - Die britische Wirtschaft ist im August nicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe im Vergleich zum Vormonat stagniert, teilte das britische Statistikamt National Statistics am Mittwoch in London mit. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,1 Prozent erwartet. Allerdings war die britische Wirtschaft im Vormonat mit 0,4 Prozent etwas stärker gewachsen als zunächst ermittelt.

Großbritannien: Industrieproduktion steigt stärker als erwartet

LONDON - In Großbritannien hat die Industrieproduktion im August stärker als erwartet zugelegt. Die Produktion sei um 0,2 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Mittwoch in London mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

Frankreichs Industrie steigert Produktion dritten Monat in Folge

PARIS - Die französische Industrie hat ihre Produktion im August den dritten Monat in Folge ausgeweitet. Die Fertigung habe im Monatsvergleich um 0,3 Prozent zugelegt, teilte das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mit. Analysten hatten zwar einen Zuwachs erwartet, aber im Schnitt nur um 0,1 Prozent. Der Anstieg im Juli wurde außerdem nachträglich von 0,7 auf 0,8 Prozent angehoben.

Bund unterstützt Länder weiterhin bei Flüchtlingskosten

BERLIN - Der Bund will den Ländern bei den Kosten der Aufnahme von Asylbewerbern weiterhin finanziell unter die Arme greifen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin eine Verlängerung der Hilfen für ein weiteres Jahr. Pro Asylbewerber und Monat erhalten die Länder demnach 670 Euro pro Monat, wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte. Für jeden abgelehnten Bewerber bekommen sie demnach ebenfalls 670 Euro. Unter dem Strich betrage die weitere Beteiligung des Bundes in diesem Jahr 1,6 Milliarden Euro. Für das kommende Jahr sei eine Abschlagszahlung an die Länder von 482 Millionen Euro geplant, die Integrationspauschale solle auf rund 2,4 Milliarden Euro steigen. Außerdem übernehme der Bund weiterhin die Kosten der Kommunen für die Unterkunft und deren Beheizung bei anerkannten Asylbewerbern.

Brexit: Regierung will Firmen Wechsel der Rechtsform erleichtern

BERLIN - Die Bundesregierung hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das Firmen nach britischem Recht die Niederlassungsfreiheit in Deutschland auch nach dem EU-Austritt Großbritanniens sichert. Einen entsprechenden Gesetzentwurf beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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Keine Parlamentsmehrheit für vollständige Soli-Abschaffung. Die Mehrheit des Parlaments stimmte am Donnerstagabend gegen entsprechende Forderungen von FDP und AfD - auch mit den Stimmen der Unionsfraktion. Dabei hatte der CDU-Parteitag in der vergangenen Woche noch beschlossen, den Soli bis Ende 2021 vollständig abzuschaffen. BERLIN - Der Bundestag hat einem vollständigen Abbau des Solidaritätszuschlags eine Absage erteilt. (Wirtschaft, 13.12.2018 - 20:26) weiterlesen...