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Regierungen, USA

NEW YORK - Eine deutsche Veranstaltung bei den UN zur Unterdrückung von Minderheiten in der chinesischen Region Xinjiang ist Peking ein Dorn im Auge.

12.05.2021 - 05:22:29

China will deutsche UN-Veranstaltung zu Xinjiang klein halten. Vor dem virtuellen Treffen am Mittwoch in New York (16 Uhr MESZ), das ebenfalls von den USA und Großbritannien ausgerichtet wird, setzte das einflussreiche Peking nach Angaben von Diplomaten eine Reihe von Staaten unter Druck, nicht teilzunehmen. China betrachtet die Kritik an seiner Politik als unzulässige Einmischung in interne Angelegenheiten.

Menschenrechtsgruppen schätzen, dass Hunderttausende der muslimischen Minderheit der Uiguren, Kasachen, Hui oder Mitglieder anderer Minoritäten in Xinjiang im Osten des Landes in Umerziehungslager gesteckt worden sind. China weist die Vorwürfe zurück und spricht von Fortbildungszentren. Uiguren sind ethnisch mit den Türken verwandt und fühlen sich in Xinjiang von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt. Peking wirft uigurischen Gruppen Terrorismus vor.

Den Veranstaltern zufolge habe das Treffen am Mittwoch zum Ziel, "UN-Beamte, Vertreter der Zivilgesellschaft, Wissenschaftler, Journalisten sowie Vertreter betroffener Gemeinschaften zusammenzubringen", um das Bewusstsein für die Menschenrechtslage in Xinjiang zu schärfen. Teilnehmen sollen unter anderem die Chefs der Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch, Agnès Callamard und Kenneth Roth. Zuletzt hatte die EU wegen der Verletzungen der Menschenrechte erstmals seit mehr als 30 Jahren Sanktionen gegen China verhängt.

@ dpa.de

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