Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

PEKING - Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat in einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel einen Ausbau der Zusammenarbeit mit Deutschland und der Europäischen Union angeboten, sich aber eine Einmischung in innere Angelegenheiten verbeten.

07.04.2021 - 17:24:28

Mehr Kooperation, keine Einmischung. Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen sagte Chinas Präsident nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua in dem Gespräch am Mittwoch, die Beziehungen zwischen China und der EU sähen "neue Möglichkeiten und verschiedene Herausforderungen". Der Schlüssel sei aber, entschieden einen Kurs einzuschlagen, der sich an einer strategischen Perspektive und gegenseitigem Respekt orientiere und "Einmischung ausschließt".

In Berlin teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer mit, Merkel habe die Bedeutung des Dialogs in der gesamten Bandbreite der Beziehungen unterstrichen. Dies gelte einschließlich solcher Themen, bei denen Meinungsverschiedenheiten bestünden. Unter anderem sei über die internationalen Bemühungen bei Produktion und Verteilung von Impfstoffen sowie über Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, des Klimaschutzes sowie zum Erhalt von Biodiversität gesprochen worden. Merkel und Xi hätten übereingestimmt, dass die anstehenden deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen zur vertieften Arbeit an bilateralen Aufgaben genutzt werden sollten.

Das Gespräch erfolgte zwei Wochen nachdem die Europäische Union erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten wieder Sanktionen wegen Verletzungen der Menschenrechte gegen China verhängt hatte. Sie richten sich gegen Verantwortliche für die Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren in Nordwestchina. Die Regierung in Peking beklagte "Einmischung in innere Angelegenheiten" und verhängte noch weitgehendere Gegensanktionen gegen deutsche und andere europäische Politiker, Experten und Institutionen.

Aus dem Xinhua-Bericht ging nicht konkret hervor, wie Merkel und Xi auf den Streit eingegangen sind. "Chinas Entwicklung ist eine Gelegenheit für die Europäische Union, und wir hoffen, dass die EU unabhängig eine korrekte Entscheidung treffen wird und wirklich seine strategische Autonomie erzielt", sagte Xi Jinping nach diesen Angaben in einem möglichen indirekten Hinweis auf die USA, die unter dem neuen Präsidenten Joe Biden mit ihren Verbündeten eine gemeinsame China-Politik verfolgen wollen.

Die Kooperation mit Deutschland solle dazu beitragen, mehr Stabilität in der Welt zu schaffen, sagte Xi Jinping. Er sprach sich auch für eine bessere Zusammenarbeit bei Impfstoffen gegen das Coronavirus aus, um eine faire Verteilung zu fördern. China wehre sich gegen eine Politisierung oder "Impfstoffnationalismus". Nach Angaben der Staatsagentur sagte die Kanzlerin, dass die deutsche Seite die neue Runde der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen vorbereite. Nach bislang unbestätigten Informationen sollen die regelmäßigen Gespräche beider Regierungen Ende April stattfinden.

Deutschland wolle auch mit China zusammenarbeiten, um den Austausch von Personal "so schnell wie möglich" wiederaufzunehmen, sagte Merkel laut Xinhua. So beklagt die deutsche Wirtschaft, dass die strengen chinesischen Einreisebeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie die Geschäfte mit China massiv beeinträchtigten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Pariser Nationalversammlung stimmt für Regionalwahlen im Juni. Mit großer Mehrheit stimmten die Abgeordneten am Dienstagabend der Regierungserklärung von Premier Jean Castex zu. Dieser hatte zuvor erklärt, in der Corona-Pandemie Zeit gewinnen und die Wahlen daher um eine Woche nach hinten verschieben zu wollen. PARIS - Frankreichs Nationalversammlung hat mit großer Mehrheit für die Abhaltung der Regionalwahlen im Juni gestimmt - allerdings sollen diese eine Woche nach hinten geschoben werden. (Wirtschaft, 13.04.2021 - 22:07) weiterlesen...

Beschluss: Biontech oder Moderna für Zweitimpfung nach Astrazeneca. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag einstimmig geeinigt. "Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen", sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München. BERLIN - Mit einer ersten Astrazeneca -Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. (Boerse, 13.04.2021 - 21:40) weiterlesen...

Tirol verlängert Ausreisetests wegen Virus-Varianten. INNSBRUCK - Das österreichischen Bundesland Tirol verlängert die Pflicht zu Corona-Ausreisetests vorerst bis 24. April. Dies sei zur Eindämmung der sogenannten britischen Variante des Coronavirus sowie weiterer Varianten nötig, gab die Landesregierung am Dienstag in Innsbruck bekannt. Die Regel, wonach man Tirol nur mit einem negativen Testergebnis verlassen darf, war Ende März in Kraft getreten. Sie hätte am Mittwoch auslaufen sollen. Tirol verlängert Ausreisetests wegen Virus-Varianten (Boerse, 13.04.2021 - 21:26) weiterlesen...

Regierung: Pause von Johnson & Johnson kein Problem für US-Impfungen. Die USA könnten daher weiter pro Tag rund drei Millionen Menschen impfen. WASHINGTON - Die vorsorgliche Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Präparat von Johnson & Johnson und Biontech /Pfizer genügend Impfstoff für 300 Millionen Menschen, erklärte US-Präsident Joe Bidens Corona-Koordinator Jeff Zients am Dienstag. (Wirtschaft, 13.04.2021 - 20:44) weiterlesen...

Großbritannien: Viel Arbeit vor UN-Weltklimakonferenz notwendig. "Es liegt auf all unseren Schultern, die (Klimakonferenz) COP26 zu einem Erfolg zu machen, und dafür zu sorgen, dass die Verhandlungen in Glasgow und das daraus resultierende Handeln die Welt nach zwei herausfordernden Jahren wieder auf den Weg bringen", schrieb Sharma in einem am Dienstag veröffentlichen Brief an die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen. "Wir müssen tun, was nötig ist, um die 1,5 Grad in Reichweite zu halten, bei unserer letzten besten Gelegenheit, dies zu tun", so Sharma weiter. LONDON/GLASGOW - Der designierte Präsident der diesjährigen UN-Weltklimakonferenz, Alok Sharma, hat die Mitgliedsstaaten zu Tempo bei Klimaschutz-Maßnahmen aufgerufen. (Wirtschaft, 13.04.2021 - 20:17) weiterlesen...

US-Klimabeauftragter Kerry reist nach China und Südkorea. WASHINGTON - Die US-Regierung schickt ihren Klimabeauftragten John Kerry nach China und Südkorea, um dort für ambitioniertere globale Klimaziele zu werben. Mit den Gesprächen in Shanghai und Seoul von Mittwoch bis Sonntag soll der von US-Präsident Joe Biden für den 22. und 23. April einberufene Klimagipfel vorbereitet werden, wie das US-Außenministerium am Dienstag erklärte. Zudem gehe es um die Vorbereitung der 26. UN-Klimakonferenz, die im November im schottischen Glasgow stattfinden soll. US-Klimabeauftragter Kerry reist nach China und Südkorea (Wirtschaft, 13.04.2021 - 20:08) weiterlesen...