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NEW YORK - Der Plan schien eigentlich klar: Nach monatelangen harten Einschränkungen sollte die von der Coronavirus-Pandemie besonders stark betroffene Millionenmetropole New York Anfang Juni mit ersten Lockerungen beginnen und sich dann über vier je zweiwöchige Phasen wieder ganz öffnen.

18.07.2020 - 11:02:30

Sorge statt Euphorie: Nächste Corona-Lockerungen in New York begrenzt. Penibel war festgeschrieben, welche Einrichtungen in welcher Phase wieder aufmachen dürfen, stets unter strengem Blick auf das Infektionsgeschehen.

Am Montag (20. Juli) steht das ursprüngliche Ziel an: Die vierte und letzte Lockerungsphase startet - aber anstelle von Euphorie gibt es Verwirrung, anstelle von kompletter Öffnung weiter Einschränkungen und über allem hängt angesichts stark steigender Infektionszahlen in großen Teilen des Landes die Sorge vor einer neuen Welle. "Ich bin so stolz darauf, was die New Yorker geschafft haben", sagte Gouverneur Andrew Cuomo. "Aber wir müssen weiter wachsam bleiben."

Noch vor wenigen Monaten war die Metropole das Epizentrum der Pandemie in den USA: Mehr als 220 000 der rund 8,5 Millionen Einwohner haben sich bislang mit dem Virus angesteckt, mehr als 23 000 starben nach einer Infektion - im April teils rund 800 pro Tag. Mit harten Einschränkungen, Abstands-, Masken- und Hygieneregeln konnte der Ausbruch eingedämmt werden. Zuletzt sanken die Zahlen stetig, vor kurzem gab es erstmals endlich wieder einen Tag ohne Corona-Toten.

Die Stadt, in der die wirtschaftliche Krise aufgrund der Einschränkungen schon deutliche Spuren hinterlassen und zu Massenarbeitslosigkeit geführt hat, konnte Anfang Juni plangemäß phasenweise wieder öffnen: Erst unter anderem Baustellen, dann Geschäfte und Friseure, schließlich die Außenbereiche von Restaurants, Cafés und Bars.

Unterdessen zeigt sich in großen Teilen vom Rest des Landes ein umgekehrtes Bild: Die Neuinfektionszahlen steigen wieder, teils auf Rekordhöhen. Tausende Menschen aus diesen Teilen des Landes kommen jeden Tag nach New York, die Stadt ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Inzwischen müssen sie sich fast alle in zweiwöchige Quarantäne begeben, die schwer zu kontrollieren ist. "Wir dürfen nicht in eine Situation geraten, in der Menschen aus anderen Teilen des Landes das Virus wieder zu uns bringen", sagte Gouverneur Cuomo.

Und so kann die einst euphorisch erwartete vierte Phase in New York nur eingeschränkt starten: Freizeiteinrichtungen unter freiem Himmel wie Zoos oder Botanische Gärten sowie Film- und Fernsehproduktion ja - Einkaufszentren und Innenbereiche kultureller Einrichtungen wie Museen nein. Auch die Innenräume von Restaurants, die eigentlich bereits seit dem Start der dritten Phase vor rund zwei Wochen geöffnet sein sollten, müssen vorerst weiter geschlossen bleiben. Währenddessen haben in New Yorks heißem Sommer inzwischen tausende Restaurants Außenbereiche eröffnet, was der Stadt manchmal fast mediterranes Flair verleiht. Die Regeln dafür wurden allerdings gerade erst wieder verschärft: Nur wer Essen bestellt, darf noch Alkohol trinken.

"Wir müssen eine Balance finden und wir haben Zeit, uns die Daten anzuschauen, uns anzuschauen, was im Rest des Landes passiert, was hier in der Stadt passiert, und weitere Entscheidungen zu treffen", sagte Bürgermeister Bill de Blasio.

Die Entscheidung zur vierten Lockerungsphase bringt für die Bewohner New Yorks einige Lichtblicke mit sich: Die Zoos und Botanischen Gärten der Stadt haben bereits angekündigt, wieder öffnen zu wollen. Die beliebte High Line, eine zum Park umgewandelte ehemalige Hochbahntrasse ist schon offen, die Freiheitsstatue will am Montag wieder aufmachen - alles mit Kapazitätsgrenzen, Masken-, Abstands- und Hygieneregeln.

Von einer vollständigen Öffnung ist die Stadt auch in der eigentlich letzten Phase weit entfernt - und Sorge und Verwirrung bleiben: Die Theater des Broadway, die Metropolitan Oper sowie die Philharmoniker und Ballettensembles haben schon angekündigt, bis Ende des Jahres keine regulären Veranstaltungen mehr anzubieten.

Fitnessstudios sollten in der vierten Phase wieder öffnen dürfen, fielen dann aus dem Plan heraus - viele von ihnen wollen klagen. Einige Museen hatten schon Pläne für eine Wiederöffnung im Juli und müssen umdenken - so wie das von Whitney Donhauser geleitete Museum of the City of New York in Manhattan. "Wir stehen bereit, sobald uns der Gouverneur sagt, dass wir loslegen können."

@ dpa.de

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