Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Chemie

NEW YORK / ROM - Die Vereinten Nationen fordern eine radikale Umverteilung der weltweiten Milliarden-Hilfen in der Landwirtschaft.

14.09.2021 - 15:23:29

ROUNDUP/UN-Bericht fordert: Großteil der weltweiten Agrar-Hilfen umverteilen. Laut einer am Dienstag vorgestellten Studie sind 87 Prozent der Agrar-Subventionen wettbewerbsverzerrend und schaden der Umwelt oder kleinen Unternehmen. 470 Milliarden US-Dollar (knapp 400 Mrd Euro) der insgesamt jährlich fließenden 540 Milliarden Dollar (457 Mrd Euro) müssten anders eingesetzt werden, um nachhaltig und fair zu sein, rechnet der UN-Bericht vor. Dieser wurde unter anderem von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) sowie dem Entwicklungsprogramm (UNDP) in Auftrag gegeben wurde.

Die Studie sei "ein Weckruf für Regierungen der Welt", sagte FAO-Generaldirektor Qu Dongyu. Die Chefin des UN-Umweltprogramms (UNEP), Inger Andersen, ermahnte die Staaten, die Chance zu nutzen, "die Landwirtschaft zu einem Haupttreiber für das menschliche Wohlergehen und einer Lösung für die Bedrohungen durch den Klimawandel, den Naturverlust und die Umweltverschmutzung zu machen".

In ihrer Studie schlagen die Autoren Alarm: Die derzeitigen Hilfen würden zumeist über Zölle oder Fördergelder verteilt, die an die Herstellung und den Anbau gewisser Güter geknüpft seien. Dies sei ineffizient, verfälsche die Preise, schade der Gesundheit, zerstöre die Umwelt und führe zu Chancenungleichheit. Große Agrar-Konzerne würden bevorzugt gegenüber bäuerlichen Kleinbetrieben, in denen vielfach Frauen arbeiteten.

Die Folgen seien dramatisch: Im Jahr 2020 litten 811 Millionen weltweit an Unterernährung, fast jeder dritte Mensch auf der Welt hatte keinen regelmäßigen Zugang zu ausreichender Ernährung. Eine Umverteilung der Hilfsgelder könnte Milliarden Menschen helfen.

Dabei gehe es nicht nur um die Ernährung. Die Landwirtschaft sei einer der Hauptverursacher für den Klimawandel - gerade Bauern oder Agrar-Produzenten aber litten mit am meisten unter den Folgen der Krise, etwa durch extreme Hitze, Dürren oder Überschwemmungen.

Die Klimaziele des Pariser Abkommens seien mit der derzeitigen Art der Subventionierung nicht zu erreichen. Wohlhabende Länder sollten ihre Unterstützung für die Fleisch- und Milchindustrie reformieren, ärmere Staaten sollten ihre finanziellen Hilfen für giftige Pestizide und Dünger sowie den Anbau von Monokulturen ändern.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH: Lufthansa startet Kapitalerhöhung für Staatshilfe-Rückzahlung (Wiederholung vom Wochenende) (Boerse, 20.09.2021 - 07:06) weiterlesen...

WDH: Schlag für US-Präsident Biden in der Migrationspolitik (Überflüssige Wörter entfernt) (Wirtschaft, 20.09.2021 - 06:51) weiterlesen...

Ausschuss befragt Scholz zu Geldwäsche-Ermittlungen. Der Finanzausschuss kommt dafür weniger als eine Woche vor der Bundestagswahl zu einer Sondersitzung zusammen (10.00 Uhr). Die Abgeordneten nehmen entweder digital oder vor Ort teil - ob Scholz in den Bundestag kommen muss oder sich ebenfalls digital zuschalten kann, war zuletzt offen. BERLIN - Finanzminister Olaf Scholz (SPD) soll am Montag im Bundestag Fragen zur Durchsuchung seines Ministeriums im Zusammenhang mit Geldwäsche-Ermittlungen beantworten. (Wirtschaft, 20.09.2021 - 06:34) weiterlesen...

Kinder impfen als Schutz vor Long-Covid? Forscher bemängeln Datenlage. Das schreiben australische Forscher in einem Übersichtsartikel in "The Pediatric Infectious Disease Journal". Die Frage nach Long-Covid - als dem Anhalten von Corona-Symptomen über viele Wochen - ist brisant, weil das Syndrom ein Argument für Kinder-Impfungen sein könnte, sollte es weit verbreitet sein. MELBOURNE - Die Problematik von Long-Covid bei Kindern und Jugendlichen lässt sich anhand der aktuellen Studienlage kaum beurteilen. (Wirtschaft, 20.09.2021 - 06:00) weiterlesen...

Kremlpartei feiert Wahlsieg - Opposition spricht von Wahlbetrug. Nach Auszählung von knapp 55 Prozent der Stimmzettel kam die Machtbasis von Präsident Wladimir Putin auf 46,6 Prozent, wie die Wahlkommission in der Nacht zum Montag in der Hauptstadt Moskau mitteilte. Mit Spannung wird erwartet, ob sie in der neuen Staatsduma ihre absolute Mehrheit verteidigen kann. Die Opposition um den inhaftierten Kremlgegner Alexej Nawalny sprach dagegen von Wahlbetrug, den niemand hinnehmen sollte. MOSKAU - Bei der von Manipulationsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl in Russland steuert die Kremlpartei Geeintes Russland auf einen Sieg zu. (Wirtschaft, 20.09.2021 - 05:59) weiterlesen...

Opposition in Russland wirft Kremlpartei Wahlbetrug vor. Sie fühle sich an die Abstimmung von 2011 erinnert, als "uns die Wahl gestohlen wurde", schrieb Nawalnys Sprecherin Kira Jarmysch am Sonntagabend auf Twitter. MOSKAU - Nach der Parlamentswahl in Russland hat die Opposition um den inhaftierten Regierungskritiker Alexej Nawalny der Kremlpartei Geeintes Russland Wahlbetrug vorgeworfen. (Wirtschaft, 20.09.2021 - 05:23) weiterlesen...