Indikatoren, Regierungen

NUSA DUA - Ein ausgewachsener Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China könnte das internationale Handelsvolumen nach Darstellung der WTO um 17,5 Prozent nach unten ziehen.

10.10.2018 - 12:56:23

WTO: Handelskrieg würde Welthandel entscheidend hemmen. Die weltweite Wirtschaftsleistung könnte nach diesem Szenario im Durchschnitt um 1,9 Prozent belastet werden, sagte der Präsident der Welthandelsorganisation, Roberto Azevêdo, am Mittwoch am Rande der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Nusa Dua (Indonesien).

Nach einer IWF-Berechnung leiden China und die USA selbst stark unter den Handelsstreitigkeiten. Bei den bis jetzt angekündigten Straf- und Sonderzöllen auf Waren im Volumen von insgesamt 360 Milliarden Dollar sowie den angekündigten Zöllen auf Autos und Autoteile würde die US-Wirtschaftsleistung laut IWF um 0,9 Prozent, die Chinas um 0,6 Prozent sinken.

Der Handelskrieg sei noch in vollem Gange, sagte Azevêdo. "Ich sehe nicht, dass wir bereits da sind", betonte er. Jedoch gebe es derzeit auch keine Signale, dass konstruktive Gespräche zwischen den USA und China stattfänden. Für Forderungen der USA und US-Präsident Donald Trump, Reformen des Welthandelssystems einzuleiten, zeigte sich der Brasilianer offen. "Das ist ohnehin im Gange", sagte er. Jedoch gebe es unterschiedliche Ansichten der WTO-Mitglieder.

Bei einem gemeinsamen Auftritt mit IWF-Chefin Christine Lagarde, Weltbankchef Jim Yong Kim sowie OECD-Chef José Ángel Gurría forderte Azevêdo die moderaten Kräfte in der WTO auf, das System zu retten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

2700 Packungen betroffen, Experte sieht Versäumnisse. BERLIN - Nach dem Rückruf der Antibabypille "Trigoa" wegen falsch bedruckter Tablettenverpackungen bleibt die Zahl der betroffenen Frauen weiter unklar. An Apotheken und Großhandel seien bundesweit gut 2700 Packungen der betroffenen Chargen ausgeliefert worden, teilte die zuständige Berliner Aufsichtsbehörde, das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso), am Montag auf Anfrage mit. Den Rückruf habe der Hersteller Pfizer am 3. und 4. Dezember an Apotheken und Großhandel kommuniziert. Pfizer hatte am Wochenende erklärt, der Rückruf betreffe "eine niedrige Anzahl" von Packungen. 2700 Packungen betroffen, Experte sieht Versäumnisse (Boerse, 10.12.2018 - 16:46) weiterlesen...

Demonstranten stören US-Auftritt bei Klimakonferenz. Trumps Energie- und Klimaberater Preston Wells Griffith sprach am Montag in Kattowitz (Katowice) bei einer Veranstaltung mit dem Titel "Innovative Energien treiben die Wirtschaftsdynamik an". Die Demonstranten skandierten kurz nach Beginn "Shame on you" (Schämt euch) und hielten ein Banner hoch, auf dem "Lasst es im Boden" stand - gemeint waren fossile Brennstoffe wie Kohle und Öl. KATTOWITZ - Mit Sprechchören haben Klimaschützer einen Auftritt von US-Vertretern bei der UN-Klimakonferenz in Polen unterbrochen und die Energiepolitik von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. (Boerse, 10.12.2018 - 16:38) weiterlesen...

Verbraucherschützer wehren sich gegen No-Show-Klausel beim Fliegen. Gegen No-Show-Klauseln dieser Art wehren sich nun mehrere Verbraucherschutz-Organisationen in Europa. "Die No-Show-Klausel ist völlig unfair. Der Passagier hat für die Tickets bezahlt und erwartet sie nutzen zu können", sagte Monique Goyens, Generaldirektorin des europäischen Verbraucherschutz-Verbands Beuc, am Montag in Brüssel. Diese Praxis müsse gestoppt werden. BRÜSSEL - Wer seinen Hinflug nicht antritt, darf beim Rückflug nicht mitfliegen. (Boerse, 10.12.2018 - 16:21) weiterlesen...

SPD-Linke will Profil der Partei in der Umweltpolitik schärfen. Es gebe eine große Chance für die SPD, Umweltpolitik und soziale Gerechtigkeit miteinander zu verbinden, sagte der Sprecher der Parlamentarischen Linken der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, am Montag in Berlin. Bei den Grünen komme die "soziale Komponente" zu kurz. BERLIN - Die SPD-Linke will Druck machen für eine größere Rolle der Umwelt- und Klimapolitik in der Partei. (Boerse, 10.12.2018 - 15:41) weiterlesen...

Macron sucht nach 'Gelbwesten'-Protesten Ausweg aus schwerer Krise (Wirtschaft, 10.12.2018 - 14:18) weiterlesen...

China sieht Menschenrechte von Huawei-Managerin verletzt. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lu Kang, sagte, Ottawa habe Peking weder über Mengs Festnahme unterrichtet, noch die notwendige medizinische Versorgung für die 46-Jährige bereitgestellt. Das sei eine "unmenschliche Behandlung". Laut einem Bericht des kanadischen TV-Senders CBC leidet Meng an Bluthochdruck. Sie erhalte dafür in Haft jedoch Medikamente. PEKING - Im Fall der festgenommenen Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou hat China den kanadischen Behörden eine Verletzung der Menschenrechte vorgeworfen. (Wirtschaft, 10.12.2018 - 13:59) weiterlesen...