Regierungen, Deutschland

NÜRNBERG - Beschäftigte sollten sich nach Ansicht des Chefs der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, frühzeitig auf den bevorstehenden digitalen Wandel der deutschen Wirtschaft vorbereiten.

29.12.2016 - 06:50:14

Früh auf Jobwandel einstellen - IT-Kurs statt PC-Spiele. Die Entwicklung sei nicht mehr aufzuhalten und erfordere von jedem einzelnen die Bereitschaft, sich frühzeitig darüber zu informieren, wie sich die Anforderungen im eigenen Job verändern werden, sagte Weise der Deutschen Presse-Agentur. Jeder müsse auch bereit sein, sich in Eigeninitiative fortzubilden.

Nach Weises Einschätzung werden von der sogenannten Industrie 4.0 - der Vernetzung ganzer Fabrikhallen mit dem Internet - sehr viele Beschäftigte betroffen sein. "Diese Veränderungen durch die Digitalisierung werden in der Wirtschaft, am konkreten Arbeitsplatz kommen. Und die hält auch niemand auf in dieser Weltwirtschaft auf."

Weise beruft sich dabei auf Arbeitsmarktforscher, die im Zuge von Wirtschaft 4.0 bis zum Jahr 2025 in Deutschland mit dem Verlust von 1,5 Millionen Jobs bei gleichzeitiger Entstehung von 1,5 Millionen Arbeitsplätzen rechnen. Zwar würden unter dem Strich kaum Arbeitsplätze wegfallen. Hunderttausende von Beschäftigten müssten sich aber beruflich völlig neu orientieren, heißt es in einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vom vergangenen Herbst.

"Und da kann ich jedem einzelnen nur die gute Empfehlung geben, sich darauf einstellen. Da müssen die Menschen entscheiden, ob sie Computerspiele machen oder einen IT-Kurs belegen und ob sie in der Freizeit auch mal Englisch lernen", sagte Weise. Aber auch Firmen seien gefordert. Sie müssten ihre Beschäftigten frühzeitig für die neuen Aufgaben in der digitalen Welt qualifizieren.

Auch die Bundesagentur stelle sich der Herausforderung. Derzeit würden im Rahmen eines Modellprojekts Bundesagentur-Mitarbeiter darauf vorbereitet, künftig Menschen bei ihrer Berufsplanung in Bezug auf die Wirtschaft 4.0 fundiert beraten zu können. "Eine solche Beratung würde dann beispielsweise auch der 50-Jährige bekommen, der als Aufzugsmonteur in einem Maschinenbau-Unternehmen arbeitet und dessen Arbeit sich gewaltig ändern wird."

Das Projekt "Lebensbegleitende Berufsberatung" solle von März 2017 an in drei Arbeitsagenturen in Deutschland erprobt werden. Die Standorte stünden spätestens Ende Januar fest. Dem Projekt liege die Annahme zugrunde, dass sich im Zuge der Digitalisierung Berufsbilder schneller verändern als früher. Berufs- und Weiterbildungsberatung müsse sich daher durch das gesamte Erwerbsleben ziehen.

Nach der Definition des Bundeswirtschaftsministeriums zeichnet sich Wirtschaft 4.0 durch eine enge Verzahnung der Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik aus. Dabei koordinieren intelligente Maschinen selbstständig Fertigungsprozesse, Service-Roboter kooperieren in der Montage mit Menschen. Roboter sollen auch eigenständig Abläufe organisieren, Mängel melden und Nachschub organisieren - und das alles vernetzt mit den Kunden.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Regierungsstillstand in den USA dauert an (Wirtschaft, 22.01.2018 - 06:32) weiterlesen...

Union und SPD wollen schnell über Regierungsbildung verhandeln (Wirtschaft, 22.01.2018 - 05:57) weiterlesen...

Kandidat für Kataloniens Regionalpräsidentschaft wird ernannt. Ganz Spanien erwartet mit Spannung, ob tatsächlich Ex-Regionalchef Carles Puigdemont erneut als Kandidat aufgestellt wird, obwohl er sich in Belgien aufhält. Der Separatist Torrent hatte vor dem Wochenende seine zweitägige Konsultationsrunde mit den Chefs der im Parlament vertretenen Parteien abgeschlossen. BARCELONA - Der neue Präsident des katalanischen Parlaments, Roger Torrent, will am Montag (11.30 Uhr) den Kandidaten für das Amt des Chefs der Regionalregierung ernennen. (Wirtschaft, 22.01.2018 - 05:48) weiterlesen...

Euro-Finanzminister beraten über griechisches Reformprogramm. Das Parlament in Athen hatte zuletzt ein großes Bündel an Reformen gebilligt. Unter anderem ist darin eine Einschränkung des Streikrechts vorgesehen. Es wird erwartet, dass absehbar etwa 6,7 Milliarden Euro an das hoch verschuldete Land überwiesen werden können. BRÜSSEL - Die Euro-Finanzminister beraten am Montag (15.00 Uhr) in Brüssel über die Auszahlung weiterer Milliarden aus dem laufenden Kreditprogramm für Griechenland. (Wirtschaft, 22.01.2018 - 05:48) weiterlesen...

Grünes Licht für Koalitionsverhandlungen - Konflikte inbegriffen. Das CSU-Präsidium lehnte die SPD-Forderung nach einer Nachbesserung des Sondierungsergebnisses noch am Sonntagabend ab. "Es gab keine Stimme, die dies für verhandelbar erklärt hat", sagte Parteichef Horst Seehofer in München. Verträge müssten eingehalten werden. Widerstand kam auch aus der CDU. BONN/BERLIN/MÜNCHEN - Nach der knappen Zustimmung der Sozialdemokraten zeichnen sich schwierige Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD ab. (Wirtschaft, 22.01.2018 - 05:27) weiterlesen...

Regierungsstillstand in den USA geht weiter. Damit geht der "Shutdown" von Teilen der Regierung und Verwaltung in den dritten Tag. Die Auswirkungen dürften am Montag viel deutlicher zu spüren sein als am Wochenende. Ämter und Behörden bleiben geschlossen, etwa 850 000 Staatsbedienstete müssen Zuhause bleiben. Nur besonders wichtige Behörden sind von der Stilllegung ausgenommen. WASHINGTON - Im festgefahrenen Streit um den Zwangsstillstand der US-Regierung haben Republikaner und Demokraten im Senat auch nach langen und zähen Verhandlungen am Sonntag (Ortszeit) keine Einigung finden können. (Wirtschaft, 22.01.2018 - 05:23) weiterlesen...