Regierungen, Frankreich

PARIS - Neben der Rechtspopulistin Marine Le Pen greifen mehrere französische Präsidentschaftskandidaten von links und rechts die EU-Mitgliedschaft ihres Landes an.

04.04.2017 - 23:29:24

Élyséekandidaten von links und rechts greifen Europa frontal an. "Man muss die europäischen Verträge verlassen", forderte der aufsteigende Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon am Dienstagabend bei einer TV-Debatte mit den zehn übrigen Anwärter für die Wahl in zweieinhalb Wochen.

Die als eine mögliche Siegerin der ersten Wahlrunde gehandelte Le Pen will ihre Landsleute über den Austritt aus der EU abstimmen lassen. Sie sprach sich für einen "intelligenten Protektionismus" aus, um die wirtschaftlichen Interessen Frankreichs zu verteidigen: "Die Freihandelsabkommen werden uns töten", sagte die Chefin der rechtsextremen Front National (FN). EU-Feinde sind auch Kandidaten ohne Siegeschancen wie Nicolas Dupont-Aignan, François Asselineau, oder Jacques Cheminade.

Le Pen führt mit dem sozialliberalen Kandidaten Emmanuel Macron die Umfragen für den ersten Wahlgang am 23. April an. Beiden werden jeweils rund 25 Prozent der Stimmen zugetraut. Laut den Szenarien dürfte der als Unabhängiger antretende Macron Le Pen im entscheidenden zweiten Wahlgang am 7. Mai schlagen.

Ex-Wirtschaftsminister und Politjungstar Marcon verteidigte Europa und griff die FN-Chefin an. Mit dem Ausstieg aus der Euro-Währung schwäche sie die Kaufkraft der Franzosen: "Der Nationalismus ist Krieg."

Auch der Konservative François Fillon verteidigte Frankreichs Platz in Europa. "Wir brauchen Europa, um uns zu beschützen", sagte Fillon. Die EU müsse sich aber auf bestimmte strategische Ziele konzentrieren. Der Euro müsse so stark werden, dass er längerfristig die weltweite Vorherrschaft des US-Dollar brechen könne.

Auch der in Umfragen abgeschlagene sozialistische Anwärter Benoît Hamon stellt zwar die europäische Sparpolitik in Frage, unterstützt aber grundsätzlich Europa. "Ich finde mich nicht mit der Austeritätspolitik Deutschlands ab", sagte er. "Ändert sich Deutschland?", fragte er und und verwies auf den SPD-Kandidaten Martin Schulz, den er unlängst in Berlin getroffen hatte.

Die fünf wichtigsten Kandidaten hatten bereits vor rund zwei Wochen im Fernsehen debattiert. Nun trafen im Sender BFMTV erstmals alle elf Kandidaten aufeinander. Unter ihnen sind auch zwei Anwärter der extremen Linken, Nathalie Artaud von der Lutte Ouvrière (Arbeiterkampf) und der Ford-Arbeiter Philippe Poutou von der Nouveau Parti Anticapitaliste (NPA).

Weitere Themen waren die Arbeits- und Sozialpolitik sowie der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus.

@ dpa.de

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