Regierungen, Brasilien

RIO DE JANEIRO - Im brasilianischen Amazonasgebiet sind nach Daten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) im Juni mehr als 2500 Brände verzeichnet worden.

01.07.2022 - 21:36:26

Schlimmste Juni-Brände in Brasiliens Amazonasgebiet seit 15 Jahren. Dies ist der höchste Wert an Bränden für den Monat Juni in den vergangenen 15 Jahren. Im Juni 2007 hatte das Inpe 3519 Feuer gezählt. Seitdem blieben die Zahlen im Juni jeweils unter 2000 Bränden - bis 2019.

2019 war das erste Jahr des rechten Jair Bolsonaro als brasilianischer Präsident. Er geriet wegen verheerender Brände wiederholt heftig in die Kritik. Umweltschützer werfen ihm vor, die Brände in Kauf zu nehmen, um neue Flächen für Landwirtschaft, Viehzucht und Bergbau zu erschließen. Zugleich wurden Umwelt- und Kontrollbehörden geschwächt.

"Die Trockenzeit hat kaum begonnen und schon bricht das Amazonasgebiet Rekorde in Sachen Umweltzerstörung. Dies ist nicht verwunderlich, da die Region stark bedroht ist und ein hohes Maß an Illegalität herrscht, das weiterhin große Gebiete und Menschenleben zerstört", sagte Christiane Mazzetti, Sprecherin von Greenpeace Brasilien, einer Mitteilung zufolge. "Es ist an der Zeit, über das Amazonasgebiet nachzudenken, das wir für unsere Zukunft brauchen."

Noch stärker als der Amazonas-Regenwald sind allerdings die brasilianischen Savannen im Zentrum des Landes von Abholzung und Brandrodung bedroht. So registrierte das Inpe für den Cerrado sogar mehr als 4200 Brände - die höchste Zahl für Juni seit 2010, als 6 443 Brände festgestellt wurden. Der Cerrado ist die wichtigste Wasserquelle für die meisten Regionen Brasiliens.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Selenskyj: Russland stiftet mit Pipelines nur Unruhe. Als Beispiel verwies er am Freitagabend auf die Ankündigung des russischen Gaskonzerns Gazprom, die Belieferung Deutschlands über die Leitung Nord Stream 1 Ende August für drei Tage einzustellen. Ohne FDP-Vize Wolfgang Kubicki zu nennen, sprach Selenskyj zugleich von "absurden Äußerungen" in Deutschland, Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen. KIEW - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, seine Gaspipelines zur Erpressung zu nutzen. (Boerse, 19.08.2022 - 22:39) weiterlesen...

USA schicken Drohnen und weitere Militärhilfe in die Ukraine. Das geplante Hilfspaket soll unter anderem 15 Überwachungsdrohnen vom Typ ScanEagle, 40 minengeschützte Fahrzeuge und 16 Panzerhaubitzen umfassen, wie das US-Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte. Damit erhöht sich die US-Militärhilfe für die Ukraine seit Beginn der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden auf insgesamt 10,6 Milliarden US-Dollar (rund 10,56 Milliarden Euro). WASHINGTON - Die US-Regierung hat angekündigt, der von Russland angegriffenen Ukraine weitere Militärhilfe in Höhe von rund 775 Millionen US-Dollar (rund 772 Millionen Euro) bereitzustellen. (Wirtschaft, 19.08.2022 - 22:08) weiterlesen...

Nato-Gespräche mit der Türkei im August in Finnland geplant. Das sagte der finnische Außenminister Pekka Haavisto am Freitag bei einer Pressekonferenz. Dort sollten die Diskussionen auf Grundlage des Memorandums, das die drei Staaten kurz vor dem Nato-Gipfel in Madrid im Juni unterschrieben hatten, weitergeführt werden, sagte Haavisto. HELSINKI - Zu Gesprächen über die Norderweiterung der Nato wollen sich Vertreter Finnlands, Schwedens und der Türkei noch im August in Finnland treffen. (Wirtschaft, 19.08.2022 - 18:53) weiterlesen...

Gazprom: Dreitägige Abschaltung von Nord Stream 1 Ende August. MOSKAU - Der russische Energieriese Gazprom hat eine dreitägige Abschaltung der kompletten Gas-Pipeline Nord Stream 1 ab Ende August angekündigt. Aufgrund "einer Reihe routinemäßiger Wartungsarbeiten" werde vom 31. August bis einschließlich 2. September kein Gas in Richtung Deutschland fließen, teilte Gazprom am Freitag mit. Bereits seit Juni sind die Gas-Lieferungen aus Russland stark reduziert. Gazprom: Dreitägige Abschaltung von Nord Stream 1 Ende August (Wirtschaft, 19.08.2022 - 18:36) weiterlesen...

KORREKTUR: Unwettergefahr im Süden - Warnung vor Überflutungen und Erdrutschen (Ortsbestimmung im dritten Satz korrigiert) (Boerse, 19.08.2022 - 18:34) weiterlesen...

Putin und Macron befürworten Inspektion von ukrainischem AKW. In einem Telefonat hätten die beiden Staatschefs bekräftigt, dass Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die Lage vor Ort bewerten sollten, teilte der Kreml am Freitag mit. MOSKAU/PARIS - Russlands Präsident Wladimir Putin und sein französischer Kollege Emmanuel Macron haben sich für eine Inspektion des von Russland besetzten südukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja durch internationale Experten ausgesprochen. (Boerse, 19.08.2022 - 17:17) weiterlesen...