Haushalt, Steuern

OSNABRÜCK - Den deutschen Bürgern entgehen nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes Milliarden Euro wegen lange nicht erhöhter Freibeträge.

27.01.2022 - 16:00:26

Steuerzahlerbund: Staat kassiert Milliarden Euro zu viel. Das sagte sein Präsident Reiner Holznagel der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Je länger die Pauschalen und Freibeträge eingefroren bleiben, desto stärker steigt die Belastung", kritisierte er mit Blick auf die hohe Inflation. Der Staat sollte immer zum Jahreswechsel alle Pauschalen und Freibeträge prüfen und an die Preis- und Einkommensentwicklung anpassen.

So wurde der Arbeitnehmerpauschbetrag von jährlich 1000 Euro laut Holznagel seit 2011 nicht mehr erhöht. Inflationsbereinigt müsste er 1169,48 Euro im Jahr betragen. Ein besonders krasses Beispiel sei der Werbungskostenpauschbetrag von 102 Euro, der für sonstige Einkünfte und Renten gelte. Dieser sei seit 1955 nicht mehr erhöht worden und müsste inflationsbereinigt bei 535,86 Euro liegen.

Nicht zufrieden sei der Bund der Steuerzahler auch mit der Erhöhung der Entfernungspauschale, sagte der Präsident. Um die Inflation seit 2004 auszugleichen, seien 40 Cent pro Kilometer bereits ab dem ersten Kilometer nötig. Aktuell gelten 30 Cent für die ersten Kilometer und 35 Cent ab dem 21. Kilometer. Von 2024 an sollen es 38 Cent ab dem 21. Kilometer sein.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

SPD-Fraktionschefs 'perspektivisch' für weitere Entlastungen. Nach den bisherigen Entlastungspaketen werde man "die Wirkung der Maßnahmen evaluieren und perspektivisch weitere Entlastungsschritte in den Blick nehmen", heißt es in einem Beschluss der SPD-Fraktionschef aus dem Bundestag, dem Europaparlament und den Länderparlamenten vom Dienstag. Die Menschen dürften in der Übergangszeit von fossiler zu regenerativer Energie nicht über Gebühr belastet werden. MÜNCHEN - Die SPD will "perspektivisch" weitere finanzielle Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger anpeilen. (Wirtschaft, 24.05.2022 - 15:43) weiterlesen...

Grünen-Haushälter: SPD-Vorschlag zu Bundeswehr-Milliarden interessant. "Natürlich sind weitere Möglichkeiten zur Umsetzung grundsätzlich vorstellbar", sagte Kindler der Deutschen Presse-Agentur. Der Vorschlag aus der SPD-Fraktion sei "interessant" und im Haushaltsausschuss auch bereits erörtert worden. Grundlage für die aktuellen Verhandlungen mit der Union sei aber zunächst der Gesetzentwurf des Kabinetts. BERLIN - Der Haushälter der Grünen im Bundestag, Sven-Christian Kindler, schließt Alternativen zu einer Grundgesetzänderung für das geplante milliardenschwere Bundeswehr-Programm nicht aus. (Wirtschaft, 24.05.2022 - 13:08) weiterlesen...

Von der Leyen will russische Vermögenswerte für Ukraine-Hilfe nutzen. "Wir sollten dafür jeden Stein umdrehen - wenn möglich auch russische Vermögenswerte, die wir eingefroren haben", sagte die deutsche Spitzenpolitikerin am Dienstag in Davos. Es gehe darum, die Schäden des zerstörerischen Furors von Russlands Präsident Wladimir Putin zu beheben und die Zukunft der Ukraine nach den Wünschen ihrer Bürger zu gestalten. DAVOS - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich beim Weltwirtschaftsforum dafür ausgesprochen, für den Wiederaufbau der Ukraine auch beschlagnahmte russische Gelder zu nutzen. (Wirtschaft, 24.05.2022 - 11:42) weiterlesen...

POLITIK/ROUNDUP/Indopazifik-Gipfel: Konflikt wie in Ukraine darf nicht passieren. "Wir lehnen entschieden alle zwanghaften, provokativen oder einseitigen Maßnahmen ab, die darauf abzielen, den Status quo zu ändern und die Spannungen in der Region zu erhöhen", hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung zum Abschluss eines Gipfels der vier sogenannten Quad-Staaten in Tokio. Hintergrund ist Chinas wachsendes Machtstreben in der Region. US-Präsident Joe Biden hatte China am Vorabend des Gipfels mit einer ungewöhnlich klaren militärischen Beistandszusage vor einem Angriff auf Taiwan gewarnt. TOKIO - Die USA, Japan, Australien und Indien wollen einen Konflikt wie in der Ukraine in der Indopazifik-Region verhindern. (Boerse, 24.05.2022 - 11:40) weiterlesen...

Indopazifik-Demokratien planen Milliarden für Infrastruktur. Das Quartett führender Demokratien wolle über die nächsten fünf Jahre mindestens 50 Milliarden Dollar (47 Mrd Euro) an Hilfen oder Investitionen im Bereich Infrastruktur im Indopazifik-Raum aufwenden, sagte der japanische Ministerpräsident Fumio Kishida am Dienstag nach Abschluss eines Gipfeltreffens der vier sogenannten Quad-Staaten in Tokio. Details sind unklar. Sie wollten zudem ihre Kooperation bei Naturkatastrophen verstärken und ihre Satellitendaten Ländern in der Region zur Verfügung stellen. TOKIO - Die USA, Japan, Australien und Indien wollen in den kommenden Jahren Milliarden für den Ausbau der Infrastruktur in der Indopazifik-Region bereitstellen. (Wirtschaft, 24.05.2022 - 09:37) weiterlesen...

Ukraine bekommt weitere Zusagen für militärische Hilfe. Dies teilte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Montag in Washington nach einer Videoschalte der neuen internationalen Ukraine-Kontaktgruppe mit. Demnach wollen beispielsweise Italien, Griechenland und Polen Artilleriesysteme liefern. Dänemark versprach weitere Raketen. Andere Staaten kündigten Unterstützung bei der Ausbildung der Streitkräfte an. Der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland dauert inzwischen drei Monate. WASHINGTON - Die Ukraine hat nach Angaben der US-Regierung von etwa 20 Staaten Zusagen für weitere militärische Unterstützung bekommen. (Wirtschaft, 23.05.2022 - 20:18) weiterlesen...