Indikatoren, Deutschland

NÜRNBERG - Der Erfolg von Ein-Euro-Jobs hängt nach jüngsten Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern stark vom Einsatzfeld von Langzeitarbeitslosen ab.

04.04.2018 - 14:25:39

Studie: Erfolg von Ein-Euro-Jobs hängt stark vom Einsatzfeld ab. So hätten sich Einsätze von Frauen im Umfeld der boomenden Gesundheits- und Pflegebranche häufiger als tragfähigere Brücken in eine reguläre Beschäftigung erwiesen als etwa die Arbeit ostdeutscher Männer bei Umweltschutzprojekten und der Landschaftspflege. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

So hätten sich Einsätze von Frauen im Umfeld der boomenden Gesundheits- und Pflegebranche häufiger als tragfähigere Brücken in eine reguläre Beschäftigung erwiesen als etwa die Arbeit ostdeutscher Männer bei Umweltschutzprojekten und der Landschaftspflege.

Das geht aus einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Vergleichsweise schnell fanden auch solche Ein-Euro-Jobber eine sozialversicherungspflichtige Stelle, die in der Kinderbetreuung oder der Jugendhilfe eingesetzt wurden, berichten die Autoren der Studie, Markus Kiesel und Joachim Wolff. Vor allem als schwer vermittelbar eingestufte westdeutsche Frauen haben nach Beobachtung der Forscher davon profitiert, dass in diesen Branchen viele neue Stellen geschaffen wurden.

Für ostdeutsche Männer habe es dagegen in den Einsatzbereichen ihres Ein-Euro-Jobs kaum freie Stellen gegeben. Ihre Jobchancen hätten sich während ihrer Beschäftigung in Umweltschutzprojekten und in der Landschaftspflege im Vergleich zu Langzeitarbeitslosen ohne Ein-Euro-Job sogar verschlechtert.

In den meisten untersuchten Fällen hätten aber die Ein-Euro-Jobs die Eingliederungschance der Betroffenen während des siebenjährigen Untersuchungszeitraums verbessert. Die Ein-Euro-Jobs hätten etwa verhindert, dass sich Langzeitarbeitslose entmutigt aus dem Arbeitsleben zurückziehen. Dies sei bei ungeförderten Langzeitarbeitslosen häufiger der Fall gewesen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

USA: Baubeginne fallen deutlich stärker als erwartet. Die Wohnungsbaubeginne sanken so stark wie seit November 2016 nicht mehr. Wie aus Zahlen des Handelsministeriums vom Mittwoch hervorgeht, sackten die Baubeginne zum Vormonat um 12,3 Prozent auf annualisiert 1,17 Millionen ab. Analysten hatten im Mittel lediglich einen Rückgang um 2,2 Prozent erwartet. Der Anstieg im Mai wurde von 5,0 auf 4,8 Prozent nach unten korrigiert. WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat sich im Juni enttäuschend entwickelt. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 14:56) weiterlesen...

Eurozone: Inflation steigt auf 2,0 Prozent - Höchster Stand seit Februar 2017. Im Juni habe sich der allgemeine Preisauftrieb den zweiten Monat in Folge verstärkt und die Inflationsrate sei auf 2,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch nach einer zweiten Schätzung mit. Damit ist der Preisauftrieb im Währungsraum so stark wie seit Februar 2017 nicht mehr. LUXEMBURG - Die Inflation im Euroraum hat sich weiter beschleunigt. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 11:26) weiterlesen...

DIW sieht nur mäßiges Wachstumspotenzial für Griechenland. Auch in den kommenden Jahren sei kein dynamisches Wachstum zu erwarten, heißt es in einer Studie, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Die eingeleiteten Reformen in Griechenland hätten sich weitgehend auf eine Deregulierung des Arbeitsmarktes beschränkt, statt ein attraktives Investitionsklima zu schaffen - etwa durch den Abbau staatlicher Bürokratie und eine bessere Verknüpfung von Forschung und Wirtschaft. BERLIN - Unmittelbar vor dem Ende des Euro-Rettungsprogramms für Griechenland sehen Ökonomen das wirtschaftliche Potenzial des Landes weiter skeptisch. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 11:04) weiterlesen...

Großbritannien: Erwarteter Inflationsanstieg bleibt aus - Pfund unter Druck. Im Juni habe die Inflation zum zweiten Mal in Folge bei 2,4 Prozent verharrt, wie die Statistikbehörde ONS am Mittwoch in London mitteilte. Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg der Teuerungsrate auf 2,6 Prozent gerechnet. LONDON - Eine unerwartete Stagnation der Inflation in Großbritannien hat das britische Pfund am Mittwoch stark unter Druck gesetzt. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 10:50) weiterlesen...

Langzeitarbeitslose sollen staatlich geförderte Jobs bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss. Betroffene sollen fünf Jahre lang einen Lohnkostenzuschuss bekommen. In den ersten beiden Jahren soll er sich auf Höhe des Mindestlohns belaufen. Dann soll der Zuschuss um zehn Prozentpunkte jährlich sinken. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen mindestens seit sieben Jahren arbeitslos waren. BERLIN - Menschen, die jahrelang ohne Arbeit auf Hartz IV angewiesen sind, sollen künftig staatlich bezuschusste Jobs bekommen können. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 10:28) weiterlesen...

Arbeitsagentur sieht Probleme bei Plänen zu sozialem Arbeitsmarkt. Zehntausende Langzeitarbeitslose sollen nach dem Gesetzentwurf, der am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden soll, mit Milliardenhilfe staatlich bezuschusste Jobs bekommen. NÜRNBERG - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht noch "Optimierungsbedarf" bei den Plänen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zum sogenannten sozialen Arbeitsmarkt. (Wirtschaft, 18.07.2018 - 10:23) weiterlesen...