Produktion, Absatz

PEKING - Die chinesische Wirtschaft ist Konjunkturdaten zufolge schwach in das neue Jahr gestartet.

14.03.2019 - 08:50:25

Chinas Wirtschaft erwischt schwachen Jahresstart. Nach Regierungsangaben vom Donnerstag stieg die Industrieproduktion in den ersten beiden Monaten des Jahres so schwach wie seit zehn Jahren nicht mehr. Auch Daten vom Einzelhandel, die als Hinweis auf den Zustand des Binnenkonsums gelten, fielen schwach aus. Die Arbeitslosenquote stieg auf den höchsten Stand seit zwei Jahren.

Wegen des chinesischen Neujahresfestes veröffentlichen die chinesischen Statistikbehörden Wirtschaftszahlen für Januar und Februar stets zusammen. Damit sollen Verzerrungen durch den weitgehenden Stillstand der Wirtschaft zum Neujahresfest, das meist im Februar stattfindet, geglättet werden. Demnach lag die Industrieproduktion in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres 5,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Das ist der schwächste Anstieg seit dem Jahr 2009.

Die Einzelhandelsumsätze stiegen mit 8,2 Prozent ebenfalls schwächer. Im Dezember waren sie noch um 9,0 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich deutlich von 4,9 auf 5,3 Prozent. Das ist der höchste Stand seit zwei Jahren.

Positive Nachrichten gab es dagegen von der Investitionstätigkeit. Die Investitionen in Sachanlagen wie Maschinen stieg auf Jahressicht um 6,1 Prozent - nach 5,9 Prozent im Dezember.

Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft schwächt sich schon seit längerem ab. Für Fachleute ist das zum einen Folge eines gewollten Umbaus der Wirtschaftsstruktur - weg von der "Werkbank der Welt" und hin zu einem innovationsgetriebenen Wachstum. Zum anderen leidet die Wirtschaft unter hausgemachten Problemen wie Übertreibungen am Kredit- und Immobilienmarkt sowie Verwerfungen von Außen wie dem Handelsstreit mit den USA. Die chinesische Führung versucht mit konjunkturellen Stützungsmaßnahmen wie Steuerkürzungen und einer lockeren Geldpolitik gegenzusteuern.

@ dpa.de

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