Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Produktion

NÜRNBERG - Wegen der Corona-Krise mussten viele Menschen mehr selber kochen - und auf den Tisch kam verstärkt Bio.

17.02.2021 - 14:05:28

Rekord bei Bio - vor allem Hofläden und Abokisten boomen. Im vergangenen Jahr erzielten die Bio-Lebensmittel einen Rekordumsatz von fast 15 Milliarden Euro - ein Plus von mehr als 20 Prozent. Bio legte damit nach Angaben des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) doppelt so stark zu wie der Lebensmittelmarkt insgesamt.

"Da ist eine andere Wertschätzung entstanden", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwoch zur Eröffnung der weltgrößten Naturkostmesse Biofach in Nürnberg, die in diesem Jahr allerdings nur virtuell stattfindet. Die Corona-Pandemie habe die Bewegung hin zu mehr Bio verstärkt, sagte Klöckner.

Auf der Biofach und der parallel veranstalteten Naturkosmetikmesse Vivaness zeigen bis Freitag rund 1400 Aussteller aus mehr als 80 Ländern ihre Neuheiten. Trends sind nach Angaben der Veranstalter unter anderem Fleischersatzprodukte, Lebensmittel mit weniger oder gar keinem Zucker, nachhaltige Verpackungskonzepte und Naturkosmetik ohne Wasser.

Die deutlich gestiegene Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln konnte die Branche dem BÖLW zufolge dadurch bewältigen, dass viele Höfe in den vergangenen Jahren auf Bio umgestellt hatten. So bewirtschafteten 2020 in Deutschland mehr als 35 000 Höfe fast 1,7 Millionen Hektar Fläche ökologisch. Die Bio-Fläche stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 Prozent und kommt inzwischen auf rund 10 Prozent aller Landwirtschaftsflächen.

Besonders die Direkt- und Onlinevermarktung wie Hofläden und Bio-Abokisten boomten nach BÖLW-Angaben im vergangenen Jahr. Ein Grund dafür könnte sein, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher angesichts der Ansteckungsgefahr größere Supermärkte lieber mieden und stattdessen sich die Lebensmittel vor die Tür liefern ließen oder direkt beim Bauern kauften.

Eine weitere Erklärung liefert eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts AMM zur Glaubwürdigkeit von Bio. Danach genießen vor allem die Bio-Bauern großes Vertrauen. "Eine immer größere Zahl von Konsumenten sagt, sie beziehen am liebsten direkt vom Erzeuger", sagte Studienleiter Joachim Riedl von der Hochschule Hof. An zweiter Stelle folgten Biofachhandel und danach die Wochenmärkte.

Die Abokisten-Betreiber brachte der vom ersten Lockdown ausgelöste Boom zum Teil an ihre Kapazitätsgrenzen. Der Online-Shop sei unter den vielen Bestellungen zusammengebrochen, und man habe eine Zeit lang keine neuen Kunden mehr annehmen können, berichtete Franziska Rutscher vom Ökodorf Brodowin im brandenburgischen Eberswalde, das mit seinem Ökokorb Berlin und Umland beliefert. "Wir haben plötzlich bis in die Nacht Kisten gepackt."

Auch die rollende Gemüsekiste aus Augsburg bekommt zurzeit so viele Anfragen, dass sie diese nach eigenen Angaben nicht alle sofort abarbeiten kann. Man sei dabei, die Kapazitäten zu erweitern, heißt es auf der Homepage.

Das hat der Brodowiner Ökokorb bereits getan. Eine neue Halle, die eigentlich für Fahrzeuge gedacht war, nutzt der Betrieb nun für eine zweite Packstraße. Angesichts der großen Bestellmengen habe man vermehrt bei Großhändlern und anderen Erzeugern einkaufen müssen, zum Teil auch überregional, sagte Rutscher. Und es sei auch vorgekommen, dass Produkte nicht mehr lieferbar gewesen seien.

Diesen Schub auf dem Bio-Markt müsse die Bundesregierung nun nutzen, forderte der BÖLW-Vorsitzende Felix Prinz zu Löwenstein. Nach deren Plänen soll 20 Prozent der deutschen Agrarfläche bis 2030 ökologisch bewirtschaftet werden. Die EU-Kommission will sogar einen Ökoland-Anteil von 25 Prozent. "Ziele allein reichen nicht", betonte Löwenstein. In der EU-Agrarpolitik sei ein Kurswechsel nötig, der den Bio-Höfen mehr finanzielle Planungssicherheit gebe.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Regierung berät über weitere Testpflichten für Reiserückkehrer. Das Gesundheitsministerium ist für "eine schnellstmögliche Ausweitung der Testpflichten bei Einreise", wie eine Sprecherin auf Anfrage am Dienstag sagte. Die Abstimmungen innerhalb der Regierung dazu liefen. Zunächst berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) darüber. Minister Jens Spahn (CDU) hatte bereits in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass eine Ausweitung der Testpflicht aus seiner Sicht wie der des Bundesinnenministeriums sehr schnell kommen solle. BERLIN - Die Bundesregierung berät über erweiterte Testpflichten für Reiserückkehrer als Corona-Schutz zum Ende der Sommerferienzeit. (Wirtschaft, 27.07.2021 - 12:08) weiterlesen...

EU erreicht Etappenziel bei Impfkampagne. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom Dienstag sind mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen mindestens ein Mal geimpft. 57 Prozent der Volljährigen haben demnach bereits den vollen Impfschutz. "Mit diesen Werten gehört Europa zur weltweiten Spitzengruppe", sagte von der Leyen. Der Aufholprozess sei sehr erfolgreich gewesen. BRÜSSEL - Die Europäische Union hat im Kampf gegen das Coronavirus ein weiteres Etappenziel erreicht. (Boerse, 27.07.2021 - 12:07) weiterlesen...

Kräftige Unwetter in einigen Regionen - Katastrophengebiete verschont. In Berlin, Sachsen, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Oberbayern wurden von Sonntagabend an bei Starkregen zahlreiche Keller überschwemmt und Straßen überflutet. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. BERLIN - Während die Menschen in den Katastrophengebieten im Westen Deutschlands verschont blieben, gab es in anderen Regionen des Landes kräftige Unwetter. (Wirtschaft, 27.07.2021 - 11:49) weiterlesen...

Zahl der Corona-Infektionen in Tokio steigt auf Rekord. TOKIO - Während der Olympischen Spiele ist die Zahl der Neuinfektionen in Tokio auf einen Rekordstand gestiegen. Am Dienstag meldete die Hauptstadt 2848 Neuinfektionen binnen eines Tages. Damit wurde der vorherige Höchststand vom 7. Januar mit 2520 Fällen übertroffen. Experten hatten schon vor dem Beginn der Spiele gewarnt, dass die Neuinfektionen binnen eines Tages während des Spektakels auf über 3000 steigen könnten. Die Lage könnte "kritisch" werden, hieß es. Tokio befindet sich im mittlerweile vierten Corona-Notstand. Zahl der Corona-Infektionen in Tokio steigt auf Rekord (Boerse, 27.07.2021 - 11:05) weiterlesen...

EU erreicht 70 Prozent Erstimpfungsquote bei Erwachsenen. Wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag mitteilte, haben zudem 57 Prozent der Volljährigen bereits den vollen Impfschutz. Damit habe Europa im weltweiten Vergleich aufgeholt. Unter anderem waren etwa die USA oder Israel zunächst deutlich schneller darin, der Bevölkerung Impfangebote zu machen. Man müsse die Anstrengungen aber beibehalten, so von der Leyen. "Die Deltavariante ist sehr gefährlich." Sie rufe daher jeden und jede dazu auf, sich impfen zu lassen, sofern die Möglichkeit dazu bestehe. BRÜSSEL - In der EU haben 70 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. (Wirtschaft, 27.07.2021 - 10:16) weiterlesen...

WDH: Bahn stellt Pläne für neues Bahnwerk in Cottbus vor (Angabe zu Baubeginn 2. Absatz präzisiert.) (Boerse, 27.07.2021 - 07:53) weiterlesen...