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Haushalt, Steuern

RODEZ - Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat eine öffentliche Debatte zur geplanten Rentenreform gestartet.

03.10.2019 - 20:55:25

Macron startet öffentliche Debatte zur Rentenreform. Im südfranzösischen Rodez sagte der 41-Jährige vor Hunderten Bürgern, er wolle einen direkten Austausch zu der Reform, die im Land Proteste auslöst.

Das Projekt gilt als wichtigste Sozialreform in der noch bis 2022 dauernden Amtszeit Macrons. Das neue System soll von 2025 an eingeführt werden und die Zersplitterung in Einzelsysteme für bestimmte Berufsgruppen beenden. Arbeitnehmer sollen auch dazu gebracht werden, länger zu arbeiten. Beschäftigte hatten bereits gegen die Reform gestreikt, so war im September die Pariser Metro weitgehend lahmgelegt worden.

"Unser Land hat mit der "Gelbwesten-Krise" einen schwierigen Augenblick durchgemacht", sagte Macron mit Blick auf die Proteste, die Ende vergangenen Jahres und Anfang 2019 Frankreich erschüttert hatten. Die Anhänger hatten gegen die Reformpolitik Macrons protestiert, dabei war es auch zu schweren Ausschreitungen gekommen. Macron hatte angesichts der Proteste öffentliche Debatten in den Regionen veranstaltet und danach Zugeständnisse vorgelegt - dazu gehören Steuererleichterungen.

Arbeitnehmer können in Frankreich aktuell mit 62 Jahren in Rente gehen. Eine Rente ohne Abzüge gibt es bei einem Renteneintritt vor 67 Jahren aber nur, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Wer 1961 geboren wurde, muss dafür beispielsweise 42 Jahre rentenversichert gewesen sein oder bestimmte Ausnahmekriterien erfüllen.

@ dpa.de

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