Haushalt, Steuern

PARIS - In hoch entwickelten Ländern werden Steuern in Rekordhöhe fällig.

05.12.2018 - 13:17:23

Steuerquote in OECD-Ländern auf Rekordhöhe - Deutschland über Schnitt. Die sogenannte Steuerquote war im vergangenen Jahr einer Statistik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge so hoch wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1965. Im Durchschnitt erhob der Staat in 34 OECD-Ländern Steuern und Sozialabgaben in Höhe von 34,2 Prozent der Wirtschaftskraft. Im Jahr 2016 lag die Steuerquote bei 34 Prozent. Unternehmensteuern und Verbrauchsteuern machten einen wachsenden Anteil am gesamten Steuereinkommen der Industrieländer aus. Hinzu kommen unter anderen Einkommen- und Vermögensteuern.

Die Steuerquote - also die Steuereinnahmen gemessen an der Wirtschaftsleistung - in Deutschland liegt demnach über dem OECD-Schnitt. Der Staat erhielt im vergangenen Jahr 37,5 Prozent der Wirtschaftskraft (plus 0,1 Prozentpunkt im Vergleich zu 2016). Damit ist die Steuerquote seit dem Jahr 2000 um 1,3 Prozentpunkte gestiegen. Am niedrigsten war sie in diesem Zeitraum in Deutschland in den Jahren 2004 und 2005 mit einer Quote von 33,9 Prozent.

Deutschland gehört bei der Belastung der Arbeitseinkommen durch Steuern und Sozialabgaben weiter zu den Spitzenreitern. Besonders hoch sind hier im Vergleich zu anderen OECD-Ländern die Sozialabgaben. Die Steuern auf Unternehmensgewinne liegen dafür unter dem Durchschnitt.

Die höchsten Steuern unter den OECD-Ländern kassiert Frankreich. Hier erhielt der Staat im vergangenen Jahr 46,2 Prozent der Wirtschaftskraft, direkt dahinter mit 46 Prozent lagen die Niederlande. Am niedrigsten war die Steuerquote in Mexiko: Sie lag 2017 bei 16,2 Prozent.

@ dpa.de

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