Arbeitsmarkt, Flächendeckender

Qualifizierte Mitarbeiter in der Metall- und Elektroberufen sind mittlerweile nahezu flächendeckend knapp in Deutschland.

08.12.2018 - 17:09:34

Flächendeckender Fachkräftemangel in Metall- und Elektroberufen

Zwischen Sommer 2017 und Sommer 2018 waren gut 300.000 Jobs ausgeschrieben ? doch für 200.000 davon gab es keinen passenden Arbeitslosen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW). Besonders schwierig sei die Lage dabei in Süddeutschland.

Der Löwenanteil von 94 Prozent der Stellenangebote habe sich dabei an beruflich Ausgebildete, also Gesellen gerichtet. Der Mangel an Akademikern, aber auch an Meistern und Fachwirten sei weit geringer. Ausbaufähig seien vor allem die Potenziale von Frauen, Älteren und internationalen Fachkräften, berichtet die Zeitung weiter. In den meisten Bereichen der Metall- und Elektrobranche liege der Anteil der Frauen im Vergleich zu anderen Branchen extrem niedrig bei vier bis acht Prozent ? quer über alle Berufe seien es dagegen knapp 50 Prozent. Generell hätten die Metall- und Elektrobetriebe im Kampf gegen den Fachkräftemangel ihre Ausbildungsanstrengungen erhöht: Gegenüber 2014 seien sieben Prozent mehr Plätze angeboten worden, berichtet das "Handelsblatt". Wie in der Gesamtwirtschaft seien auch in der Metall- und Elektrobranche zuletzt mehr Lehrstellen unbesetzt geblieben als früher ? je nach Fachbereich zwischen vier und siebeneinhalb Prozent. Damit gehe es der Techniker-Zunft allerdings noch vergleichsweise gut: Quer über alle Berufe blieben 2017 sogar 8,6 Prozent aller Ausbildungsplätze ungenutzt, berichtet die Zeitung.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Verdi-Chef bekräftigt Kritik an Bankenfusion Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hat seine Kritik an einem möglichen Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank bekräftigt. (Wirtschaft, 19.03.2019 - 19:39) weiterlesen...

Lohnlücke wird nicht kleiner - Debatten am Equal Pay Day - Was Frauen verdienen. Alljährlich macht der Equal Pay Day auf die Ungleichheit in der Arbeitswelt aufmerksam. Doch der Tag zeigt vor allem eins: die Diskriminierung geht über den Lohnzettel hinaus. Immer noch gibt es Unterschiede in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen. (Wirtschaft, 18.03.2019 - 17:20) weiterlesen...

«Equal Pay Day» - DGB: Lohnlücke wird nicht kleiner. Dagegen könnte etwas getan werden, meinen Gewerkschaften und Verbände. Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass Frauen zuletzt bei den Löhnen nicht weiter ans Niveau der Männer herangekommen sind. (Wirtschaft, 18.03.2019 - 13:38) weiterlesen...

Kanzleramtschef: Bund schaut bei Bankenfusion auf Arbeitsplätze Die Bundesregierung macht ihre Haltung zu einer Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank vor allem von einem Erhalt von Arbeitsplätzen abhängig. (Wirtschaft, 18.03.2019 - 10:41) weiterlesen...

Gegen Lohnungleichheit - Kundgebung zum «Equal Pay Day» in Berlin Berlin - Am bundesweiten «Equal Pay Day» für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern hat der Deutsche Gewerkschaftsbund zu einer Kundgebung in Berlin aufgerufen. (Wirtschaft, 18.03.2019 - 09:14) weiterlesen...

Verdi-Chef kritisiert Banken-Fusionspläne Der Deutschen Bank und der Commerzbank stehen angesichts der Fusionspläne massive Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft bevor. (Wirtschaft, 18.03.2019 - 08:26) weiterlesen...