Spanien, Italien

PRAG - Spekulationen auf ein Ende des Mindestwechselkurses der tschechischen Krone zwingen die Notenbank Tschechiens offenbar zu immer stärkeren Eingriffen am Währungsmarkt.

07.03.2017 - 11:38:44

Tschechische Devisenreserven auf Rekordniveau. Der Wert der Devisenreserven sei im Februar um 7,8 Prozent auf 111,7 Milliarden US-Dollar gestiegen, teilte die Tschechische Nationalbank am Dienstag in Prag mit. Damit befinden sich die Reserven auf Rekordniveau.

Der jüngste Anstieg weise darauf hin, dass die Währungshüter derzeit laufend am Devisenmarkt intervenieren müssten, um einen selbstgesetzten Mindestwechselkurs der Krone zu verteidigen, sagt Wolfgang Kieners, Experte bei der Bayerischen Landesbank. Die tschechischen Währungshüter haben sich seit November 2013 dazu verpflichtet, eine zu starke Aufwertung der Krone zu verhindern.

Demnach darf ein Euro nicht weniger als 27 Kronen kosten. Die Notenbank hat sich dazu verpflichtet, die Kursschranke bis mindestens zum zweiten Quartal dieses Jahres aufrecht zu erhalten und hat zuletzt ein Ende des Mindestkurses zur Mitte des Jahres signalisiert. Unter anderem die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat in den vergangenen Jahren den Euro gegenüber der Krone geschwächt und der tschechischen Währung dadurch Auftrieb gegeben.

Eine starke Landeswährung schwächt die Exportwirtschaft, weil heimische Produkte im Ausland teurer werden. Außerdem erhöht sie die Gefahr einer Deflation. Inzwischen ist die Inflation in Tschechien aber erstmals seit 2012 wieder über zwei Prozent gestiegen. Daher spekulieren Anleger darauf, dass die Notenbank bald vom Mindestwechselkurs Abschied nehmen könnte.

Um davon zu profitieren, kaufen Spekulanten offenbar in großem Umfang Kronen, um diese nach einer möglichen Freigabe zu einem höheren Wert wieder einzutauschen. Darauf weise auch ein erheblich gestiegener Anteil der von ausländischen Investoren gehaltenen tschechischen, auf Kronen lautenden Staatsanleihen hin, so Experte Kieners.

Die aus der gestiegenen Nachfrage resultierende Aufwertung der Krone kann die tschechische Notenbank verhindern, indem sie Fremdwährungen gegen selbst gedrucktes Geld erwirbt. Dies führt zu höheren Devisenreserven. Vor Einführung des Mindestwechselkurses betrugen die Devisenreserven noch weniger als 50 Milliarden Dollar. Seither sind sie stark gestiegen. Besonders stark geht es seit Anfang 2017 bergauf. Im Januar stieg der Wert der gehorteten Fremdwährungen um über 18 Milliarden Dollar erstmals auf über 100 Milliarden Dollar.

@ dpa.de

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