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Regierungen, Spanien

NÜRNBERG - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach eigenen Worten gemeinsam mit den anderen in der EU verbleibenden Staaten weiterhin für einen geregelten Austritt Großbritanniens streiten.

10.10.2019 - 14:58:45

Merkel: 27 EU-Staaten kämpfen um Brexit-Deal bis zuletzt. Alle 27 Länder würden bis zum letzten Tag dafür kämpfen, dass es nicht zu einem ungeregelten Austritt des Vereinigten Königreichs komme, sagte Merkel am Donnerstag in Nürnberg beim Gewerkschaftstag der IG Metall.

Aus der Downing Street in London waren in den vergangenen Tagen Einzelheiten eines Gespräches zwischen Merkel und Großbritanniens Premierminister Boris Johnson an die Öffentlichkeit gelangt. London hatte erklärt, die Bundesregierung habe eine neue Position zur Nordirland-Frage eingenommen, die ein Abkommen unmöglich mache. Berlin dementierte dies.

Johnson will sein Land am 31. Oktober aus der EU führen. Allerdings hatte das Parlament ein Gesetz verabschiedet, das für den Fall, dass kein Abkommen vorliegt, vorsieht, dass Johnson in Brüssel um einen Aufschub bitten muss.

Merkel betonte, auch für den Fall eines ungerelten Brexits solle der Prozess für die Mensche so verträglich wie möglich gestaltet werden. "Wir wollen die negativen Auswirkungen, auch wenn es zu einem ungeregelten Austritt kommt, in beiden Ländern minimieren", sagte die Kanzlerin.

Sie sprach sich dafür aus, dass die Einreise für Menschen beider Länder weiterhin visumsfrei gestaltet werden soll. Auch sollen Versicherte in der Sozialversicherung aufgrund des Austritts Großbritanniens nicht ihren Versicherungsstatus verlieren. "Auch Renten werden in vollem Umfang gezahlt", sagte Merkel.

@ dpa.de

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