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Deutschland, Volkswirtschaft

NÜRNBERG / BERLIN - Die Bundesagentur für Arbeit braucht erneut eine Finanzspritze des Bundes, um die steigenden Ausgaben für das Kurzarbeitergeld in der Corona-Pandemie zu stemmen.

28.04.2021 - 12:51:00

Kurzarbeit wird teurer: Bundesagentur braucht weitere Milliarden. Der ursprüngliche Haushaltsansatz lag bei rund sechs Milliarden Euro für 2021 - damals hatte die Bundesagentur mit durchschnittlich 700 000 Kurzarbeitern im Jahr 2021 gerechnet. Im Februar war der Ansatz schon auf 12,5 Milliarden verdoppelt worden, doch auch dies wird nicht reichen.

notierte Aktie legte nach einem leichten Knick zum Handelsbeginn zuletzt deutlich zu.

Der in Berlin ansässige Konzern ohne eigenes Deutschland-Geschäft profitiert weiter davon, dass Menschen in der Corona-Pandemie verstärkt Essen und Waren nach Hause bestellen. Auch die Corona-Beschränkungen, die etwa das Abendessen im Restaurant kaum möglich machen, spielen Delivery Hero dabei in die Hände. Das Management sieht daher gute Chancen dafür, den Jahresumsatz verglichen mit dem Vorjahr auf 6,1 bis 6,6 Milliarden Euro in etwa zu verdoppeln. Dabei hilft auch die Anfang März abgeschlossene Übernahme des südkoreanischen Lieferdienstes Woowa.

Der Bruttowarenwert (GMV) soll auf 31 bis 34 Milliarden Euro steigen. Auf vergleichbarer Basis - also inklusive des übernommenen südkoreanischen Unternehmens - hatte der Bruttowarenwert im vergangenen Jahr bei knapp 22 Milliarden gelegen. Damit liegen die eigenen Ziele des Unternehmens deutlich über denen der Analysten.

Das defizitäre Unternehmen rechnet beim operativen Verlust mit einer Besserung - zumindest gemessen an der Marge. In absoluten Zahlen könnte der operative Verlust wegen des rasanten Wachstums auch steigen. Die Marge auf Basis des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gemessen am Bruttowarenwert soll auf minus 2 bis minus 1,5 Prozent zurückgehen. 2020 hatte dieser Wert bei knapp minus 5 Prozent gelegen. Bisher hatte das Unternehmen die Margenprognose auf Basis des Umsatzes angegeben.

Umgerechnet in absolute Werte ergibt die Prognose einen bereinigten Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von rund 465 bis 680 Millionen Euro - nach knapp 570 Millionen Euro im Vorjahr. Von Bloomberg befragte Experten hatten bisher im Schnitt einen Wert am unteren Ende dieser Spanne auf dem Zettel. In der Margenprognose sind auch Investitionen von etwas mehr als einer halben Milliarde Euro für den Ausbau des Geschäfts vorgesehen.

An der Börse sorgte dies nur kurz für Verstimmung und danach für Begeisterung. Nach einem anfänglichen Minus legte das Papier am Mittag bis zu neun Prozent auf 140 Euro zu. Befürchtungen vor Gewinnmitnahmen vom frühen Vormittag bestätigten sich nicht: Die Anleger legten den Fokus ganz auf die Wachstumsaussichten. Die Aktie hatte bereits in den vergangenen Wochen wieder deutlich angezogen, nachdem es Anfang Februar unter anderem wegen einer Ankündigung einer Abschreibung auf die Übernahme in Südkorea bis auf die Marke von 100 Euro zurückgefallen war.

Mit dem derzeitigen Kursniveau nähert sie sich wieder dem Anfang des Jahres erreichten Rekordhoch von 145 Euro. Auch unter Analysten war die Stimmung positiv. RBC-Analystin Sherri Malek hält den Konzern für den "maßgeblichen Gewinner einer attraktiven Branche", der von einer Beschleunigung der Nachfrage nach Onlne-Lieferbestellungen profitiere. Marcus Diebel von der US-Bank JPMorgan nannte die neueste Präsentation ein "bemerkenswertes Update", da die Jahresprognose deutlich über denen der Analysten lag.

Hoffnung legt Finanzchef Emmanuel Thomassin unterdessen in den so genannten Q-Commerce (Quick Commerce), bei denen Kuriere Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs aus Geschäften vor Ort binnen einer Stunde zum Kunden bringen sollen. Q-Commerce gewinne immer mehr an Fahrt, da Delivery Hero auf konkrete Kundenbedürfnisse eingehe, sagte er. Es gebe ein "erhebliches Potenzial für eine weitere Expansion". In den ersten drei Monaten habe sich die Zahl der Bestellungen zum Vorjahresquartal verfünffacht, eine konkrete Zahl nannte der Konzern nicht.

Insgesamt profitierte Delivery Hero in den ersten drei Monaten des Jahres weiter von einer starken Nachfrage. So stieg die Zahl der Bestellungen auf vergleichbarer Basis um 88 Prozent auf 663 Millionen, der Bruttowarenwert legte verglichen mit dem Vorjahr ähnlich stark zu auf 7,8 Milliarden Euro. Der Umsatz war mit knapp 1,4 Milliarden Euro doppelt so hoch.

Zahlen zum Quartals-Nettoergebnis nannte das Unternehmen nicht. Diesen Wert gab es aber jetzt erstmals für das vergangene Jahr - und der ist tiefrot. Alles in allem lag das Minus 2020 bei 1,4 Milliarden Euro, unter anderem weil Finanzierungskosten für den südkoreanischen Woowa-Deal das Ergebnis belasteten. Zudem lagen die Abschreibungen mit rund 640 Millionen Euro mehr als vier Mal so hoch als noch im Jahr zuvor.

Zum Vergleich: Im Jahr davor lag der Verlust bereinigt um den Verkauf des Deutschland-Geschäfts (Lieferando) noch bei knapp 700 Millionen Euro. Inklusive des Verkaufs von Lieferando erzielte Delivery Hero einen Gewinn von rund 200 Millionen Euro. Für 2021 ist erneut mit einem hohen Verlust zu rechnen. Eine zwischenzeitlich im Raum stehende Wertberichtigung von bis zu 1,4 Milliarden Euro hat sich aber inzwischen in Luft aufgelöst.

"Ob wir 2022 oder 2023 positiv werden, hängt davon ab, wie viele Gelegenheiten für gute Investitionen sich noch ergeben", sagte der Konzernchef Östberg. "Am liebsten wären mir noch viele solcher Gelegenheiten". Er hatte das Wachstum zuletzt nicht nur durch die Übernahme in Südkorea, sondern auch durch Zukäufe in anderen Märkten wie Südamerika beschleunigt. Bislang zahlt sich sein Kurs an der Börse aus.

Seit dem Börsengang im Sommer 2020 zog der Kurs um fast 400 Prozent an. Der Börsenwert des Unternehmens, an dem der südafrikanische Medienkonzern Naspers knapp ein Viertel hält, liegt bei fast 35 Milliarden Euro - damit liegt der Dax-Neuling im Mittelfeld und lässt einige Traditionskonzerne wie zum Beispiel Continental , die Deutsche Bank oder RWE weit hinter sich.

@ dpa.de

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