Indikatoren, China

PEKING - Die chinesische Wirtschaft lässt weiter eine zunehmende Dynamik vermissen.

14.09.2018 - 09:28:24

Chinas Wirtschaft weiter ohne große Dynamik. Darauf deuten neue Konjunkturdaten aus verschiedenen Bereichen hin, die am Freitag veröffentlicht wurden. Etwas stärker als zuletzt fielen Zahlen aus dem Einzelhandel und aus der Industrie aus. Dagegen zeigt sich bei den Investitionen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nach wie vor keine Besserung.

Die Sachinvestitionen stiegen in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent, teilte das nationale Statistikamt in Peking mit. Das ist ein Rekordtief. Die Investitionstätigkeit geht in China schon seit Jahren zurück, seit Jahresbeginn hat sich der Trend aber nochmal beschleunigt. Dies könnte ein Hinweis auf Zurückhaltung der Unternehmen wegen des Handelsstreits Chinas mit den USA sein.

Leicht positive Signale gab es dagegen aus dem Einzelhandel und aus der Industrie. So legte die Produktion der Industrieunternehmen im August im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent zu - und damit 0,1 Prozentpunkte stärker als im Juli. Analysten hatten damit gerechnet. Etwas überraschen konnte der Einzelhandel, der seine Umsätze im August zum Vorjahresmonat um 9,0 Prozent steigerte. Experten hatten mit einer Stagnation auf dem Juli-Wert von 8,8 Prozent gerechnet.

Das Gesamtwachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren beständig abgeschwächt, zuletzt aber etwas stabilisiert. Ökonomen führen dies vor allem auf konjunkturelle Stützungsmaßnahmen der Regierung und der Notenbank zurück. Dieser Kurs gleicht jedoch einem Drahtseilakt, weil die politische Führung zugleich bemüht ist, Überkapazitäten in der Industrie abzubauen und Übertreibungen am Immobilienmarkt zurückzuführen. Die Wachstumsverlangsamung ist damit zumindest teilweise Folge dieses gewünschten Prozesses.

@ dpa.de

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