Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Versorger

PEKING - China müsste einer Studie zufolge noch in diesem Jahrzehnt einen großen Teil seiner Kohlekraftwerke abschalten und durch Wind- und Solar-Energie ersetzen, um seine Versprechen beim Klimaschutz einhalten zu können.

16.04.2021 - 06:34:07

Für CO2-Neutralität: China müsste viele Kohlekraftwerke abschalten. Die Kohlendioxid-Intensität seiner Energieerzeugung müsste dafür bis 2030 halbiert werden, ermittelte die in London ansässige Forschungsgruppe Transitionzero. Der Umstieg auf saubere Alternativen werde aber langfristig Kosten in Höhe von umgerechnet 1,6 Billionen US-Dollar einsparen, schrieben die Autoren in der Freitag auf der Webseite vorliegenden Studie.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen an diesem Freitag in einer Videoschalte über verstärkte Bemühungen im Klimaschutz beraten. Auch der US-Klimabeauftragte John Kerry führt in Shanghai zweitägige Gespräche mit seinem Amtskollegen Xie Zhenhua. Es geht um die Vorbereitung des Online-Klimagipfels, zu dem der neue US-Präsident Joe Biden am 22. und 23. April eingeladen hat.

China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde und auch der größte Kohleverbraucher. Es stützt seine Energieversorgung zu rund 60 Prozent auf Kohle. Xi Jinping hat allerdings zugesagt, dass China vor 2060 kohlendioxidneutral sein will. Das bedeutet, dass kein Kohlendioxid ausgestoßen wird oder die CO2-Emissionen vollständig kompensiert werden. Der Ausstoß soll vor 2030 seinen Höhepunkt erreichen.

Gemessen an der Wirtschaftsleistung sollen die Emissionen nach den Plänen um mehr als 65 Prozent gegenüber 2005 gemindert werden. Der Anteil nichtfossiler Energien soll in China auf etwa 25 Prozent steigen. Kritiker beklagen aber, dass China seine Kohlekraftwerke sogar ausbaut. In China wird die Hälfte der Kohle weltweit gefördert.

In den ersten beiden Monaten dieses Jahres stieg die Förderung um 25 Prozent auf 618 Millionen Tonnen, wie das deutsche Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe berichtete. Der Zuwachs habe rund 124 Millionen Tonnen ausgemacht. "Das ist mehr als die gesamte Jahresförderung deutscher Braunkohle, die 2020 bei 107 Tonnen lag", sagte der Experte Sandro Schmidt vom Bundesamt.

"Die kurzfristigen Investitionen und politischen Signale hinsichtlich der Kohleenergie passen nicht mit Chinas Neutralitäts-Zusage zusammen", heißt es auch in der Studie von Transitionzero. Der neue Fünf-Jahres-Plan für 2021 bis 2025, der im März vom Volkskongress verabschiedet wurde, hebe so auch die "Förderung der sauberen Nutzung von Kohle" noch hervor.

Unter Verweis auf die Erfahrungen mit Chinas Bewältigung von Problemen zeigten sich die Transitionzero-Forscher trotzdem zuversichtlich, dass die Neutralitätsvorgabe sogar vorzeitig erreicht werden könnte. "Das Ziel wird sich wahrscheinlich als wesentlich für Chinas wirtschaftliche Wachstumsaussichten erweisen." Die Wende sei "sowohl technisch machbar als auch wirtschaftlich vorteilhaft".

Mit dem Pariser Abkommen hatten sich die knapp 200 Vertragsstaaten darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad. Schon jetzt hat sich Erde aber schon im Vergleich zur vorindustriellen Zeit (1850-1900) um gut ein Grad erwärmt. Man sei auf dem Weg zu einer katastrophalen Erwärmung um drei bis fünf Grad in diesem Jahrhundert, hatte UN-Generalsekretär António Guterres jüngst gewarnt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Russland setzt USA und Tschechien auf Liste 'unfreundlicher Staaten' (Im neuen 5. (Wirtschaft, 14.05.2021 - 22:29) weiterlesen...

Weißes Haus: Ende der Benzinknappheit nach Pipeline-Angriff in Sicht. "Das Ende ist in Sicht", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Freitag. Es werde allerdings noch "ein paar Tage" dauern, bis wieder Normalität hergestellt sei. Psaki rief Autofahrer in den betroffenen Regionen erneut dazu auf, kein Benzin zu horten. Die Colonial Pipeline war Ziel eines Hacker-Angriffs geworden. WASHINGTON - Nach Wiederaufnahme des Betriebs der größten Benzin-Pipeline der USA hat die US-Regierung ein baldiges Ende der Engpässe an Tankstellen im Südosten des Landes in Aussicht gestellt. (Wirtschaft, 14.05.2021 - 20:48) weiterlesen...

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit 20. März unter 100. BERLIN - Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit dem 20. März wieder die Schwelle von 100 unterschritten. Nach Stand des RKI-Dashboards von 04.56 Uhr lag der Wert am Freitag bei 96,5 (20. März: 99,9). Am Vortag hatte das RKI die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche mit 103,6 angegeben, am Freitag vor einer Woche mit 125,7. Einen Höchststand hatte die bundesweite Inzidenz während der dritten Welle am 26. April mit 169,3 erreicht. Der bisher höchste Inzidenz-Wert hatte bei 197,6 am 22. Dezember vergangenen Jahres gelegen. RKI: Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit 20. März unter 100 (Wirtschaft, 14.05.2021 - 20:41) weiterlesen...

Johnson: Indische Variante leichter übertragbar als bisheriges Virus. Noch sei nicht klar, um wie viel schneller sich die Variante verbreite, so der konservative Politiker weiter. Im schlimmsten Fall stünden dem Land schwere Entscheidungen bevor. LONDON - Die indische Variante des Coronavirus B.1.617.2 ist nach Ansicht britischer Experten leichter übertragbar als die bisher vorherrschenden Virus-Varianten, inklusive der sogenannten britischen Variante B.1.1.7. Das sagte der Premierminister Boris Johnson am Freitag in London. (Wirtschaft, 14.05.2021 - 20:41) weiterlesen...

RKI-Chef verteidigt Einsatz von Masken gegen Corona. Der Behördenchef verwies am Freitag auf Alltagsmasken, OP-Masken und FFP2- sowie FFP3-Masken. "All diese drei Maßnahmen fördern den Infektionsschutz", sagte Wieler als Zeuge im Corona-Untersuchungsausschuss des Brandenburger Landtags in Potdsam. Anfangs habe es Unsicherheit darüber gegeben, ob Masken einen wirksamen Schutz gegen das Coronavirus bieten könnten. POTSDAM - Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hält den Einsatz von Masken im Kampf gegen die Corona-Pandemie für ein wichtiges Mittel. (Wirtschaft, 14.05.2021 - 20:10) weiterlesen...

Großbritannien wird wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft. Grund ist das "zumindestens eingeschränkte Vorkommen" der zuerst in Indien festgestellten Virusvariante, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekanntgab. Die Variante B.1.617.2 hat in Indien zu dramatischen Infektionszahlen beigetragen. Die Nachbarländer Sri Lanka und Nepal werden von der Bundesregierung am Sonntag ebenfalls hochgestuft: Sri Lanka zum Risikogebiet und Nepal zum Virusvariantengebiet, der höchsten Risikostufe, für die weitgehende Reisebeschränkungen gelten. BERLIN - Die Bundesregierung stuft Großbritannien trotz niedriger Infektionszahlen ab Sonntag wieder als Corona-Risikogebiet ein. (Wirtschaft, 14.05.2021 - 20:07) weiterlesen...