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SIEMENS AG, DE0007236101

Nur mit Zusammenarbeit ist größtes Risiko Klimawandel zu stoppen

15.01.2020 - 14:09:24

und Konzernchef Joe Kaeser auf, die Lieferung einer Zugsignalanlage für ein Kohlebergwerk in Australien doch noch abzusagen, wie es etwa die Klimaaktivisten von Fridays for Future verlangt hatten.

Vor allem junge Leute sehen Klimafolgen dem WEF-Bericht zufolge als größte Gefahren. Fast 90 Prozent der nach 1980 Geborenen befürchten, dass extreme Hitzewellen, Zerstörung von Ökosystemen sowie umweltbedingte Gesundheitsprobleme in diesem Jahr zunehmen werden.

Menschen seien weltweit für den Verlust von 83 Prozent aller Säugetiere sowie der Hälfte der Pflanzen verantwortlich, heißt es in dem Bericht. Die sinkende Vielfalt beeinträchtige Gesundheit sowie Ernährung und habe nachhaltige Folgen für das Klima. "Biologisch vielfältige Ökosysteme binden große Mengen Kohlenstoff", sagte Zurich-Risiko-Chef Peter Giger. Hinzu kämen wirtschaftliche Vorteile: Waren und Dienstleistungen aufgrund der Biodiversität würden auf 33 Billionen US-Dollar im Jahr geschätzt - das entspreche in etwa dem gemeinsamen Bruttoinlandsprodukt der USA und Chinas.

Der Chef von Marsh & McLennan, John Drzik, sieht auch die Konzerne in der Pflicht. "Hochkarätige Ereignisse wie die Waldbrände in Australien und Kalifornien erhöhen den Druck auf Unternehmen, Maßnahmen gegen Klimarisiken zu ergreifen - in einer Zeit, in der sie auch größeren Cyber- und geopolitischen Herausforderungen gegenüberstehen", sagte er der Mitteilung zufolge.

Beim diesjährigen WEF-Treffen in Davos diskutieren etwa 3000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unter dem Motto "Stakeholder für eine solidarische und nachhaltige Welt" vom 21. bis 24. Januar über Lösungen für aktuelle Probleme. Erwartet werden unter anderem US-Präsident Donald Trump, Kanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der britische Thronfolger Prinz Charles.

@ dpa.de

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