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Strom, Elektroauto

Regierung will E-Autos stärker subventionieren

05.08.2019 - 11:30:00

Auch ohne die in Urlaub weilende Kanzlerin Merkel (CDU) brachte das Kabinett unter Vizekanzler Scholz (SPD) neue Ideen hinsichtlich der Förderung von E-Autos und E-Bikes auf den Weg. Kern der geplanten Gesetzesinitiative ist die höhere Abschreibung von Elektrolieferfahrzeugen, eine Verlängerung der Steuervorteile bei E-Autos sowie eine Verbesserung bei Job-Tickets.

 
Quelle: Pixabay

Absatz für E-Autos nach wie schwach

Trotz der bisherigen steuerlichen Anreize bleibt der Absatz von E-Autos nach wie vor unter den gesteckten Zielen zurück. Auch wenn die Zahlen einen leichten Aufwärtstrend vorweisen, sind die Ziele, welche sich die Bundesregierung gesteckt hatte, lange nicht erreicht. Die Förderung der E-Mobilität, als ein Teil der Einhaltung der Klimaschutzziele, wird Bund, Länder und Kommunen in den nächsten Jahren einige Milliarden Euro  kosten. Genaue Schätzungen sind aktuell nicht möglich, da die Prognosen hinsichtlich der Neuzulassungen keine belastbaren Zahlen liefern können.

Die aktuelle Förderung

Die Steuervorteile für Hybrid- und E-Autos unterscheiden sich bei Privat- und Firmenfahrzeugen. Anstelle der 1-Prozent-Regelung, nach der Arbeitnehmer privat genutzte Firmenwagen bisher versteuern müssen, wurde dieser Satz auf 0,5 Prozent bei E-Autos gesenkt. Der Auslauf der Dienstwagenregelung im Jahr 2021 dürfte für die Zulassungszahlen bei E-Autos und Hybriden kaum förderlich sein. Vor diesem Hintergrund beschloss das Kabinett, die Förderdauer bis auf das Jahr 2030 auszudehnen.

Dienstwagen als Ressource für den Gebrauchtwagenmarkt

Olaf Scholz sieht noch einen weiteren Aspekt, weshalb Dienstwagen weiterhin höher gefördert werden sollen. In der Regel nutzen Arbeitnehmer diese Autos für die Dauer von drei Jahren. Seine Schlussfolgerung ist, je mehr E-Autos als Dienstwagen genutzt werden, um so schneller steigt auch die Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Dieser existiert für E-Autos aktuell so gut wie gar nicht. Der Verband der Automobilindustrie, VdA, konnte zwar mitteilen, dass der Anteil an E-Autos bei Firmenwagen um 58 Prozent im ersten Halbjahr 2019 angestiegen sei. In absoluten Zahlen ist dies jedoch kein Grund zur Freude. Mit 16.900 Pkw hängen E-Autos immer noch deutlich hinter den nach wie vor beliebteren Dieseln hinterher.

In einem wesentlichen Punkt kam der Gesetzgeber Arbeitnehmern schon entgegen. Wer sein Auto auf dem Firmengelände auflädt,  muss den vom Arbeitgeber erhaltenen Strom nicht als geldwerten Vorteil versteuern, sondern kann vollkommen kostenlos "tanken". Die Mehrbelastung für die Haushaltskasse beim Strom durch Aufladen zuhause lässt sich allerdings leichter kompensieren als die Auswahl des günstigsten Treibstoffanbieters.

 
Quelle: Pixabay

Sonderabschreibung für Elektrolieferfahrzeuge

Das Kabinett sieht auch bei den Abschreibungen auf E-Autos Handlungsbedarf. Unternehmen sollen künftig die Möglichkeit einer Sonderabschreibung erhalten. Diese Abschreibung soll im Zeitraum zwischen 2020 und 2030 greifen und einmalig 50 Prozent der Anschaffungskosten betragen.

Ebenfalls bis 2030 soll die kostenlose Überlassung von Dienstfahrrädern, die für private Zwecke genutzt werden, ausgedehnt werden. Ursprünglich sollte diese Frist ebenfalls im Jahr 2021 enden. Neuerungen sind auch bei Job-Tickets geplant. Diese sollen künftig ohne Anrechnung der Kilometerpauschale nur noch mit einer Pauschalsteuer belegt werden.