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Luftverkehr, Tarife

Nächste Stufe im Tarifkonflikt bei der Lufthansa: Die Gewerkschaft Ufo ruft ihre Mitglieder zu einem zweitägigen Streik bei der Kernmarke auf.

04.11.2019 - 14:15:25

Für Abflüge aus Deutschland - Flugbegleiter wollen Lufthansa zwei volle Tage bestreiken. Das soll aber noch nicht alles sein.

  • Ufo - Foto: Oliver Berg/dpa

    Die Gewerkschaft Ufo nennt heute Details zu neuen Streiks bei der Lufthansa. Foto: Oliver Berg/dpa

  • Check-In - Foto: Sven Hoppe/Archiv

    Leere Check-In-Schalter und Check-In-Automaten der Lufthansa: Die Streiks der Flugbegleiter gehen weiter. Foto: Sven Hoppe/Archiv

  • Ufo-Flugbegleiter streiken - Foto: Friso Gentsch/dpa

    Warnstreiks der Flugbegleiter hatten bereits im Oktober bei verschiedenen Lufthansa-Gesellschaften zu rund 100 Flugausfällen geführt. Foto: Friso Gentsch/dpa

Ufo - Foto: Oliver Berg/dpaCheck-In - Foto: Sven Hoppe/ArchivUfo-Flugbegleiter streiken - Foto: Friso Gentsch/dpa

Frankfurt/Main - Passagiere der Lufthansa müssen zum Ende dieser Woche wieder mit Streiks der Flugbegleiter rechnen. Die Gewerkschaft Ufo hat zu einem 48-Stunden-Ausstand bei der Lufthansa-Kerngesellschaft am kommenden Donnerstag und Freitag (7. und 8. November) aufgerufen.

Betroffen seien alle Abflüge aus Deutschland, teilte die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt mit. Weitere Aufrufe bei anderen deutschen Flugbetrieben des Konzerns seien jederzeit möglich.

Erneut werde der gesamte Konzern betroffen sein, kündigte der Ufo-Vize Daniel Flohr an. Grundsätzlich sind Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa-Kerngesellschaft ebenso möglich wie bei vier weiteren Flugbetrieben mit deutschem Tarifrecht. Die Töchter sind für die Lufthansa selbst, die Eurowings und die SunExpress unterwegs.

Für alle fünf Flugbetriebe hat die Ufo jeweils separate Tarifforderungen aufgestellt und sich in Urabstimmungen die Zustimmung der Mitglieder zu Streiks geholt. Die Zustimmung lag nach gewerkschaftlichen Angaben vom Freitag zwischen 77,5 und 96,2 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Lufthansa erkennt den noch am Freitag bestätigten Gewerkschaftsvorstand nicht als vertretungsberechtigt an und lehnt Verhandlungen mit der Ufo seit Monaten ab. Die DGB-Gewerkschaft Verdi stünde als Alternative zu Verfügung, hatte aber in der Vergangenheit nicht die Mehrheit der Beschäftigten hinter sich.

In der Auseinandersetzung hatte Ufo bereits am 20. Oktober einen 19-stündigen Warnstreik bei vier Lufthansa-Tochtergesellschaften veranstaltet und dabei mehr als 100 Flüge ausfallen lassen. Der letzte reguläre Ufo-Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft datiert aus dem Jahr 2015.

Die Ufo hat erhebliche innergewerkschaftliche Auseinandersetzungen hinter sich. Nach gegenseitigen Untreue-Vorwürfen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen sind aus dem einst siebenköpfigen Vorstand nur noch die Vorsitzende Sylvia de la Cruz und ihr Stellvertreter Daniel Flohr übrig. Die Neuwahl der Gewerkschaftsspitze soll zum 14. Februar stattfinden. Der langjährige Ufo-Chef Nicoley Baublies fungiert nach seiner Entlassung aus Lufthansa-Diensten als Pressesprecher der Gewerkschaft.

@ dpa.de