Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Indikatoren, Regierungen

NÜRNBERG - Die Konjunktur in Deutschland ist nach Auffassung von Volkswirten führender Finanzinstitute nach dem Corona-Einbruch auf Erholungskurs.

25.07.2020 - 09:23:27

Volkswirte: Konjunktur in Deutschland auf Erholungskurs. "Die Frühindikatoren stimmen optimistisch", sagte Marc Schattenberg von der Deutschen Bank in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das zweite Quartal, in das der Höhepunkt der Corona-Krise fiel, sei überraschend robust verlaufen. Katharina Utermöhl von der Allianz-Gruppe sagte mit Blick auf jüngste Indikatoren: "Die Rezession ist vorbei." Die deutsche Wirtschaft liege nicht mehr auf der Intensivstation. Die Lage bleibe aber kritisch, Rückschläge seien nicht auszuschließen.

Auch der Export habe wieder angezogen, die Ausfälle etwa im China-Geschäft seien nicht so groß wie befürchtet, sagte Schattenberg. Dennoch warnte er: "Im zweiten Halbjahr werden auch handelspolitische Risiken wieder in den Fokus rücken." Die Nachricht, dass ein ungeordneter Brexit nach Ende der Übergangsfrist Ende des Jahres wahrscheinlich sei, sei nicht gut, betonte er. Mit großer Unsicherheit werde die Entwicklung in den USA beobachtet, wo die Corona-Krise mit besonderer Wucht Schaden anrichtet.

Utermöhl rechnet im Juli mit einem Zuwachs von 119 000 Arbeitslosen im Vergleich zum Juni. Mit einer Gesamtzahl von 2,972 Millionen Arbeitslosen würde damit die Drei-Millionen-Grenze nahe heran rücken. Deutsche-Bank-Volkswirt Schattenberg sieht saisonbereinigt sogar eine Zahl knapp über der Drei-Millionen-Grenze.

Den Konjunkturerwartungen scheint das keinen Abbruch zu tun. "Seit Juni geht es aufwärts, seit Juli scheint sogar schon mehr Dynamik erkennbar zu sein", sagt auch Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. "Nach dem tiefen Fall im März und April wird es aller Voraussicht nach noch eine ganze Zeit dauern, bis das Vorkrisenniveau in Produktion und Umsatz wieder erreicht wird", warnte er allerdings.

Der Arbeitsmarkt zeige sich überraschend stabil, sagte Niklasch. "Vermutlich wird der Anstieg der Zahl der Arbeitslosen saisonal bereinigt im Juli nur geringfügig ausfallen in einer Größenordnung von um 50 000." Zwar habe es auch im Juli wieder Ankündigungen von Stellenabbau in der Industrie gegeben. "Aber die herumgereichten Zahlen erstrecken sich zumeist über längere Zeiträume."

Er befürchtet allerdings, dass es im Herbst zu einer Welle von Insolvenzen infolge der Corona-Pandemie kommen könnte, mit Konsequenzen für Konjunktur und Arbeitsmarkt. Im September setzt die wegen Corona ausgesetzt Anzeigepflicht für Insolvenzen wieder ein.

Auch Fritzi Köhler-Geib, Chef-Volkswirtin der staatlichen KfW-Gruppe, drückt etwas auf die Euphorie-Bremse. "Die Zahl der Arbeitslosen dürfte in den nächsten Monaten weiter steigen, denn es wird weitere Entlassungen geben und die Unternehmen stellen weniger ein", sagte sie. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen im Mai habe mit 570 000 um mehr als 200 000 unter der des Vorjahresmonats gelegen. Die Arbeitslosigkeit habe vor allem unter Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss sowie Jugendlichen zugenommen.

"Es kommt in den kommenden Monaten darauf an, dafür zu sorgen, dass sich die Arbeitslosigkeit nicht verfestigt und zu bleibenden Nachteilen führt", sagte Köhler-Geib. Hierfür müssten Lehrstellen und Qualifizierungsangebote in größerer Zahl geschaffen werden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Regierung des Libanon wankt - zwei Minister legen Ämter nieder. Zwei Minister legten am Sonntag ihre Ämter nieder. Ministerpräsident Hassan Diab war bemüht, weitere Kabinettsmitglieder vom Rücktritt vor einer für Montag geplanten Sitzung abzuhalten, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Hunderte protestierten am zweiten Tag in Folge aus Wut über die gewaltige Explosion vor knapp einer Woche. BEIRUT - Nach wachsendem Zorn über eine möglicherweise vermeidbare Explosion mit vielen Toten und Verletzten in Beirut gerät die Regierung des Libanon immer stärker ins Wanken. (Wirtschaft, 10.08.2020 - 07:07) weiterlesen...

Schuljahr beginnt in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin. Nachdem in der vergangenen Woche bereits in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg die Schüler an die Schulen zurückgekommen waren, starten jetzt Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin. KIEL - Unter Corona-Schutzmaßnahmen geht am Montag in drei weiteren Bundesländern das neue Schuljahr los. (Boerse, 10.08.2020 - 05:48) weiterlesen...

In drei weiteren Ländern beginnt Unterricht. Nachdem in der vergangenen Woche bereits in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg die Schüler an die Schulen zurückgekommen waren, geht es jetzt in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin los. KIEL - Mit Corona-Schutzmaßnahmen startet an diesem Montag in drei weiteren Bundesländern das neue Schuljahr. (Wirtschaft, 10.08.2020 - 05:44) weiterlesen...

Kritischer Verleger Jimmy Lai in Hongkong festgenommen. Das berichteten die zum Unternehmen des 71-Jährigen gehörende Zeitung "Apple Daily" sowie andere Hongkonger Medien am Montag übereinstimmend. Lai werden demnach geheime Absprachen mit Kräften im Ausland und andere Verstöße vorgeworfen. HONGKONG - In Hongkong ist der pro-demokratische Medienmogul Jimmy Lai wegen unterstellter Verstöße gegen das umstrittene Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit festgenommen worden. (Wirtschaft, 10.08.2020 - 05:43) weiterlesen...

RKI: 436 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 216 327 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen im Internet meldete (Datenstand 10.8., 0.00 Uhr). Seit dem Vortag wurde ein neuer Todesfall gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9197. Bis Sonntagmorgen hatten 197 400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. BERLIN - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 436 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. (Wirtschaft, 10.08.2020 - 05:43) weiterlesen...

Einsatz von Corona-Scouts in Gesundheitsämtern wird verlängert. Das kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der "Augsburger Allgemeinen" (Montag) an. Der Bund stelle dem Robert Koch-Institut (RKI) dafür 10,7 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten zur Verfügung. "Unsere Gesundheitsämter vor Ort spielen in der Bekämpfung der Corona-Epidemie eine zentrale Rolle. Mit den Containment-Scouts unterstützen wir sie kurzfristig und flexibel", so Spahn. Seit April seien mehr als 510 Scouts rekrutiert worden, zunächst für sechs Monate. Bei den Scouts bestehe eine hohe Bereitschaft, die Arbeit in den Gesundheitsämtern fortzusetzen, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. BERLIN - Der Einsatz von sogenannten Containment-Scouts in den Gesundheitsämtern für die Nachverfolgung von Corona-Kontakten soll um weitere sechs Monate verlängert werden. (Wirtschaft, 10.08.2020 - 05:22) weiterlesen...