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Regierungen, Golfstaaten

Pompeo über Soleimani: Nur Bin Laden hatte mehr Blut an den Händen

13.01.2020 - 20:54:28

Pompeo über Soleimani: Nur Bin Laden hatte mehr Blut an den Händen. WASHINGTON/STANFORD - US-Außenminister Mike Pompeo hat den umstrittenen US-Luftangriff auf den iranischen Top-General Ghassem Soleimani erneut verteidigt. "Es gibt keinen Terroristen außer Osama Bin Laden, der mehr amerikanisches Blut an den Händen hatte als Ghassem Soleimani", sagte Pompeo am Montag vor Studierenden der Stanford Universität. Dieser sei für den Tod von mehr als 600 Amerikanern verantwortlich und das "Mastermind" der jüngsten Angriffe auf US-Soldaten im Irak gewesen. Bin Laden hatte die Terroranschläge vom 11. September 2001 geplant, bei denen fast 3000 Menschen starben.

Der Angriff auf Soleimani sei Teil einer "größeren Strategie", die die Regierung von Präsident Donald Trump verfolge, sagte Pompeo. Sie setze sich aus diplomatischer Isolation des Irans, wirtschaftlichem Druck und militärischer Abschreckung zusammen. Ziel sei es, der Führung in Teheran die Ressourcen zu nehmen, die es brauche, um ihre "bösartigen Aktivitäten auf der ganzen Welt" fortzusetzen. Zudem wolle die US-Regierung, dass sich der Iran "wie eine normale Nation" verhalte. "Seid einfach wie Norwegen!", sagte Pompeo und löste Erheiterung im Saal aus. Gleichzeitig sprach er eine Drohung an den Iran aus: "Wenn der Iran eskaliert, werden wir dies zu unseren Bedingungen beenden."

Das US-Militär hatte Soleimani Anfang Januar mit einem gezielten Drohnenangriff im Irak getötet. Der Iran antwortete mit einem Vergeltungsschlag auf von den USA genutzte Militärstützpunkte im Irak. Die Regierung in Washington begründete die Tötung Soleimanis mit drohenden Angriffen auf US-Bürger, die dieser geplant haben soll. Trump sprach am Freitag von der Möglichkeit, dass Attacken auf vier US-Botschaften geplant gewesen sein könnten. Eine Aussage von Verteidigungsminister Mark Esper, dafür keine Beweise gesehen zu haben, wurde als offener Widerspruch in der Regierung gewertet.

@ dpa.de

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