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PARIS / KAIRO - Im Streit um Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed haben mehrere arabische LĂ€nder einen Boykott gegen Frankreich gestartet.

25.10.2020 - 16:42:28

Arabische LÀnder boykottieren Frankreich nach Aussagen Macrons. HÀndler in Jordanien, Kuwait und Katar nahmen französische Waren aus ihren Filialen. Zugleich wuchs die Sorge vor sich verschlechternden Beziehungen zwischen der muslimischen Welt und Frankreich. Die einflussreiche Al-Azhar-Lehranstalt in Kairo warnte vor einer Kampagne gegen den Islam.

Hintergrund sind Aussagen von Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron. Er hatte sich am Mittwoch auf Seite derjenigen gestellt, die Mohammed-Karikaturen zeigen oder veröffentlichen wollen. Frankreich werde nicht "auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten, auch wenn andere sich davon zurĂŒckziehen", sagte Macron bei einer Gedenkfeier zu Ehren des getöteten Lehrers Samuel Paty. Dieser hatte die Karikaturen im Unterricht gezeigt. Die islamische Tradition verbietet es dagegen, den Propheten abzubilden.

In Kuwait erklĂ€rten 50 Konsumgenossenschaften der Zeitung "Al-Kabas" zufolge, alle französischen Waren aus ihren Filialen entfernt zu haben. Auch in Katar erklĂ€rten Supermarkt-Ketten, französische Waren bis auf Weiteres zu entfernen. In sozialen Netzwerken waren Videos zu sehen, wie Mitarbeiter eines Supermarkts in Jordaniens Hauptstadt Amman französische Milchprodukte aus dem KĂŒhlregal rĂ€umen. Nutzer verbreiteten im Internet die Namen französischer Marken und riefen zum Boykott auf, auch entsprechende Hashtags machten die Runde.

Mohammed-Karikaturen hatten schon mehrfach gewaltsame Proteste in der islamischen Welt ausgelöst - Anfang 2006 kamen dabei mehr als 150 Menschen ums Leben. Auslöser waren damals Karikaturen der dĂ€nischen Zeitung "Jyllands-Posten". 2015 starben bei einem Attentat auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo", das ebenfalls Karikaturen des Propheten gezeigt hatte, zwölf Menschen. FĂŒr strengglĂ€ubige Muslime sind Filme oder Bilder, die den Propheten Mohammed als Person zeigen, anstĂ¶ĂŸig und eine Form der GotteslĂ€sterung.

Die Organisation fĂŒr Islamische Zusammenarbeit (OIC) verurteilte die Veröffentlichung satirischer Karikaturen, die den Propheten zeigen. Solch ein Verhalten "beschĂ€dige die muslimisch-französischen Beziehungen". Der Großimam von Kairo, Ahmed al-Tajib, sprach von einer systematischen Kampagne, die den Islam in politische KĂ€mpfe drĂ€ngen solle. Das jordanische Außenministerium erklĂ€rte, dass die Veröffentlichungen die GefĂŒhle von Muslimen verletzten.

@ dpa.de

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