Indikatoren, China

PEKING - Die Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich laut einem wichtigen Konjunkturindikator zum Jahresende positiv entwickelt.

04.01.2022 - 10:32:02

Caixin-Index: Chinas Industrie schließt Jahr kraftvoll ab. Der am Dienstag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) des chinesischen Wirtschaftsmagazins "Caixin" stieg im Dezember im Vergleich zum Vormonat von 49,9 auf 50,9 Punkte - und damit auf den höchsten Wert seit einem halben Jahr. Der Anstieg übertraf zudem die Erwartungen der Experten. Ein Wert über der Marke von 50 Punkten bedeutet eine Ausweitung der industriellen Tätigkeit, ein Wert darunter kommt einem Rückgang gleich.

Außerdem liegt der Stimmungsindex wieder über der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Ein Wert über der Marke deutet auf eine Ausweitung der industriellen Tätigkeit hin, ein Wert darunter kommt einem Rückgang gleich.

Bereits am Freitag hatte das Pekinger Statistikamt seinen offiziellen Einkaufsmanagerindex für die Industriebetriebe im Dezember veröffentlicht, der sich ebenfalls positiv entwickelt hatte. Während der Caixin-Index eher die Stimmung in den kleineren und privaten Unternehmen abbildet, zeigt der offizielle Indikator eher die Stimmung in den größeren und staatlichen Unternehmen des Landes.

China ist aufgrund strenger epidemiologischer Maßnahmen bisher vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Seit dem Frühsommer hatte die wirtschaftliche Erholung des Landes aber an Schwung verloren.

Nach Einschätzung des Analysten Hao Zhou von der Commerzbank geben die Stimmungsdaten Hoffnung, dass die Wirtschaft durch die von den Behörden eingeleiteten Lockerungsmaßnahmen im Kampf gegen die Pandemie etwas gestützt werden könnte. Insgesamt bleibe die Wachstumsdynamik in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aber schwach. Jüngste Maßnahmen der Regierung und der Notenbank deuten nach Einschätzung des Commerzbank-Experten darauf hin, "dass Peking die Wirtschaft wahrscheinlich weiter stützen wird, wenn die politischen Entscheidungsträger dies für notwendig erachten".

@ dpa.de

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