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Wall Street, Dow Jones

New York - Weitere Meldungen im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit haben am Montag an den US-Börsen einen erneuten Rekordlauf ausgelöst.

26.11.2019 - 06:29:25

Aktienmarkt - Rekordlauf an US-Börsen setzt sich fort

«Es scheint, als gebe es neuen Grund zum Optimismus», sagte Marktbeobachter Craig Erlam vom WĂ€hrungsbroker Oanda und verwies darauf, dass Peking offen dafĂŒr sei, die Strafen fĂŒr die Verletzung geistigen Eigentums zu verschĂ€rfen. Hinzu kam ein Bericht der staatlichen chinesischen Zeitung «Global Times», wonach das zuletzt immer wieder thematisierte erste Teilabkommen kurz vor dem Abschluss stehen soll.

Der Dow Jones Industrial reagierte mit Gewinnen auf diese Nachrichten und legte vor allem in der letzten Handelsstunde krĂ€ftiger zu. Mit plus 0,68 Prozent auf 28.066,47 Punkte ging er knapp unter seinem kurz zuvor erreichten Tageshoch aus dem Handel. Zudem nĂ€herte sich der US-Leitindex damit seinem jĂŒngsten Höchststand wieder stark an, den er am vergangenen Dienstag bei rund 28.090 Punkten erklommen hatte.

Die andere drei wichtigen US-Indizes schafften es indes an diesem Montag bereits, in neue Höhen vorzudringen. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,75 Prozent auf 3133,64 ZÀhler und der technologielastige Nasdaq 100 kletterte um 1,21 Prozent auf 8371,93 Punkte nach oben. Auch der breit aufgestellte Nasdaq Composite erreichte einen Höchststand.

Seit Wochen und Monaten bestimmt nun schon der Handelsstreit mit mehr oder minder schwammigen Erfolgsmeldungen und widersprĂŒchlichen Aussagen auf beiden Seiten das Börsengeschehen weltweit. Die meisten Anleger ließen sich davon zuletzt kaum mehr verschrecken. Vielmehr ist eher Optimismus zu spĂŒren, da die GesprĂ€che trotz aller Querelen fortgesetzt werden und sowohl die USA als auch China bislang stets ihren Willen bekundeten, ein erstes Teilabkommen abschließen zu wollen.

Auf Seiten der Unternehmen bestimmten zum Wochenauftakt Fusionen und Übernahmen das Handelsgeschehen. So sprangen die Aktien des Arzneimittelherstellers Medicines an der Nasdaq um etwas mehr als 22 Prozent auf 83,75 US-Dollar hoch. Der schweizerische Pharmakonzern Novartis hatte zuvor informiert, dass das US-Unternehmen sein Übernahmeangebot von 85 Dollar je Aktie angenommen habe.

FĂŒr die Anteile des Billigbrokers TD Ameritrade ging es angesichts einer Übernahmeofferte des Konkurrenten Charles Schwab um 7,6 Prozent nach oben. Die Charles-Schwab-Aktien gewannen 2,3 Prozent. Bereits am Donnerstag hatten Berichte ĂŒber eine wohl unmittelbar bevorstehende Übernahme die Papiere der beiden angetrieben.

In den Blick rĂŒckten auch die Ebay-Aktien, die an der Nasdaq um 2,1 Prozent stiegen. Wie zuvor bereits spekuliert, verkauft die Online-Handelsplattform ihre Online-Ticketbörse Stubhub an den schweizerischen Rivalen Viagogo fĂŒr rund 4 Milliarden US-Dollar.

Beachtung fand zudem erneut die angestrebte milliardenschwere Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint, denn der US-Bundesstaat Texas gibt seinen Widerstand gegen das Vorhaben unter Auflagen auf. Damit verliert die Allianz von Bundesstaaten, die gegen den Zusammenschluss der dritt- und viertgrĂ¶ĂŸten US-Mobilfunkanbieter klagen, einen wichtigen UnterstĂŒtzer. Zuvor hatten bereits Colorado und Mississippi ihre Klagen fallen gelassen. WĂ€hrend die Anteile von T-Mobile US um 0,8 Prozent nachgaben, legten die von Sprint um 3,5 Prozent zu.

An der Nyse ging es fĂŒr die Anteile von Uber um 1,5 Prozent abwĂ€rts. Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler verlor erneut seine Lizenz in London und damit einen der wichtigsten MĂ€rkte. Nun will Uber Berufung einlegen und hat dafĂŒr 21 Tage Zeit - und könnte dann weiterfahren, bis ĂŒber den Widerspruch entschieden wird.

Am US-Rentenmarkt gewannen zehnjÀhrige Staatsanleihen 2/32 Punkte auf 99 27/32 Punkte und rentierten mit 1,76 Prozent. Der Kurs des Euro bewegte sich im spÀten US-Handel wenig. Zum Handelsschluss an der Wall Street kostete die GemeinschaftswÀhrung 1,1010 Dollar. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1008 (Freitag: 1,1058) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9084 (0,9043) Euro gekostet.

@ dpa.de