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Indikatoren, Deutschland

NÜRNBERG - Die deutsche Wirtschaft hat ungeachtet der Corona-Krise im März wieder mehr Leute eingestellt.

15.04.2021 - 13:02:29

Deutschland: Betriebe stellen wieder mehr Leute ein. "Trotz andauernder Lockdown-Maßnahmen schätzten die Betriebe ihre wirtschaftliche Situation und ihre Betroffenheit von der Covid-19-Pandemie in der ersten Märzhälfte 2021 insgesamt etwas günstiger ein als noch in den Vormonaten. Sie stellen tendenziell wieder mehr ein und entlassen seltener", heißt es in einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur wirtschaftlichen Lage in der Corona-Pandemie, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

"In der Mehrzahl der Branchen ist bei den Einstellungen seit dem Beginn der zweiten Welle im Herbst 2020 endlich wieder Auftrieb zu spüren" sagte IAB-Direktor und Mitautor der Studie, Bernd Fitzenberger. Er forderte die Politik zu effektiven und kostengünstigen Regelungen zum Infektionsschutz am Arbeitsplatz und zur flexiblen Nutzung von Home-Office auf. "Gleichzeitig müssen die staatlichen Unterstützungsleistungen an die direkt von den weiter notwendigen Lockdownmaßnahmen betroffenen Branchen fortgeführt werden, um hier Entlassungen im großen Umfang zu vermeiden", sagte Fitzenberger.

Die Verbesserung der Lage ist der Studie zufolge vor allem in der Industrie, auf dem Bau und einigen weiteren Branchen zu spüren. Im Gastgewerbe - das seit Herbst 2020 weitgehend geschlossen halten muss

- ist der Leidensdruck dagegen noch größer geworden als zum Ende der

ersten Corona-Welle im Mai 2020.

Der Anteil der Betriebe, die mehr einstellen als entlassen, sei insgesamt im März 2021 sprunghaft gestiegen, fanden die IAB-Forscher heraus. In der Märzbefragung hätten 13 Prozent der Betriebe angegeben, innerhalb der letzten drei Wochen mehr Arbeitskräfte eingestellt als entlassen zu haben. "Dies ist ein Höchstwert seit Beginn des Lockdowns im vergangenen November und ein markanter Sprung gegenüber dem Anteil von 9 Prozent im Februar dieses Jahres" heißt es in der Studie.

@ dpa.de

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