Nordkorea, Volkswirtschaft

NEW YORK - Nordkorea hat nach einem neuen Bericht der Vereinten Nationen wiederholt internationale Sanktionen umgangen und Millionen durch illegale Exporte eingenommen.

04.02.2018 - 14:59:24

UN-Bericht: Nordkorea umgeht Sanktionen. Das meldeten US-Medien in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf das Dokument eines UN-Expertengremiums. Demnach habe das Land im vergangenen Jahr rund 200 Millionen Dollar (160 Mio Euro) mit dem verbotenen Export von Kohle und anderen Produkten verdient. Ein Großteil der Lieferungen sei über chinesische, malaysische, vietnamesische und russische Häfen erfolgt. Zudem habe Pjöngjang Waffen an Syrien und Myanmar geliefert.

Im vergangenen Jahr hatte es nach Medienberichten zahlreiche Fälle gegeben, in denen Schiffe heimlich Mineralölprodukte auf hoher See auf nordkoreanische Schiffe umgeladen haben sollen. Die USA warfen China bereits im Dezember eine entsprechende Verletzung von UN-Sanktionen vor. Die Führung in Peking beteuerte dagegen, die Sanktionen gegen Nordkorea "strikt und umfassend" zu erfüllen. Eine UN-Resolution verbietet den Handel mit Nordkorea von Schiff zu Schiff.

Die UN hatten mehrfach Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketentests verhängt. Ende Dezember hatte der UN-Sicherheitsrat einstimmig die Maßnahmen gegen Pjöngjang weiter verschärft, nachdem die bisherigen die Führung Nordkoreas nicht wie erhofft zum Einlenken gebracht hatten. Unter anderem wurden Lieferungen von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an das Land auf ein Viertel der erlaubten Menge begrenzt: Statt der ursprünglich erlaubten zwei Millionen Barrel sind von 2018 an nur noch 500 000 Barrel pro Jahr erlaubt.

Nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) bedient sich Nordkorea auch seiner Botschaft in Berlin, um High-Tech-Bestandteile für sein Raketen- und Atomwaffenprogramm zu beschaffen. "Wir mussten feststellen, dass von dort aus Beschaffungsaktivitäten gelaufen sind, aus unserer Sicht mit Blick auf das Raketenprogramm, teilweise auch auf das Nuklearprogramm", sagte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen dem NDR. Dabei gehe es oft um sogenannte Dual-Use-Güter, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke genutzt werden können.

Man müsse davon ausgehen, dass Teile für Nordkoreas Trägerprogramm "über andere Märkte erworben wurden, oder Schattenkäufer sie eben in Deutschland erworben haben". Dem NDR zufolge erhielt die Behörde zuletzt 2016 und 2017 Hinweise auf Produktbeschaffungen, die mutmaßlich für Nordkoreas Raketenprogramm bestimmt waren. Zudem soll ein nordkoreanischer Diplomat bis 2014 versucht haben, einen Multigasmonitor zu beschaffen, der Immissionen bei der Herstellung chemischer Kampfstoffe messen kann.

Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hatte sich im vergangenen Jahr nach zahlreichen Raketentests durch das Land und einem weiteren Atomtest zugespitzt. Die Spannungen überschatten auch die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang vom 9. bis 25. Februar in der grenznahen südkoreanischen Provinz Gangwon. Zuletzt näherten sich Süd- und Nordkorea aber nach langer Funkstille wieder langsam an. Bei der Eröffnungsfeier der Winterspiele am kommenden Freitag wollen Süd- und Nordkorea unter einer Vereinigungsfahne gemeinsam einlaufen.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Nordkoreaner zeigten Pence kalte Schulter - Geheimtreffen abgesagt. Die Sprecherin des Washingtoner Außenministeriums, Heather Nauert, bestätigte auf Twitter einen entsprechenden Bericht der "Washington Post" vom Mittwoch und bedauerte, dass die Nordkoreaner die Gelegenheit nicht ergriffen hätten. Pence habe bei dem Treffen die Notwendigkeit unterstreichen wollen, dass Nordkorea sein Atomwaffen- und Raketenprogramm aufgeben müsse. PYEONGCHANG/WASHINGTON - In letzter Minute hat Nordkorea ein geplantes Geheimtreffen der Schwester von Machthaber Kim Jong Un mit US-Vizepräsident Mike Pence am Rande der Olympischen Winterspiele in Südkorea abgesagt. (Wirtschaft, 21.02.2018 - 05:57) weiterlesen...

Nordkorea soll Treffen mit US-Vizepräsident Pence abgesagt haben. WASHINGTON - Nordkorea hat nach Angaben des Büros von Mike Pence kurzfristig ein hochrangiges Treffen mit dem Vize von US-Präsident Donald Trump bei den Olympischen Spielen im südkoreanischen Pyeongchang abgesagt. Demnach sollte Pence am 10. Februar mit Kim Yo Jong, der Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, sowie dem protokollarischen Staatsoberhaupt Kim Yong Nam zusammentreffen, wie die "Washington Post" und andere US-Medien am Dienstag berichteten. Doch die Nordkoreaner hätten die Zusammenkunft nur wenige Stunden vor dem vereinbarten Termin abgesagt. Nordkorea soll Treffen mit US-Vizepräsident Pence abgesagt haben (Wirtschaft, 21.02.2018 - 05:32) weiterlesen...

Trump und Abe wollen weiter Druck auf Nordkorea ausüben. Ziel sei es, Pjöngjang dazu zu zwingen, seine Atom- und Raketenprogramme aufzugeben. "Dialog um des Dialogs willen wäre bedeutungslos", erklärte Abe am späten Mittwoch nach dem mehr als eine Stunde langen Telefongespräch mit Trump. TOKIO - Trotz Anzeichen einer Entspannung auf der koreanischen Halbinsel wollen US-Präsident Donald Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe weiter Druck auf Nordkorea ausüben. (Wirtschaft, 15.02.2018 - 06:27) weiterlesen...