Indikatoren, China

PEKING - Chinas wirtschaftliche Erholung hat im zweiten Jahr der Pandemie zunehmend an Fahrt verloren.

17.01.2022 - 05:48:30

China stellt Wirtschaftsdaten vor. Vergleichsweise strenge Corona-Beschränkungen und die Immobilienkrise sorgten zuletzt für einen Dämpfer. Am Montag veröffentlicht das Statistikamt in Peking die Wirtschaftszahlen für 2021.

Experten erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt der Volksrepublik 2021 um etwa 8 Prozent wuchs. Das ist auch wegen der Schwäche im ersten Corona-Jahr 2020 der stärkste Anstieg seit über einem Jahrzehnt. Doch zum Jahresende kühlte sich das Plus im Vergleich zum Vorquartal wohl auf gut 1 Prozent ab. Seit dem Frühsommer hatte die Erholung merklich an Schwung verloren.

Die Prognosen werden von der Bedrohung durch die Coronavirus-Variante Omikron bedroht, die sich schneller als andere verbreitet. Die US-Investmentbank Goldman Sachs korrigierte zuletzt ihre Vorhersage für 2022 von 4,8 auf 4,3 Prozent. Optimistischere Prognosen gehen von einem Wachstum von etwas über 5 Prozent aus.

Derzeit haben neben Peking mindestens vier andere Landesteile Omikron-Infektionen gemeldet, darunter die benachbarte Küstenstadt Tianjin sowie mehrere Millionenstädte in den Provinzen Henan, Liaoning und Guangdong. Omikron dürfte die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung auf die Probe stellen.

@ dpa.de

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