Regierungen, USA

PYEONGTAEK - US-Präsident Joe Biden ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Südkorea eingetroffen.

20.05.2022 - 13:54:01

US-Präsident Biden zu Staatsbesuch in Südkorea eingetroffen. Er landete am späten Freitagnachmittag (Ortszeit) mit dem Regierungsflieger Air Force One auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Osan Air Base in Pyeongtak südlich von Seoul. Noch am Abend wollte Biden gemeinsam mit dem neuen südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol eine Produktionsstätte des Elektronikkonzerns Samsung in Pyeongtaek besuchen. Das Unternehmen ist weltweit der Marktführer bei Speicherchips und Smartphones.

Biden betonte, sein Besuch habe zum Ziel, die bereits starke Allianz zwischen Südkorea und den USA weiter zu verstärken. Die Allianz sei "ein Dreh- und Angelpunkt für Frieden, Stabilität und Wohlstand" in der Region, sagte er. Ein großer Teil der künftigen Weltgeschichte werde in den kommenden Jahrzehnten in Raum des Indopazifiks geschrieben werden, betonte Biden.

Samsung ist weltweit der Marktführer bei Speicherchips und Smartphones und will seine Produktion in den USA ausweiten. Nach dem Besuch bei dem Unternehmen sagte Biden, die Corona-Pandemie habe die Schwächen der zeitoptimierten globalen Lieferketten gezeigt, etwa in Bezug auf den Chip-Mangel. Russlands Angriffskrieg in der Ukraine habe zudem deutlich gemacht, dass die Wirtschaft und die nationale Sicherheit nicht von Zulieferern aus "Ländern, die unsere Werte nicht teilen" abhängig sein dürften, betonte Biden.

Am Samstag will Biden bilaterale Gespräche mit Yoon führen, der seit dem 10. Mai im Amt ist. Dabei soll es auch um die angespannte Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel gehen. Nordkorea hat in diesem Jahr bereits mehrfach Raketen getestet, die einen Atomsprengkopf tragen können. Südkorea und die USA befürchten, Nordkorea könnte rund um den Besuch Bidens einen neuen Raketen- oder sogar Atomwaffentest vornehmen.

Am Sonntag will Biden auf dem Luftwaffenstützpunkt in Pyeongtak unter anderem noch mit US-Soldaten und deren Familien zusammentreffen. Im Anschluss wird er nach Japan weiterreisen. Die beiden Staaten sind die wichtigsten US-Verbündeten in Asien.

Biden will mit seiner ersten Asien-Reise als Präsident auch die Bedeutung der Indopazifik-Region für die USA unterstreichen. Biden sieht China als den größten US-Rivalen. Seine Regierung bemüht sich daher auch, sich Chinas Machtstreben in der Region entgegenzustellen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

G7 geschlossen und entschlossen gegen Russland. "Uns eint der Blick auf die Welt, uns eint auch der Glaube an die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit", betonte Bundeskanzler Olaf Scholz am Sonntag nach ersten Beratungen auf dem G7-Gipfel im bayerischen Elmau. Alle G7-Staaten seien besorgt über die gegenwärtigen Krisen, sagte der SPD-Politiker. Doch er zeigte sich optimistisch: "Die G7 sind eine gute Gemeinschaft, um gemeinsame Antworten zu entwickeln auf die Herausforderungen unserer Zeit." Es sei wichtig, dabei entschlossen und geschlossen zu handeln. ELMAU - Die sieben führenden demokratischen Wirtschaftsmächte stellen sich als geschlossene Gemeinschaft dem russischen Präsidenten Wladimir Putin entgegen. (Wirtschaft, 26.06.2022 - 19:15) weiterlesen...

G7 starten globale Infrastruktur-Initiative - Konkurrenz zu China. Bei ihrem Gipfel in Bayern riefen die G7-Staaten am Sonntag formell eine "Partnerschaft für Globale Infrastruktur" ins Leben, wie US-Präsident Joe Biden sagte. Das bereits im vergangenen Jahr angekündigte Vorhaben soll eine Alternative zu dem 2013 von China gestarteten Projekt "Neue Seidenstraße" sein, mit dem das autoritär regierte Land neue Handelswege nach Europa, Afrika, Lateinamerika und in Asien erschließt. ELMAU - Die G7-Gruppe führender demokratischer Industriestaaten will China mit einer globalen Infrastruktur-Initiative Konkurrenz machen. (Wirtschaft, 26.06.2022 - 18:30) weiterlesen...

Johnson sieht US-Demokratie nicht in Gefahr und schweigt zu Trump. "Ich denke, dass die Berichte über den Tod der Demokratie in den Vereinigten Staaten stark übertrieben sind", sagte Johnson am Sonntag in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN am Rande des G7-Gipfels in Bayern. Es habe "einige seltsame und unschöne Szenen" gegeben. "Aber ich glaube nicht, dass die amerikanische Demokratie ernsthaft bedroht ist, ganz im Gegenteil", sagte Johnson. WASHINGTON/ELMAU - Der britische Premierminister Boris Johnson sieht die amerikanische Demokratie trotz der Verwerfungen bei der Präsidentschaftswahl 2020 und der Attacke auf das US-Kapitol nicht in Gefahr. (Wirtschaft, 26.06.2022 - 18:15) weiterlesen...

Bayerns Innenminister verteidigt Umfang des G7-Polizeieinsatzes. Es gehe dabei ja nicht nur um die Demonstrationen, sondern auch um Sicherheitsmaßnahmen vom Flughafen über München und den Weg zum Gipfel, für weitere Staatsgäste und die Abwehr von Terrorgefahr oder Drohnenangriffen, sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Daher sei der Einsatz, der rund 170 Millionen Euro kosten soll, nicht überdimensioniert. GARMISCH-PARTENKIRCHEN - Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat den Umfang des Polizeieinsatzes mit rund 18 000 Beamten rund um den G7-Gipfel verteidigt. (Wirtschaft, 26.06.2022 - 17:24) weiterlesen...

Johnson lobt Deutschlands Unterstützung für die Ukraine. Deutschland wie auch Frankreich hätten beide "erstaunlich viel getan, wenn man bedenkt, wo sie vor Beginn des Konflikts standen", sagte Johnson am Sonntag in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN am Rande des G7-Gipfels in Bayern. Mit Blick auf Kritik aus der Ukraine, Deutschland tue zu wenig, sagte Johnson, man müsse objektiv betrachten, wie weit Bundeskanzler Olaf Scholz das Land gebracht habe hin zu deutlich größeren Verteidigungsausgaben. WASHINGTON/ELMAU - Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Unterstützung Deutschlands für die Ukraine gelobt und gegen Kritik verteidigt. (Wirtschaft, 26.06.2022 - 17:23) weiterlesen...

G7: Klimaschützer werfen Scholz Abkehr von Vereinbarungen vor. Konkret gehe es um die öffentliche Finanzierung fossiler Brennstoffe, sagte die Deutschland-Direktorin der Organisation Global Citizen, Friederike Meister, am Sonntag am Rande des G7-Gipfels im bayerischen Elmau. Entsprechende Informationen erreichten sie aus den laufenden Verhandlungen. ELMAU - Klimaschützer haben Kanzler Olaf Scholz (SPD) vorgeworfen, Vereinbarungen zum internationalen Klimaschutz bei den Verhandlungen zum G7-Gipfel untergraben zu wollen. (Wirtschaft, 26.06.2022 - 17:12) weiterlesen...