Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Italien

ROM - Die großen Industrienationen (G20) wollen auf ihrem Gipfel am Wochenende in Rom neue Versprechen im Klimaschutz abgeben, sind aber noch uneins über konkrete Ziele.

28.10.2021 - 05:58:29

G20-Gruppe verspricht raschen Klimaschutz - aber streitet über Ziele. In einem Entwurf des Abschlusskommuniqués, der der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorlag, wird zu "sofortigem Handeln" aufgerufen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Strittig ist aber, ob sich die G20 auch zu einem gemeinsamen Ziel für Netto-Null-Emissionen von Treibhausgasen oder Kohlendioxid-Neutralität bis 2050 bekennen wird. Klimaschützer zeigten sich enttäuscht von dem Textentwurf: Dieser bleibe zu vage.

In dem Dokument steht das Zieljahr 2050 noch in Klammern. So hat sich auch China als der mit Abstand größte Produzent von Kohlendioxid bisher nur dazu bekannt, bis 2060 kohlendioxidneutral werden zu wollen. Netto-Null bedeutet, dass alle Treibhausgas-Emissionen durch Maßnahmen zur Reduktion wieder aus der Atmosphäre entfernt werden müssen. Damit wäre die Menschheit klimaneutral und die globale Temperatur würde sich Forschern zufolge vermutlich stabilisieren. Die G20-Staaten sind für mehr als 75 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

Die Staats- und Regierungschefs wollen bei ihrem Gipfel in Rom auch das Weltklimatreffen (COP26) vorbereiten, das am Sonntag im schottischen Glasgow beginnt. Dort soll darüber beraten werden, wie das 2015 im Pariser Klimaabkommen formulierte Ziel erreicht werden kann, die gefährliche Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Entwicklungsorganisationen forderten neue Zusagen der G20. "Wir brauchen ein starkes Signal, damit die Weltklimakonferenz auf das richtige Gleis kommt und nicht gleich in einer Sackgasse endet", sagte Jörn Kalinski von Oxfam. "Wir müssen runter mit den Emissionen und rauf mit der Klimafinanzierung." Friederike Meister von der Bewegung Global Citizen sagte, "der G20-Gipfel stellt die Weichen für Erfolg oder Misserfolg der Klimakonferenz". Als "weltweit größte Umweltverschmutzer" trügen die G20-Staaten besondere Verantwortung.

Strittig ist in dem Entwurf auch, ob sich die G20 dazu verpflichten will, schon "in den 2020er Jahren" weitere Maßnahmen zu ergreifen, nationale Aktionspläne zu formulieren, umzusetzen und regelmäßig zu überprüfen. Aus Sicht von Klimaschützern wäre solch ein beschleunigtes Handeln erforderlich.

"Der Textentwurf drückt leider nicht die notwendige Entschlossenheit aus", kritisierte der Klimaexperte Jan Kowalzig von Oxfam. "Die G20-Staaten sollten alle Alarmglocken läuten, dass ihre eigene Zögerlichkeit den Planeten zu verbrennen droht." Zwar werde die Lücke zwischen dem 1,5-Grad-Ziel und den Aktionsplänen anerkannt, "aber der Aufruf zu mehr Klimaschutz ist zu unverbindlich und zu unkonkret". Der Gipfel müsse eigentlich "das deutliche Signal" senden, dass alle G20-Staaten verbindlich bis nächstes Jahr ihre Klimaschutzbeiträge noch einmal gründlich nachbessern werden - und dafür dann auf der Weltklimakonferenz in Glasgow auch alle übrigen Länder gewinnen.

In dem Entwurf bekräftigt die G20-Gruppe ihr Ziel eines "weitgehend" kohlendioxidfreien Stromsektors in den 2030er Jahren. Ursprünglich war nach dpa-Informationen allerdings von einer "überwältigenden" Mehrheit des Stromsektors die Rede, der kohlendioxidfrei sein sollte. Die Staaten wollen demnach "ihr Äußerstes tun", um den Bau neuer Kohlekraftwerke zu vermeiden, wobei aber Ausnahmen zugelassen werden, indem "nationale Umstände berücksichtigt werden".

Anerkannt wird, dass "die Kluft" zwischen den vorgelegten Aktionsplänen und den Zielen von Paris geschlossen werden müsse. So reichen die Anstrengungen der Staatengemeinde nach einem jüngsten UN-Bericht bei Weitem nicht dafür aus. Mit den jüngsten Klima-Versprechen der Länder würden die Treibhausgase bis 2030 nur um 7,5 Prozent verringert. Für das 1,5-Grad-Ziel würden aber 55 Prozent benötigt - für 2 Grad noch immer 30 Prozent.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Südafrika kündigt Impfpflicht für bestimmte Bereiche an. JOHANNESBURG - Nach der Entdeckung der Omikron-Virusvariante sowie einem ungewöhnlich starken Anstieg der Neuinfektionszahlen verschärft Südafrika seine Corona-Maßnahmen. Präsident Cyril Ramaphosa stellte am Sonntagabend in einer TV-Rede unter anderem eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche vor, die aber noch bestimmt würden. Trotz weiterer Versammlungsrestriktionen zum Jahresende ließ er die bisherige niedrige Alarmstufe zunächst bestehen. Er kritisierte die zahlreichen Reiserestriktionen gegen Südafrika als wissenschaftlich unbegründet und rief zur Aufhebung auf. Südafrika kündigt Impfpflicht für bestimmte Bereiche an (Boerse, 28.11.2021 - 19:58) weiterlesen...

EU-Länder wollen härter gegen Schleuser am Ärmelkanal vorgehen. Großbritannien, das Ziel der mit kleinen Booten übersetzenden Flüchtlinge ist, wurde zur Schaffung legaler Migrationswege aufgerufen, sagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin am Sonntagabend nach dem Treffen in Calais. Außerdem müsse Großbritannien die illegale Beschäftigung von Flüchtlingen erschweren. Vor einigen Tagen starben im Ärmelkanal 27 Menschen auf dem Weg nach Großbritannien, weil ihr Boot kenterte. CALAIS - Bei einem Krisentreffen zur Migration über den Ärmelkanal haben Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland einen härteren Kampf gegen Schleuser vereinbart. (Wirtschaft, 28.11.2021 - 19:21) weiterlesen...

Spanien lässt nur noch Geimpfte aus Großbritannien einreisen. Das geht aus einer am Sonntag im Amtsblatt veröffentlichten Verordnung des Innenministeriums in Madrid hervor. Bisher wurden bei Reisenden aus Großbritannien genauso wie etwa aus Deutschland Einreisenden auch ein Nachweis über eine Genesung von einer Corona-Erkrankung oder ein negatives Testergebnis akzeptiert. "Das Auftreten neuer Varianten des Erregers der Krankheit zwingt in diesen Zeiten zu verschärften Reisebeschränkungen", heißt es in der Verordnung. MADRID - Spanien wird wegen der neuen Virusvariante Omikron ab Mittwoch aus Großbritannien nur noch vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte einreisen lassen. (Boerse, 28.11.2021 - 19:18) weiterlesen...

Schweizer wollen 3G-Zertifikat laut Hochrechnung beibehalten. Laut der Rechnung des öffentlich-rechtlichen Senders SRF unterstützten am Sonntag 63 Prozent der Wählerinnen und Wähler den 3G-Nachweis, der in der Gastronomie, bei Veranstaltungen und in Freizeiteinrichtungen vorgezeigt werden muss. BERN - Bei einer Volksabstimmung über das Schweizer Covid-Zertifikat haben Corona-Maßnahmengegner nach einer ersten Hochrechnung eine Niederlage erlitten. (Wirtschaft, 28.11.2021 - 18:04) weiterlesen...

ROUNDUP/Giffey: Rot-grün-roter Koalitionsvertrag für Berlin steht. "Es gibt eine politische Einigung über alle noch offenen Punkte im Koalitionsvertrag für die Bildung einer neuen Berliner Landesregierung", schrieb die designierte Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Sonntag auf Instagram. "Ich bin erleichtert" so Giffey. BERLIN - Nach rund fünf Wochen intensiver Gespräche steht der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und Linken in Berlin. (Wirtschaft, 28.11.2021 - 17:39) weiterlesen...

Schwierige Verhandlungen über mehr Geld für Länder-Beschäftigte. Nach Angaben der Arbeitgeberseite kam "Bewegung" in die Gespräche. Ein Abschluss noch am Sonntagabend galt zwar als möglich, aber auch eine Verlängerung der Verhandlungen bis in den Montag war nicht ausgeschlossen. POTSDAM - In der möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde über mehr Geld für mehr als eine Million Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Länder sind Gewerkschaften und Arbeitgeber am Sonntag zunächst nicht zu einem Ergebnis gekommen. (Wirtschaft, 28.11.2021 - 17:37) weiterlesen...